Leben = Bewegung = Freude

Gedanken

 


11.01.2024: Nährwert/Kalorientabelle: Ich finde es immer wieder interessant zu schauen, wieviele Nährwerte (Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate) und Kalorien in den Nahrungsmittel stecken. Deshalb habe ich hier eine Nährwert/Kalorientaballe hineingenommen (die Angaben von Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate sind in Gramm - entnommen aus www.bmi-rechner.biz). Über das Suchfeld findet man sehr schnell das gewünschte Nahrungsmittel. Die Kalorien (=Energie) die wir über die Nahrungsmittel zu uns nehmen, setzen sich aus Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate zusammen. Eiweiß und Kohlenhydrate liefern dem Körper je 4 kcal/g, Fette 9 kcal/g, Alkohol 7 kcal/g und Balaststoffe 2 kcal/g. Mit 100 g Kohlenhydrate (z. B. Zucker) oder Eiweiß (=Protein), hat man rd. 400 Kalorien (= 1680 kiloJoule) und mit 100 g Fett rd. 900 Kalorien (= 3780 kJ) zu sich genommen. 

Ein Teil der Leute macht sich kaum Gedanken über die Ernährung und andere dagegen machen daraus eine "Wissenschaft" - Stichwort "Superfood". Ich halte es mit der Ernährung recht einfach und zwar "Hunger ist der beste Koch" und "nicht mehr Energie aufnehmen, als man verbraucht". Wenn man über die Zusammensetzung der Nahrungsmittel einigermaßen Bescheid weiß, ist m. E. ein großer Schritt zur gesunden Ernährung getan, oder?

Darunter noch ein kleiner Rechner, womit man seinen BMI (Bodymaßindex = Körpergewicht / Körpergröße zum Quadrat [kg/m²]) bequem ermitteln kann.



05.01.2024: Sonnenzeiten: Nichts beeinflusst das Leben auf unserer Erde so sehr als die Sonne, wobei es ja ohne Sonne auf unserer Erde überhaupt kein Leben gäbe. Am Äquator gibt es keinen nennenswerten Unterschied der Tages- und Nachtlängen über das Jahr hinweg. Dagegen an den Polen ist der Unterschied am größten. So geht am Südpol im Sommer die Sonne nie unter und am Nordpol im Winter nie auf. 

Wir Mitteleuropäer leben ziemlich genau zwischen Äquator und Nordpol und so sind wir doch erheblichen Tages- und Nachtschwankungen und damit auch großen Temperaturunterschieden über das Jahr hinweg ausgesetzt. Welchen Einfluss geringe Veränderungen der Temperaturen auf unser Leben haben, zeigt die globale Klimaerwärmung, wobei sich bereits Erwärmungen um die 1 °C spürbar auswirken. 

Sobald die Sonne aufgeht, erwachen Menschen, Tiere und Pflanzen zum Leben und wenn sie wieder untergeht geht es überwiegend wieder in den Stillstand. Unser Alltag wird somit mehr von der Sonne bestimmt, als uns bewusst ist. Früher als es noch kein künstliches Licht gab, waren die Sonnenauf- und Untergangszeiten noch viel stärker im Bewusstsein der Menschen. Jetzt wo man durch künstliches Licht fast die Nacht zum Tag machen kann, habe ich das Gefühl, dass die Sonnenzeiten immer mehr aus dem Bewusstsein der Menschen verschwinden. 

Auch habe ich eigentlich noch nie den Verlauf des Sonnenauf- und –unterganges grafisch über das Jahr hinweg dargestellt gesehen - hier nachfolgend die von mir erstellte Grafik. Habe hier nicht nur die offiziellen Sonnenauf- und –untergangszeiten (also wenn die Sonne am Horizont auf- und wieder abtaucht) sondern auch die Dämmerungszeiten (strickpunktiert) dargestellt. Die Sprünge in den Kurven zeigen die Zeitumstellungen im Frühjahr und Herbst. Das 2. Diagramm zeigt die Tages- und Nachtlängen über das Jahr hinweg (ebenfalls auch mit Dämmerungszeiten).

Wie man bei genauer Betrachtung der Kurven erkennt und wie ja sicher schon vielen aufgefallen ist, sind die Hoch- und Tiefpunkte von Sonnenauf- und Sonnenuntergang nicht genau zeitgleich, sondern um mehrere Tage versetzt.

Besonders gravierend ist dies beim Sonnenauf- und -untergang im Winter und zwar geht hierbei zwischen dem 08.12. und dem 15.12. die Sonne bereits um 16:25 Uhr unter (Dämmerung um 17:04 Uhr) und dagegen ist der späteste Sonnenaufgang erst zwischen dem 27.12. und dem 04.01. um 08:33 Uhr (Dämmerung 7:54 Uhr). Somit ist der Hoch- und Tiefpunkt um 20 Tage versetzt. In der Mitte dieses Versatzes befindet sich die längste Nacht am 21.12., was als Winterbeginn definiert wurde.

Nicht so deutlich ist der Versatz beim Sonnenauf- und –untergang im Sommer. Hier geht die Sonne zwischen dem 11.06. und dem 21.06. um 5:17 Uhr am frühesten auf (Dämmerung um 04:31 Uhr) und zwischen dem 19.06. und 28.06. um 21:48 Uhr am spätesten unter (Dämmerung um 22:34 Uhr). Also, hier beträgt der Versatz nur 9 Tage und in der Mitte dieses Versatzes befindet sich der längste Tag am 21.06., was als Sommerbeginn definiert wurde.

Die offizielle Tag- und Nachtgleiche (der offizielle ungefähre Frühjahresbeginn) ist im Frühjahr am 17. März (Dämmerungs-Tag- und Nachtgleiche = 1. März) und im Herbst am 26.Oktober (der ungefähre Herbstbeginn) (Dämmerungs-Tag- und Nachtgleiche = 11. Oktober). 

Anhand der Gradienten dieser Kurven (Δy/Δx) sind somit auch die zeitlichen Veränderungen der Tageszeiten erkennbar. An den Hoch- und Tiefpunkten (Winter- und Sommerbeginn) gibt es keine Veränderungen der Tages- und Nachtzeiten. Aber dagegen an den Wendepunkten (Frühjahr- und Herbstbeginn) betragen die Tageszeitenveränderungen bis zu 3 Minuten.


31.12.2023: 3 Jahre – 3 Millionen: Habe jetzt wirklich etwas mehr als 3 Mio. Höhenmeter in 3 aufeinanderfolgenden Jahren gemacht. Hier auf 3 Seiten die Auswertungen dieser 3 Jahre. Im Jahr 2022 waren es nur 969.000, dafür waren es 2021  1.020.150 hm und 2023  1.041.500 hm, so dass es in Summe 3.030.650 hm bzw. 3.030,65 Höhenkilometer geworden sind. Klarerweise werden die Höhenmeter nur bergauf gezählt. Bergab habe ich entweder das Rad, die Ski oder die Beine benutzt, bin also nie mit der Bahn hinuntergefahren. Bei schlechtem Wetter ist es nämlich bergab oft unangenehmer als bergauf, vor allem wenn es beim Radfahren regnet und das ist leider in unserer Gegend gar nicht so selten der Fall. 

Keine Ahnung, ob jemand so etwas schon einmal gemacht hat – ich glaube eigentlich nicht. Klarerweise ist es kein offizieller (Welt)rekord, weil, dann müsste man die Daten alle mit GPS aufzeichnen und diese müssten dann von offizieller Seite überprüft werden. Denke aber, dass man beim Aufzeichnen auch schummeln, so dass dies dann auch wieder in Frage gestellt werden könnte. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein ehrlicher Mensch bin und dies ja nicht aufgrund eines Rekords gemacht habe, da, wie gesagt, so ein Rekord ohnehin nur inoffiziell sein kann. 

​Als Ziel setzen kann man sich so etwas eigentlich nicht. Man kann sich nämlich kaum vornehmen, 3 Jahre lange täglich im Durchschnitt 2.740 hm zu machen – dieser Berg „Arbeit“ ist wahrscheinlich für jeden zu hoch. Es gibt ja auch oft Schlechtwetter- oder manchmal auch Krankheitstage und dann muss man diese Ausfälle in den anderen Tagen kompensieren. Bei mir hat sich das im Laufe meines Sportlerlebens entwickelt. Habe ja schon vor 10 Jahren immer so um die 700.000 bis 750.000 hm im Jahr gemacht. 2018 bis 2020 waren es dann jeweils um die 800.000 hm. Dann denkt man sich naja, auf 1 Mio. ist es dann aber auch nicht mehr weit. Ein Unterschied ist es aber doch, immerhin sind 200.000 hm im Jahr, ca. 550 hm pro Tag mehr.

In meinen Auswertungen habe ich die 3 Jahre in verschiedenen Farben dargestellt. Anhand der Balkendiagramme erkennt man die krankheitsbedingten Ausfälle mit 0 Höhenmeter sehr gut. Z. B. im März 2022 hatte ich Corona und da konnte ich rd. 7 Tage gar keinen Sport machen. Manche Tage mit nahezu 0 Höhenmeter sind auch durch sehr schlechtes Wetter begründet. Interessant ist die Überschreitungsdauerlinie der Höhenmeter - hier sieht man, dass ich an über 150 Tagen im Jahr die 3000 hm pro Tag überschritten habe und an ca. 50 Tagen sogar die 4000 hm pro Tag. Anhand der Summenlinien erkennt man den Anstieg der Höhenmeterzunahme und dieser ist in den Sommermonaten stärker als in den Wintermonaten. Noch zu erwähnen ist, dass bei meinen 3 Jahren kein Schaltjahr dabei war, weil mit Schaltjahr hätte ich einen Tag mehr zur Verfügung gehabt.

Wenn man das neben der beruflichen Tätigkeit und sonstigen Verpflichtungen macht, braucht man natürlich ein sehr gutes Zeitmanagement und da ich tagsüber beruflich im Einsatz sein muss, muss der Sport zu den Tagesrandzeiten gemacht werden und oft ist es dabei vor allem zur Herbst- und Winterzeit finster und kalt, was natürlich manchmal nicht so lustig ist. Wenn man so ein tägliches Sportpensum einigermaßen angenehm und locker absolvieren will, darf man sich natürlich nicht hetzen lassen. Man muss diese Arbeit mit Geduld und quasi in der „Noch-Comfortzone“ absolvieren. 

Auch bin ich ja nicht mehr so schnell wie früher deshalb sind für 1000 hm rd. 1 h und 50 min. Zeitbedarf einschließlich Abfahrt bzw. Abstieg und auch Flach-Radfahrten notwendig. Bei den 2740 täglichen Höhenmetern ergeben sich somit ca. 5 h täglicher Sport und das sind in der Woche 35 h und im Monat 140 Stunden. Sonn- und Feiertage oder Ruhetage, wie in der Berufswelt gibt’s natürlich dabei nicht. Da es in der kalten und dunklen Jahreszeit oft schwierig ist auf 2740 täglichen Höhenmetern zu kommen, musste ich im Sommer oft täglich 6 Stunden Sport betreiben.

Sowohl physisch als auch psychisch braucht man dafür wahrscheinlich besondere Veranlagungen. Für mich als Leichtgewicht ist der Energieaufwand Höhenmeter zu machen, also potentielle Energie zu überwinden, natürlich etwas einfacher. Diese Energie ergibt sich mit E = m * g * h = Masse * Erdbeschleunigung * Höhe = (54 kg + Rad 8 kg) * 9,81 m/s² * 1000 m = 608.220 kg*m²/s² = Nm = Joule je 1000 hm.

Da ein Kilokalorie 4,186 Kilojoule entspricht, muss ich also für 1000 hm die Energie von 608 kJ / 4,186 kJ/kcal nur 145 kcal einsetzen bzw. verbrennen, was mit Ernährung ausgeglichen werden muss. Da die Bereitstellung dieser Energie im menschlichen Körper auch Energie benötigt (Verdauung usw.) muss man etwas mehr Nahrung zu sich nehmen, als für die Überwindung des Höhenunterschiedes. Der Grundumsatz um den menschlichen Körper auf „Betriebstemperatur“ zu halten, beträgt rd. 1 kcal pro Stunde x Körpergewicht, also bei mir dann 1 kcal * 24 h * 54 kg = 1.300 kcal/Tag. Für einen 100 kg schweren Mann beträgt der Grundumsatz hier schon 2.400 kcal/Tag und dieser müsste für die Überwindung von 1000 hm (bei einem ebenfalls 8 kg schweren Rad), schon 253 kcal einsetzen. Man sieht also, dass der Energieaufwand um 1000 hm zu überwinden von den meisten stark überschätzt wird. 

Mit diesen Zahlen vor Augen, erkennt man deutlich, dass sehr viele Menschen in unserer Wohlstandsgesellschaft viel zu viel Energie durch Essen und Trinken aufnehmen und sie brauchen sich deshalb nicht wundern, dass sie immer dicker werden. 30 Minuten gemütlich joggen bringen halt dann auch nicht den enormen Energieverbrauch. Diese Zahlen beweisen somit, dass meine Nahrungsmittelaufnahme nicht recht viel höher ist bzw. sein muss, als bei Menschen die sich wenig bewegen.  Nicht desto trotz, ist diese Art von körperlicher Betätigung gut vergleichbar mit schwerer körperlicher Arbeit wie Schaufeln oder schwere Dinge tragen und das ist für mich ein guter Ausgleich zu meiner Kopfarbeit im Beruf oder im Alltag. 

Die beide Tätigkeiten, also die Kopf- und die Körperarbeit, beeinflussen sich gegenseitig positiv. Nach der körperlichen Arbeit habe ich richtig Lust auf Kopfarbeit und umgekehrt und beide Tätigkeiten müssen fortwährend trainiert werden, um fit und gesund zu bleiben bzw. im Alter nicht „einzurosten“. Habe mir jedoch jetzt vorgenommen, das Leben altersbedingt etwas gemütlicher angehen zu lassen. Aber mein Lebensmotto „Leben = Bewegung = Freude“ werde ich aber trotzdem beibehalten.   


14.12.2023: Ländervergleich-Energie: Alle 8 Milliarden Menschen auf unserer Erde wollen ein schönes Leben haben und dazu ist viel Energie notwendig. Am einfachsten und billigsten ist es die Energie die unter der Erde lagert, hervor zu holen und zu verbrennen. Dieser Vorgang kann dann gemacht werden, wenn er auch benötigt wird. Im Gegensatz dazu kann Energie aus Sonne und Wind nur dann erzeugt werden, wenn die Sonne scheint und der Wind weht. So lange die Energiespeicherung kaum möglich ist (außer über Speicherseen, die will man aber nicht haben), wird man trotz dem enormen Ausbau von Sonnen- und Windenergie zweigleisig fahren müssen, d. h. das weiterhin andere Energieformen vorhanden sein müssen, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht (bin gespannt, wann das auch die Grünen endlich erkennen). Vor allem im Winter, wo die meiste Energie gebraucht wird, ist in den Industrienationen die Energieerzeugung aus der Sonnenstrahlung nur sehr eingeschränkt möglich (vgl. Eintrag am 29.07.2023). Viele der regenerativen Energieformen sind technisch sehr aufwendig und deshalb auch teuer. Teilweise muss, wie z. B. beim Wasserstoff, für die Umwandlung/Erzeugung mehr Energie hineingesteckt werden, als sie letztendlich bringt. Solche Energieformen können sich nur die reichen Länder bzw. reichen Menschen leisten. Reichtum beruht immer mehr auf "Nehmen" als "Geben" und immer wo es reiche Menschen gibt, wird es leider auch Ärmere geben müssen. So beruht z. B. der Reichtum der Industrienationen auf billige Ware und Rohstoffe sowie den billigen Arbeitskräften aus den ärmeren Ländern. 

Wenn man dies in Betracht zieht, wird wohl die Energie aus der Erde so lange entnommen, bis wirklich nichts mehr zu holen ist und dabei wird noch viel CO2 erzeugt und damit die Erderwärmung weiter steigen. Das werden auch die schönen Worte in den Klimakonferenzen nicht ändern. Trotz dieser ernüchternen Tatsachen, müssen wir in den reichen Ländern alles Mögliche unternehmen, unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten und mit gutem Beispiel voran gehen. Ich sehe dies als "Bezahlung" bzw. dies sind wir den ärmeren Ländern schuldig, dass wir zu den glücklichen Menschen gehören, die in den reichen Ländern geboren wurden. Wenn die reichen Länder ihren CO2-Ausstoß deutlich reduzieren könnten, dann besteht doch noch Hoffnung, dass die Erderwärmung nicht zur Katastrophe wird.

Um sehen zu können, welche Länder, die unterschiedlichen Energieformen in welchem Ausmaß verbrauchen und um einen Vergleich untereinander ziehen zu können, hat Arbeitskollege Hugo. G. diesen Ländervergleich erstellt (hauptsächlich entnommen aus: www.laenderdaten.info) und ich habe dann die Balkendiagramme gemacht.


12.11.2023: Machen Berge süchtig? Es gibt Menschen, die die Herausforderung suchen, sei es im Sport, im Berufsleben oder sonstwo. Der Bergsport bietet nicht nur sportliche Betätigung, sondern auch Naturerlebnisse und viele andere Herausforderungen. Durch regelmäßige Ausübung und gute psychische und physische Anlagen kann man, wie bei jeder Sportart, richtig gut, ob im Klettern, Skibergsteigen und Alpintouren, werden und bei solchen Touren sehr viel Lebensfreude und Lebensintensität erfahren. Die Leute, die sehr viel Zeit in den Bergern verbringen und auch besonders gut in der Ausübung des Bergsports werden, werden dann oft als Extrembergsteiger und (negativ) als „Bergsüchtige“ bezeichnet.

Die meisten Leute, die ja die Berge eher vom Fernsehen kennen und vielleicht mal eine Hüttenwanderung gemacht haben, können es nicht nachvollziehen, wie intensiv und schön so ein Bergtag mit einer besonderen Tour sein kann. Das man das dann immer wieder erleben möchte, liegt im Menschsein. Eine gewisse Gefahr ist damit immer im Spiel und diese zu meistern gehört auch zum Bergsport. Auch ist der Bergsport nicht selten mit weniger angenehmen Dingen, wie großer Anstrengung, Durchhaltevermögen, Gefahr, Geduld und auch Aushalten von schlechtem Wetter und Kälte, die alles andere als suchtauslösend sind, verbunden. Der Mensch sehnt sich daheim nach Abenteuer und wenn man dann mitten im Abenteuer steckt, sehnt er sich nach dem gemütlichen Zuhause. Auf dem Gipfel hat sich oft die Euphorie in Grenzen gehalten, weil noch der schwierige Abstieg oder die gefährliche Skiabfahrt bevorstand. Die schönsten Augenblicke im Bergsport habe ich erlebt, als die Tour wohlbehalten überstanden war und man mit den Kameraden nach der Tour im Auto bei der Heimfahrt oder in einer Gaststätte zusammengesessen ist und das Erlebte Revue passieren hat lassen.

M. E. durchleben die meisten „Bergsüchtigen“ eine so 10- bis 15-jährige Sturm- und Drangphase und dann begnügt man sich wieder mit einfacheren Zielen und legt seinen Lebensschwerpunkt wieder auf andere Dinge. Da man sich immer wieder den Gefahren aussetzen muss und manchmal auch viel Glück gehabt hat, wird man mit diesen Erfahrungen wieder etwas ruhiger und weiß auch wieder die einfacheren Dinge im Leben zu schätzen und blickt auf eine sehr schöne Zeit zurück. Deshalb bin ich der Meinung, dass man im Bergsport nicht von Bergsucht, sondern vielleicht besser von Bergleidenschaft sprechen sollte. Es ist gut, wenn jemand mit Leidenschaft etwas tut, weil nur dann kann man wirklich gut darin werden. Jeder Mensch sollte seine ihm gegebenen Talente und guten Anlagen finden und diese dann möglichst ausnützen und ausbauen - dies ist m. E. ein wesentlicher Lebenssinn. Der Mensch durchlebt verschiedene Lebensphasen und es ist gut, wenn diese Phasen nicht nur halbherzig, sondern mit Leidenschaft, Begeisterung und vielleicht auch manchmal mit Entbehrungen durchlebt werden. 

Ulrich Aufmuth hat sich in seinen Büchern "Zur Psychologie des Bergsteigens" und "Lebenshunger" in den 1990er-Jahren viele Gedanken über dieses Thema gemacht. Ich habe sie damals sehr gerne gelesen und jetzt wieder aus meinem Bücherregal hervorgeholt (die beiden Bücher sind gebraucht über das Internet zu erwerben). 

Der Alpenverein nimmt einige Male im Jahr Podcasts über aktuelle Bergthemen auf. Beim Thema Bergsucht wurde ich als "Bergsuchtkandidat" eingeladen, weil ich ja früher sehr viel in den Bergen unterwegs war und jetzt außergewöhnlich viele Höhenmeter mache - hier der LinkHinterher betrachtet, habe ich mich zu wenig auf dieses Thema vorbereitet - habe zu wenig rüber gebracht, was ich eigentlich sagen wollte. Aber irgendwie war es im Gespräch nicht so einfach, weil es ja doch ein recht abstraktes bzw. ein wenig greifbares Thema ist.





03.11.2023: Inflation: Nachfolgend eine Zusammenstellung der Inflationsraten in Österreich seit 1995. Darunter habe ich dann daraus die "Inflationsfaktoren" berechnet, also wieviel das Geld in den einzelnen vergangenen Jahren Wert war, wenn man das Jahr 2023 mit 1 ansetzt. Z. B. war das Geld im Jahre 1995 noch 1,87 und im Jahre 2010 noch 1,44 mal so viel Wert als heute.  


26.10.2023: Staatsschulden: Heute am Nationalfeiertag habe ich versucht wichtige Daten über das ziemlich undurchsichtige und komplexe Thema Staatsschulden zusammenzustellen. Da vor allem in den USA die Staatsschulden unvorstellbare Ausmaße annehmen, denkt man sich schon manchmal, kann das auf Dauer gut gehen. Ich bin so erzogen worden, dass Schuldenmachen grundsätzlich etwas Negatives ist. 

Unten im letzten Diagramm habe ich die Schuldenentwicklung in den USA bis 2060 für verschiedene Zinssätze berechnet. Wenn man bedenkt, dass der Dollar nach wie vor die "Weltwährung" ist und sich der Schuldenstand von derzeit 32 Billionen-€ bis 2050 (also in 27 Jahren) insbesondere aufgrund der Zinsbelastung auf ca. 100 Billionen-€ gesteigert hat, dann fragt man sich, wie soll der Staat diese hohe Zinsbelastung finanzieren können. Um dies zu schaffen, müsste auch das Wirtschaftswachstum ähnlich stark steigen und dies scheint mit den immer knapper werdenden Primärenergien und Ressourcen unmöglich zu sein.  

Die Staatsschulden vieler Länder werden im Internet öffentlich gemacht und auch einiges darüber erläutert. Zunächst eine Erklärung der Staatsschulden, die ich hier entnommen habe.:

Definition Staatsverschuldung: Die deutsche Staatsverschuldung meint die Gesamtverschuldung aller öffentlichen Haushalte. Sie setzt sich zusammen aus der Verschuldung von Bund, Länder, Gemeinden/Gemeindeverbänden und der Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte. Per Definition sind es Schulden, welche diese öffentlichen Haushalte beim "nicht-öffentlichen Bereich" haben, also bei Banken, Privatunternehmen oder sonstigen privaten Geldgebern im In-und Ausland.

Warum machen die Staaten Schulden? Dass Schulden und Wohlstand zusammen gehören, darüber herrscht unter Ökonomen Einigkeit. Kein Staat, kein Unternehmen, kein Privatmensch kann größere Investitionen immer aus eigener Tasche tätigen. Ohne Schulden gäbe es keine Investitionen und somit keine Zukunft. Reichen die üblichen Haushaltsmittel wie Steuereinnahmen nicht aus, dann borgt sich der Staat das Geld von Dritten aus. Er verschuldet sich also.Schulden für den Bau neuer Verkehrswege, Schulen oder Kommunikationsinfrastruktur gelten als gute Schulden, da sie eine Investition in die Zukunft sind. Sie machen - in der Theorie - nachfolgende Generationen sozusagen noch reicher und können später um ein Vielfaches wieder zurückgezahlt werden. Heikel gelten Schulden, die nur für Konsumzwecke gemacht werden. Ebenfalls als heikel gilt, wenn Schulden nur deshalb aufgenommen werden, um alte Schulden zu tilgen oder zu begleichen.

Wie funktioniert Staatsverschuldung? Das wichtigste Instrument hierfür sind Staatsanleihen. So nennt man Schuldverschreibungen, die ein Staat ausgibt. Dabei handelt es sich um Wertpapiere (auch Rentenpapiere genannt), die von Dritten gekauft werden. Das spült Geld in die Kasse des Staates. Diejenigen, die Anleihen kaufen, werden also Kreditgeber. Umgekehrt wird der Staat Kreditnehmer. Er hat also nun Schulden. Die Verschuldung des deutschen Staates läuft vor allem über Bundesanleihen, Kommunalanleihen oder Bundesschatzbriefe. Der Unterschied zwischen Anleihen und Schatzbriefen besteht darin, dass Anleihen auch vor Fälligkeit über die Börse gehandelt werden können. Sie unterliegen also einem Kursrisiko. Wie bei einem Kredit üblich, muss der Staat für das geliehene Geld einen Preis an den Geldgeber zahlen. Das ist der Zins. Deshalb nennt man Anleihen auch verzinste Wertpapiere. Der Staat ist verpflichtet, das Geld nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit an die Gläubiger zurück zu zahlen inklusive dieser Zinsen. Die Zinsen sind umso höher, je schlechter die Bonität, also die Zahlungsfähigkeit des betreffenden Staates eingeschätzt wird. Als Gläubiger hat man natürlich ein Interesse, nach Ende der Laufzeit das eingesetzte Geld inklusive Zinsen zurück zu bekommen, also dass der Staat nicht zahlungsunfähig wird. Um die Bonität einzuschätzen gibt es die sogenannten Ratings. Weltweit führend sind dabei die drei US-amerikanischen Rating-Agenturen Standard & Poor‘s (USA), Moody’s (USA) und Fitch (USA/UK). Deutschland erhält im abgestuften Bewertungssystem der Ausfallwahrscheinlichkeit von allen drei Agenturen die Bestbewertung „AAA“, meist gesprochen als „Triple A“.

Wo hat Deutschland Schulden? Jeder, der eine Bundesanleihe oder einen Bundesschatzbrief besitzt, gewährt im Prinzip einen Kredit und wird somit Gläubiger des deutschen Staates. Gläubiger kann jeder sein, Privatpersonen wie Banken oder institutionelle Anleger, im Ausland wie im Inland. Ein großer Teil der deutschen Schulden steht bei Banken zu Buche. Aber auch Zentralbanken, Lebensversicherer oder Pensionskassen halten große Positionen. Jeder dieser Gläubiger finanziert mit seinem Teil die deutsche Staatsverschuldung.


Statistiken und Diagramme: