Leben = Bewegung = Freude

Gedanken

 

15.05.2022: Regenwälder: Da der Klimawandel sehr eng mit unseren Regenwäldern verknüpft ist, möchte ich hier auf das Regenwaldportal von Dr. Tom Deutschle aus Hamburg verlinken. Absolut lesenswert, was er über dieses wichtige Thema zusammengetragen und ausführlich beschrieben hat. Unter diesem Link geht er auf Grundlegendes zum Ökosystem Regenwald ein. Die vielen Themen, die die Zerstörung des Regenwaldes betreffen, sind hier verlinkt. Diese gliedert er in 15 Kapiteln. Hier einzelne Informationen herauszugreifen ist kaum sinnvoll, weil eigentlich jedes Thema interessant und wichtig ist. Auf die Möglichkeiten den Regenwald zu schützen geht er auf dieser Seite ein.

 "Regenwaldschutz ist die einfachste Form für den Klimaschutz". Den Aufbau und das Betreiben einer solchen Webseite kann man nicht hoch genug schätzen. Er leistet hiermit einen wichtigen Beitrag für Leute die sich aufrichtig für den Klimaschutz interessieren und einsetzen. Vielen Dank und chapeau!


07.05.2022: Ukrainekrieg: Wenn man die Bilder aus der Ukraine, insbesonere aus dem inzwischen völlig zerbombten Mariupol sieht, kommen mir schon langsam Zweifel, ob der bisherige Weg der Waffenlieferungen für die Verteidigung der Ukriane der richtige Weg ist. Eine Lösung scheint mit dieser Verteidigungsstrategie jedenfalls nicht in Sicht zu sein. Immer mehr Städte werden total zerstört, es kommen dabei unschuldige Menschen ums Leben bzw. es werden Millionen Bürger zur Flucht gezwungen und eine Lösung auf Frieden scheint sich immer weiter zu entfernen. Deutlich wird dies z. B. auch durch die Äußerungen des Chefs der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, er schließt eine Zusammenarbeit mit Kremlchef Wladimir Putin nach Kriegende aus. "Jegliche Zusammenarbeit mit Putin ist unmöglich. Russlands Präsident hat sich von der zivilisierten Welt verabschiedet", sagte Heusgen den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am 07.05.2022 - vgl. hier.. 

Ich weiß nicht, was in den bisherigen "Friedensverhandlnungen" zwischen dem Westen und Russland gesprochen wurde, da wir aber nicht mehr wollen, dass so viele unschuldige Menschen unter dem Krieg leiden müssen sowie ganze Städte total zerstört werden, müssten wir m. E. wirklich einen Schritt entgegen gehen und Kompromissbereitschaft signalisieren und evtl. sogar darüber reden, was der Westen tun soll, um dieses Leid zu beenden. Wenn Putin dann wahrscheinlich in erster Linie die Kapitulation der Ukraine verlangt, dann könnte man verhandeln unter welchen Bedingungen dies zu bewerkstelligen wäre. Die erste Bedingung wäre selbstverständlich ein Waffenstillstand, was schon einmal ein ganz großer Schritt wäre, um das Leid zu beenden. Wenn dann die Kampfhandlungen eingestellt würden, wären Friedensverhandlungen m. E. viel rationaler, weil diese nicht mehr ständig von Horormeldundungen auf beiden Seiten beeinträchtigt werden. Wie jetzt der Krieg, würden sich die Verhandlungen wahrscheinlich auch lange hinziehen, aber immerhin muss dabei die Bevölkerung nicht mehr in Angst und Schrecken leben und es müssen keine Unschludige sterben. Putin hätte sicher auch Interesse, dass die Kampfhandlungen eingestellt werden, da diese ja offenbar nicht so verlaufen sind, wie er sich das vorgestellt hat.


05.05.2022: Impfnebenwirkungen: Allmählich lässt es sich nicht mehr verheimlichen, dass beträchtlich mehr Impfnebenwirkungen auftreten als bisher verharmlosend angegeben wurde - vgl. hier oder hier. Gemäß der Charite-Studie würden nach jeder 125. Impfung schwere Komplikationen auftreten - das wären bei 1000 Geimpften 8 Personen.

Als „schwere Nebenwirkungen“ gelten demnach Symptome, die über Wochen oder Monate anhalten und eine medizinische Behandlung erfordern. Konkret zählen dazu unter anderem Herzmuskelentzündungen, überschießende Reaktionen des Immunsystems oder neurologische Störungen, also Beeinträchtigungen des Nervensystems. Bei in Deutschland rd. 120 Mio. durchgeführten Impfungen würden davon rd. 1 Million Menschen betroffen sein, in Österreich wären es rd. 150.000. Die indirekten Impfnebenwirkungen, wie die Beeinträchtigung des Immunsystems durch die relativ dicht aufeinander folgenden Impfungen und in der Folge der größeren Gefahr in irgend einer anderen Weise krank zu werden, ist hierbei noch gar nicht erfasst.

In Deutschland hat die Diskussion um Impfschäden schon eine breitere Personengruppe erreicht, in Österreich offenbar noch nicht. Da sich die Politik und der Großteil der sog. Experten so für die Impfung und sogar für eine Impfpflicht starkt gemacht haben, wird dieses Problem so gut es geht verharmlost bzw. die gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf andere vermeintliche Ursachen abgewälzt (vgl. den Beitrag am 10.04.2022).


23.04.2022: Energiebilanz der Erde und Treibhauseffekt: Die uns auf der Erde zur Verfügung stehende Energie erhalten wir fast ausschließlich inform von elektromagnetischer Strahlung von unserer Sonne. Die Sonne strahlt aufgrund ihrer hohen Oberflächentemperatur von etwa 5.700° C hauptsächlich im kurzwelligen, sichtbaren Wellenlängenbereich. 

Global strahlt die Erde etwa die gleiche Leistung elektromagnetischer Energie zurück ins Weltall, die sie auch von der Sonne im Mittel empfängt, so dass ein stationärer Zustand vorhanden ist - vgl. wikipedia. Im der nachfolgenden Abbildung sind die wesentlichen Energieströme dargestellt:

Die nachfolgende Abbildung zeigt ein Beispiel einer Modellrechnung zur mittleren jährlichen Strahlungsbilanz der Erde:

Angetrieben werden die Wärmevorgänge an der Erdoberfläche und in der Atmosphäre von der Sonne. Die Stärke der Solarstrahlung in der Erdbahn wird als Solarkonstante bezeichnet und hat etwa einen Wert von 1367 W/m². Diese Leistung kann nach dem sog. Stefan-Boltzmann-Gesetz P = sigma * T^4 berechnet werden, indem man die vorhandene Solarstrahlung im Abstand der Erde zur Sonne ermittelt. Die Sonne strahlt kugelförmig aus und im Bereich der Erde beträgt die vorhandene Strahlung dann P = sigma * T^4 * Radius_Sonne^2 / Radius_Erdbahn^2 = 1.367 W/m². Mit der Stefan-Boltzmann-Konstante sigma = 5,67 * 10^(-8) Wm^(-2)K^(-4), dem Radius der Sonne = 696.340.000 m, dem Radius der Erdbahn = 150.000.000.000 m (150 Mio. Kilometer) und der Strahlungstemperatur der Sonne von 5.770 K.

Energiebilanzen werden mit einem Mittelwert der Einstrahlung auf die Erdoberfläche gerechnet: Die Erde erhält Solarstrahlung auf der Fläche des Erdquerschnitts pi * R² und hat eine Oberfläche von 4 * pi * R². Diese beiden Flächen haben ein Verhältnis von 1 : 4, d. h. gemittelt über die ganze Erdkugel erreicht eine Strahlung von 1367 / 4 = 341,3 W/m² die Oberfläche. Durch Wolken, Luft und Boden (vor allem Eis und Schnee) wird ein Anteil von etwa 30 % der eingestrahlten Sonnenenergie wieder in den Weltraum reflektiert – das sind etwa 102 W/m². Die restlichen 70 % werden absorbiert (78 W/m² von der Atmosphäre und 161 W/m² vom Boden) – das sind zusammen 239 W/m². Würde der Erdboden nur von einer Strahlung in Höhe von 239 W/m² bestrahlt, so würde die Erdoberfläche im Mittel eine Temperatur von etwa −18 °C annehmen, wenn sich die Wärme gleichmäßig über die Erde verteilen würde.

Diese -18 °C lassen sich nach dem o. g. Stefan-Boltzmann-Gesetz P = A*sigma*T^4 einfach berechnen (vgl. wikipedia) mit P = Leistung, und A = Fläche,

Die Erde hat eine Albedo (Rückstrahlvermögen) von 0,3, d. h. 30 % der einfallenden Strahlung wird reflektiert. Die wirksame Strahlung Pw ist also (1 - 0,3) * P und die Gleichung für das Strahlungsgleichgewicht der Erde ohne Atmosphäre wird zu: (1 - 0,3) * P = A*sigma*T^4, umgestellt nach T ergibt sich und mit den Parametern des Planeten Erde (mit der Fläche A = 1, da pro m²):

Aber es gibt eine weitere Bestrahlung durch die aufgeheizten Treibhausgase mit 333 W/m², die sog. atmosphärische Gegenstrahlung. Damit absorbiert die Erdoberfläche insgesamt 161 W/m² + 333 W/m² = 494 W/m². Mit dieser Strahlungsleistung ergibt sich die auf unser Erde vorhandene mittlere Erdoberflächentemperatur unter der Atmosphäre von +14 °C. Die Differenz zwischen den -18 °C und den +14 °C, also 32 °C, wird dem Treibhauseffekt zugeschrieben.

Eine sehr schöne Erklärung des Treibhauseffektes findet man bei wikipedia: "Der Treibhauseffekt ist die Wirkung von Treibhausgasen wie Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid, Methan und Ozon in einer Atmosphäre auf die Temperatur der Planetenoberfläche wie die der Erde. Er bewirkt dort eine Temperaturerhöhung. Der Effekt entsteht dadurch, dass die Atmosphäre weitgehend transparent für die von der Sonne ankommende kurzwellige Strahlung ist, jedoch wenig transparent für die langwellige Infrarotstrahlung, die von der warmen Erdoberfläche und von der erwärmten Luft emittiert wird. Die Analogie zwischen dem atmosphärischen Treibhauseffekt und einem Gewächshaus besteht in der Gemeinsamkeit, dass Licht nahezu ungehindert in das System eindringt, während die daraus entstehende Wärme das System weniger leicht verlassen kann. Je stärker der Wärmefluss nach draußen gedämmt wird, desto höher steigt im Inneren die Temperatur, bis ein Gleichgewicht zwischen umgewandelter Lichtenergie und Wärmeverlust erreicht wird".

Der größte Teil des Treibhauseffekts wird mit einem Anteil von ca. 36 – 70 % (ohne Berücksichtigung der Effekte der Wolken) durch Wasserdampf in der Atmosphäre verursacht. Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre trägt ca. 9 – 26 % zum Treibhauseffekt bei, Methan ca. 4 – 9 % und troposphärisches Ozon ca. 3 – 7 %.

Als anthropogener Treibhauseffekt wird die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts durch menschliche Aktivitäten bezeichnet. Dieser resultiert vor allem aus der Freisetzung verschiedener Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (N2O) und troposphärischem Ozon (O3). Seine Folge ist die Globale Erwärmung, d. h. ein Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur der Erde im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten. Er ist besonders stark mit ca. 0,2 Grad Celsius pro Dekade in den letzten 50 Jahren zu beobachten gewesen. 

Im Gegensatz zu den auf geologischen Zeitskalen stattfindenden natürlichen Klimaveränderungen, läuft der anthropogene Klimawandel in extrem kurzer Zeit ab. Neueren Studien zufolge vollzieht sich die gegenwärtig zu beobachtende Freisetzung von Kohlendioxid rascher als in allen bekannten Erwärmungsphasen der letzten 66 Millionen Jahre. Das gleiche gilt für die gegenwärtig beobachtete Rate der Temperaturveränderung. Die globale Erwärmung von der letzten Eiszeit zur heutigen Warmzeit war eine Erwärmung um etwa ein Grad pro 1000 Jahre. Die Erhöhung der Treibhausgaskonzentration seit der Industrialisierung führte zu einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um ca. 1,1 Grad (Referenzzeitraum 1850–1900). Die bei einem „business as usual“-Szenario (repräsentativer Konzentrationspfad RCP 8.5) wahrscheinlichste zukünftige Temperaturerhöhung von ca. 5 °C bis 2100 würde sogar mit einer Geschwindigkeit von 5 °C/100 Jahre ablaufen - vgl. folgende Abbildung mit dem Verlauf der CO2-Konzentration im Laufe der Zeit (siehe wikipedia).



10. u. 12.04.2022: Impfnebenwirkungen: Manfred hat mich auf diesen, am 07.04.2022 erschienen Artikel in der Berliner Zeitung über Impfnebenwirkungen aufmerksam gemacht. Es gibt offenbar eine Vielzahl, gerade auch jüngere Patienten, die nach einer Impfung long covid Symptome entwickeln. Gewundert hat mich, dass im Deutschen Bundestag nur rd. 1/3 für die Impfpflicht gestimmt haben und der Gesetzentwurf damit gescheitert ist. Vor ein paar Wochen und Monaten hat es in Deutschland noch ganz anders ausgeschaut. Warum ist die Stimmung umgeschwenkt? Wissen die vielleicht mehr als wir?

Eigentlich ist es schon der Wahnsinn, dass man ein Medikament/Impfstoff innerhalb nur eines Jahres zugelassen hat, wo andere teils einen jahrzentelangen Prozess durchlaufen müssen, insbesondere da wir über die Covid-Infektion noch so wenig wissen. Der entscheidende Aspekt ist aber, dass herkömmliche Medikamte nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung verabreicht wird, aber dieser neue Impfstoff fast der gesamten Weltbevölkerung "eingeimpft" (eingeredet) wurde. Die negativen Auswirkungen und Schäden können damit um viele Potenzen größer sein, als bei herkömmtlichen Medikamenten. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die negativen Auswirkungen dieser Impfung in Grenzen halten. Die Wirkung der Impfung selbst ist jedenfalls sehr zweifelhaft (vgl. Eintrag vom 21.02.2022). Aber wenigstens BioNTech hat im Vorjahr 10 Milliarden Euro Gewinn gemacht - siehe hier. Der Gewinn von Pfizer wird wahrscheinlich ein Vielfaches davon sein - Geld regiert die Welt. Es gibt viele die wegen Corona und noch mehr, die wegen der Maßnahmen sehr große Einschränkungen und Entbehrungen erfahren (haben), aber es gibt auch viele die die Milliarden von Euro an Geldern gewinnbringend bekommen haben.

Nachfolgend ein Kommentar zum oben verlinkten Artikel "Impfnebenwirkungen" von meinem Freund Manfred:

Ein Problem bei der mRNA Impftechnik (Antikörperspiegel) ist, dass diese dem Körper langfristig und unnatürlicherweise eine Erkrankgung vorgaukelt. Teile des Immunsystem (z.B. Killerzellen) sind fortlaufend damit beschäftigt, diese Antikörper abzubauen/zu vernichten. Dies stellt offensichtlich eine hohe Belastung des Immunsystems dar; diese Kapazitäten fehlen in der Bekämpfung anderer Krankheiten. (vgl. Punkt 7 Nutzen/Risiko Analyse - Eintrag am 21.02.2022). 

Das Gerede von unbekannten Gründen und Effekten im Immunsystem klingt nach einer Verschleierungstaktik. Das man von keinem direkten Schaden der Impfung spricht, ist allenfalls eine juristische Spitzfindigkeit. Um den Nimbus der Unschädlichkeit der Impfung hochzuhalten, nennt man Krankheitsfälle auch Adverse Events. Man tut Alles, um das wahre Ausmaß der Langfristschäden der Impfung zu verschleiern:

 -  ein Arzt muss bei einem potentiellen Impfschaden überhaupt erstmal einen Zusammenhang zur Impfung sehen (wollen) und dies dem PEI melden. Vom PEI wird vorgegeben, welche Symptomatik vorliegen muss. Welcher Arzt wird aber z.B. bei einem neu auftretenden, unerklärlichen Krebsfall oder der Verschlechterung eines Krankheitsbildes eine Meldung abgeben? 

 -  das für die Anerkennung zuständige PEI verlangt dann einen zweifelsfreien Beweis zur Anerkennung des Impfschadens. Das ist in der Praxis quasi unmöglich. Der Mensch ist keine mathematische Gleichung.

-   durch die sog. Experten (z.B. PEI) werden willkürliche Festlegungen getroffen, für die aber kein Beweis erbracht wird:

-   Schäden, die nach einer Infektion (auch einer völlig symptomlosen) auftreten, werden pauschal dem Virus zugeordnet (long covid)

-  beim Vorliegen einer Vorerkrankung und sei es nur eines (vor der Impfung absolut symptomlosen) Gendefektes, wird die Ursache der Schäden darin gesehen

Deshalb hat die im Artikel genannte Uniklinik mit jüngeren, bisher infektionslosen Patienten zu tun, bei denen noch keine Vorerkrankungen bekannt sind. Die Aufgabe der Klinik besteht darin, eine (zumindest theoretische) Ursache zu finden, auf das man die Schäden/Probleme der Patienten schieben kann. Selbstverständlich muss dazu dann kein zweifelsfreier Beweis erbracht werden, es genügt die Meinung des Experten. Dies erweckt den Eindruck, dass nicht sein kann, was nicht sein sein darf.

Das Geschwurbel von plötzlich demaskierten Krankheiten sagt eigentlich alles. Die Frage im Interview: "Ist das nicht auffällig, wenn so viele Betroffene nach einer Impfung kommen mit plötzlich demaskierten Krankheiten?" ist für mich überhaupt nicht hinreichend beantwortet. Es wird vielmehr offensichtlich alles getan, damit möglichst wenige Verdachtsfälle auftreten und für diese dann ein in der Praxis nicht zu erbringender Beweis verlangt. Eine dermaßen voreingenommene Haltung hat mit seriöser, unabhängiger Wissenschaft nichts zu tun. 

Übrigens wurde die medizinische Tatsache, dass es sich um ein mutationsfreudiges RNA-Virus handelt, auch lange verschwiegen. Damit wurde zu Beginn die Illusion erzeugt, dass mit einem Piks das Problem gelöst sei.  Auch das hatte mit seriöser Wissenschaft nichts zu tun. Die willkürlichen Festlegeungen und einseitige Posiitionierung der verantwortlichen Experten besteht eben seit Beginn der Pandemie (Todeszahlen: an und mit Corona gestorben). Insgesamt dürften die Impfschäden in der Realität in die Huntertausende gehen und teilweise haben die Patienten wie im Artikel geschrieben eine Odyssee hinter sich. Kritisch sollte man auch einmal die vielen plötzlichen Herztode, von denen wir beinahe täglich lesen können, hinterfragen.


03.04.2022: Gas ist nicht gleich Gas: Da jetzt Gas, durch die Abhängigkeit von Russland, in aller Munde ist; jedoch nirgends erklärt wird, das Gas nicht gleich Gas ist, möchte ich nachfolgend darauf eingehen. 

Grundsätzlich gibt es 2 verschiedene Gase, nämlich das Erdgas und das Flüssiggas. Bei der Förderung von Erdgas (Methan (CH4), das ist das Gas, was auch die Kühe "produzieren"), fallen als Nebenprodukt die Kohlenwasserstoffe Propan (C3H8) und Butan (C4H10) an und diese sind gemeint, wenn von Flüssiggas oder LPG (Liquefied Petroleum Gas) die Rede ist. Beide Gase, also das Erdgas (CH4) und das Propan (C3H8) bzw. Butan (C4H10) eignen sich zum Heizen, zum Kochen und zur Warmwasseraufbereitung. 

Das Flüssiggas, das aus den USA oder auch aus den arabischen Ländern in den Schiffen nach Europa transportiert wird, ist jedoch nicht das oben erwähnte LPG, sondern "verflüssigtes Erdgas (Methan CH4)", genannt LNG - „Liquified Natural Gas“. Erdgas-Förderländer auf der ganzen Welt verflüssigen ihr Erdgas, so dass es sich per Schiff in großen Mengen und weite Strecken exportieren lässt. 

Das Besondere an dem herkömmlichen Flüssiggas (LPG) ist, dass es bei Raumtemperatur bereits unter leicht erhöhtem Druck von sechs oder acht bar in den flüssigen Aggregatzustand über geht. Dabei verliert es an Volumen und lässt sich so besonders gut in Flaschen oder Tanks transportieren und lagern. Im Gegensatz dazu verflüssigt sich das Erdgas (Methan CH4) erst bei circa 200 bar oder bei extrem niedrigen Temperaturen von -160 °C und dabei verringert sich sein Volumen um das 600-fache. Dieser Umwandlungsprozess ist jedoch sehr aufwändig. Aber auch die Rückumwandlung des Erdgases vom flüssigen in den gasförmigen Zustand (die sog. Regasifizierung), so dass es über Pipelines transportiert werden kann, ist ebenfalls sehr aufwändig. Für die Regasifizierung brauchts es technische Einrichtungen, die sog. Terminals. Hier eine Karte, warauf die in Europa vorhandenen Terminals eingezeichnet sind. In Deutschland und Österreich gibt es bisher keine. 

Ein weiterer Begriff, der vielen nicht ganz klar ist, ist das Hydraulic Fracturing oder kurz Fracking (von englisch to fracture ‚aufbrechen‘, ‚aufreißen‘) - vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulic_Fracturing. Dies ist eine Methode zur Erzeugung, Weitung und Stabilisierung von Rissen im Gestein einer Lagerstätte im tiefen Untergrund mit dem Ziel, die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Lagerstättengesteine zu erhöhen. Dadurch können darin befindliche Gase oder Flüssigkeiten leichter und beständiger zur Bohrung fließen und gewonnen werden. Mittels Fracking wird oftmals Erdgas gewonnen. Wer sich darüber genauer informieren möchte, findet bei Wikipedia im o. g. Link alles in vollster Ausführlichkeit.

Seit den 1990er Jahren wird Fracking zunehmend zur Förderung fossiler Kohlenwasserstoffe aus sogenannten unkonventionellen Öl- und Gaslagerstätten mit geringporösen Lagerstättengesteinen eingesetzt. „Fracken“ basiert auf mehreren Horizontalbohrungen innerhalb der Lagerstätten. Jedes Bohrloch wird einzeln gefrackt und dabei seismisch überwacht, um die Rissausbreitung über das Druckniveau steuern zu können. Die Technik selbst stammt aus den 1940er Jahren, 1949 wurde sie erstmals kommerziell angewendet. Seit der deutlichen Preissteigerung bei Öl und Gas wird zunehmend (z. B. 90 % aller Gasbohrungen der USA) gefrackt. In Deutschland ist Fracking nicht erlaubt.

Gestern stand dieser gute Leserbrief in der TT. M. E. beinhaltet er aber 2 Fehler. Der erste spielt keine große Rolle, da der Anteil des russischen Gases 55 % vom deutschen Verbrauch (87 Milliarden Kubikmeter) beträgt, sind das 47,8 Milliarden m³ (und nicht 39,15 Milliarden).

Der zweite Fehler macht sich schon mehr bemerkbar. Da der deutsche Gasverbrauch mit 87 Milliarden Kubikmeter eine erdgasspezifische Angabe ist, aber des US-Fracking-Erdgas (LNG) durch die enorme Druckerhöhung bzw. die Runterkühlung auf -160° eine 600-fache Volumenreduzierung erfährt, reduziert sich das Volumen auf den Tankern, wenn der russische Anteil durch das US-Fracking-Gas ersetzt werden soll, von 47,8 Milliarden m³ auf 47,8 / 600 = 80 Millionen m³. Bei einer mittleren Ladekapazität auf den Tankern von rd. 140.000 m³, ergeben sich damit 80.000.000 m³ / 140.000 m³ = 571 Tankerfahrten pro Jahr. Damit würden die jährlichen Betriebsstunden mit den leeren Rückfahrten 571 * 300 h = 171.300 h betragen.

Bei einem 24-Stunden Schwerölverbrauch von 3.389 Tonnen ergibt sich somit ein Schwerölbedarf pro Jahr von 171.300 h / 24 h * 3.389 t = 24.189.000 t = 24,2 Millionen t. D. h. für 47,8 Milliarden m³ russisches Erdgas müssen für das entsprechende US-Fracking-Gas für den Transport 24,2 Millionen t Schweröl verbrannt werden.

Österreich verbraucht jährlich ca. 8,5 Milliarden m³ Erdgas, wobei es ca. 80 % aus Russland bezieht. Die gesamte EU kauft aus Russland jährlich insgesamt rd. 170 Milliarden m³ Erdgas und der gesamte EU-Erdgasverbrauch beträgt jährlich rd. 400 Milliarden m³.

Genaue Berechnungen sind mir nicht bekannt, aber m. E. ist das US-Fracking-Erdgas beträchtlich klimabelastender, als Erdgas, das herkömmlich gasförmig über Pipelines transportiert wird. Im Wesentlichen handelt es sich beim Fracking-Gas um folgende klimaschädliche Einflüsse:

  • aufwendige Gewinnung aus dem Erdinneren (Fracking-Methode)
  • die Umweltgefahren bei der Gewinnung
  • Energiebedarf beim Runterkühlen auf -160° und Erzeugung des LNG
  • Schifftransport des LNG über sehr große Entfernungen
  • Bau von Terminals für die Regasifizierung
  • die Regasifizierung selbst

Erst seit dem die Großhandelspreise für Energie in Europa in den letzen Monaten so eklatant gestiegen sind, lohnt sich für die USA der Export ihres Erdgases mittels den Schiffen, trotz des enormen Aufwands mit der Verflüssigung und der anschließenden Regasifizierung. Von daher ist es naheliegend, dass die USA so gegen der Eröffnung von Northstream 2 eingetreten ist. Erst jetzt mit dem Ukraine-Krieg erkennen wir, welche Nachteile unsere Abhängigkeit vom russischen Erdgas für uns hat. Aber der Import von US-Fracking-Gas ist alles andere als eine befriedigende Alternative. Wenn aber Putin wirklich dazu gebracht werden könnte den Krieg zu beenden, wenn die EU kein Gas mehr aus Russland bezieht, wäre das m. E. trotzdem überlegenswert (immerhin überweist die EU täglich ca. 600 Mio. Euro nach Russland). Allerdings ist es wegen der fehlenden Terminals nur ziemlich beschränkt kurzfristig einsetzbar.

In den meisten europäischen Ländern ist der Ausstieg aus der fossilen bzw. der atomaren Energiegewinnung kaum möglich, da diese fast nur durch Wind- und Photovoltaikanlagen (oder durch Atomkraft) ersetzt werden kann und hierfür sehr viele Anlagen bzw. utopisch große Flächen erforderlich wären (vgl. meinen Eintrag vom 04.03.2022). Die Dümmsten in Europa sind allerdings wir Österreicher, denn wir lassen noch riesige Wassereinzugsgebiete ungenutzt abfließen, wie z. B. einen Großteil der Ötztaler Alpen mit einer Fläche von rd. 280 km²  und einer durchschnittlichen Höhenlage von 2.850 m. Daraus könnten wir sauberste und zugleich speicherungsfähige Stromenergie erzeugen. Die Speicherseen sind ökologische Batterien, die dann aktiviert werden, wenn Strom gebraucht wird. Mit Pumpspeicherkraftwerken kann man sogar mit dem oftmals im Netz vorhandenen nicht gebrauchten Strom Wasser vom unteren in den oberen Speicher hinaufpumpen und bei Strombedarf wieder turbinieren und Strom erzeugen. Da die Klima- und Umweltbelastung von Wasserkraftanlagen gegenüber einer Energiegewinnung mittles fossilen Brennstoffen verschwindend gering ist, ist für mich völlig unverständlich, dass sog. "Ökologen" gegen diese Energienutzung sein können - noch dazu, da wir viele Ausgleichsmaßnahmen schaffen.


31.03.2022: Für Nietzsche war der "Wille zur Macht" das für den Menschen und für die Natur bestimmende Prinzip (1886 - Jenseits von Gut und Böse). Wenn man die Menscheitsgeschichte revue passieren lässt, wird Nietzsche nicht so unrecht gehabt haben. Allerdings macht eine Erziehung mit hohen humanistischen Werten und das Lesen ethisch wertvoller Bücher aus uns tolerante und soziale Menschen mit gegenseitigem Respekt. Doch wieviele haben wirklich die Chance mit solchen Werten aufzuwachsen. Der Kapitalismus trägt dann zusätzlich noch dazu bei, unseren Egoismus zu fördern, weil ohne diesen gerät man in unserer Gesellschaft auch leicht mal ins Hintertreffen. So wundert es nicht, dass es als Spitze des Eisberges solche Menschen wie Putin gibt.  

Über unsere Welt und die Hoffnung nach Frieden haben viele Liedermacher auch schon früher nachgedacht. Georg Danzer († 21.06.2007)  1981 mit Frieden, Reinhard Mey bei einem Liveauftritt 1994 ebenfalls mit Frieden oder mit Die Waffen nieder oder mit einem der schönsten Lieder überhaupt Liebe ist alles. Hier Hausboot mit Lied vom Frieden und Reinhard Fendrich 2016 mit Frieden oder von Pete Seeger († 27.01.2014) Where Have All the Flowers Gone und von den Dire Straits 1985 mit Brothers in Arms. Hier noch Johannes Oerding 2017 mit Weiße Tauben und mit Blinde Passagiere - sehr schön.


27.03.2022: Autofahren ist halt doch noch das Schönste im Leben, oder? Ich habe ja schon vor 30 Jahren mit meinem Opa diskutiert, warum er eigentlich so stolz auf sein Auto ist. Schon damals war für mich die Erfindung des Verbrennungsmotors so ziemlich die fragwürdigste "Errungenschaft" der Menschheit. Das Thema Umweltschutz war nämlich Ende des letzten Jahrtausends bereits ein Thema. Klar, bewusst war es damals weniger Leuten wie heute, aber wenn wir ehrlich sind, ist es den Meisten auch heute noch kaum bewusst.  

Meinen Opa habe ich damals verstanden. Er war im Krieg an vorderster Front und überlebte diesen nur mit viel Glück. 3 seiner Brüder sind, unter anderem in Stalingrad, gefallen. Der ganze Wideraufbau war dann für diese Generation ebenfalls schwierig, aber es ging voran und wenn man sich dann noch ein Auto leisten konnte, wo man fast überall hinfahren konnte, war das wunderbar. Die Autos von damals waren natürlich nicht vergleichbar mit den heutigen "Hightech-Vehicles". Früher war es in erster Linie ein Mittel um von A nach B zu kommen und die PS waren gerade für die Fortbewegung ausreichend konzipiert. 

Heutzutage ist das Auto zwar immer noch ein Fortbewegungsmittel, aber eigentlich in erster Linie ein Showobjekt zur Selbstdarstellung. 200 PS müssen es mindestens sein und von 0 auf 100 darf man nur wenige Sekunden brauchen. Klimaschutz ist da völlig nebensächlich, wichtig ist zu zeigen, mit welchen tollen Auto man durch die Gegend fährt. 

Mit der Hoffnung, dass sich doch der eine oder andere überlegt, statt mit dem Auto mit dem e-bike zur Arbeit zu fahren, freue ich mich immer wenn die Spritpreise steigen. Jetzt mit den höheren Preisen, wäre mir allerdings nicht aufgefallen, dass etwas weniger gefahren wird. Das e-bike wird weiterhin nur benutzt, um auf die Alm zu fahren, um zu zeigen wie sportlich man ist und mit dem Auto bei schönstem Wetter ein paar Kilometer zur Arbeit. 

Die EU hat in den letzten Jahren verschiedene Vorgaben bezüglich Energieeinsparung eingeführt, z. B. Ende der Glühbirnen, reduzierter Stromverbrauch von Elektrogeräten usw. Das Auto wird allerdings wie eine heilige Kuh behandelt. Wahnsinn, was man hier einsparen könnte, wenn nur mehr Autos mit einer gewissen Watt-Anzahl und einem beschränkten Sprit - bzw. Energieverbrauch zugelassen werden dürften. Jetzt wo man sieht, wie abhängig wir von Russland und der Welt bezüglich Öl und Gas sind, wäre es doppelt und dreifach wichtig, hier endlich einschränkend tätig zu werden.


07.03.2022: I have a dream: Hm, ich hätte noch mehr Musik, die Putin dazu bringen würde sofort den Befehl zum Rückzug zu geben. Anstatt zu reden, wäre es besser ihm das vorzuspielen. Mag sein, dass ich ein Träumer bin, aber gerade so jemand wie er, der den Mitmenschen so viel Leid zufügt, wird bei so einer hohen Kunst mit der Stimme eines Engels, erst recht tief berührt und versteht vielleicht über diesen Weg, wie widerwärtig sein handeln ist und dass es im Leben schönere Dinge gibt als Macht und Geld. Hier der Eintrag aus dem Ordner "Musik":

Die Stimme von Eva Cassidy († 02.11.1996) muss man einfach lieben. Ich weiß, dass Musik sehr individuell ist, aber bei Eva kann ich eigentlich nicht verstehen, wie jemand bei diesen Liedern, wenn sie so gesungen werden, nicht eintauchen und träumen kann. Ganz schlimm, sie starb mit nur 33 Jahren an Melanom (Hautkrebs) - wie meine süße kleine Nichte mit nur 2 Jahren. Eva's Interpretationen vieler Klassiker übertreffen meistens das Original. Hier ein paar Beispiele: Fields of Gold, Nightbird, Autumn LeavesWade in the Water, Yesterday, Imagine, Bridge Over Troubled Water, People Get Ready, Ain't No Sunshine, Time After TimeWayfaring Stranger - besser Singen geht nichtHier noch ein Auftritt 2 Monate vor ihrem Tod mit What A Wonderful World - so schön wie von Eva ge- und besungen könnte unsere Welt sein - ist sie aber leider nicht.


04.03.2022: "Energiewende": Trotz den uns allen sehr betroffen machenden Vorgängen um Russland und der Ukraine, möchte ich hier auf das Energiethema etwas eingehen. Der Krieg beeinflusst aber auch dieses Thema, da auch Österreich viel Gas aus Russland bezieht und wie diese Statistik kürzlich in der TT zeigt, wird in Österreich immer noch viel mit Fernwärme (hauptsächlich Erdgas) geheizt. Noch scheint das Gas aus Russland durch die Pipelines zu strömen - aber wie lange noch? 

Wer sich über die Energiewende umfangreich informieren möchte, der braucht sich nur bei wikipedia einklicken, hier steht fast alles darüber. Ist schon faszinierend, was sich nun seit 20 Jahren bei wikipedia für eine Enzyklopädie aufgebaut hat - davon konnte der Brokhaus nur träumen. Dieses wikipedia ist für mich eine der größten Errungenschaften im www. 

Allerdings vermisse ich Gegenüberstellungen und Vergleichrechnungen, wieviel erneuerbare Energieträger, wie z. B. über Photovoltaik oder Windkraft, erforderlich sind, um ein Atom- oder Kohlekraftwerk still legen zu können. Deutschland hat sich ja nach Fokushima dazu entschlossen, alle Atomkraftwerke bis 2022 abzustellen. Glaube aber kaum dass das möglich sein wird, solange kein Ersatz vorhanden ist - siehe z. B. hier

Wenn man z. B. das Kernkraftwerk Isar 2 in Bayern (eines der größten - siehe) mit rd. 1.400 MW Leistung und einer Jahresproduktion von rd. 12.000 GWh durch Photovoltaik ersetzen will, dann bräuchte es folgende Anzahl von PV-Aufdachanlagen:

Für 1 kW bzw. 1 kWp (Kilowattpeak) werden ca. 5,5 m² Fläche benötigt. In unseren Breitengraden gehen sich bei einer PV-Anlage ca. 900 Volllaststunden aus – also pro Tag über den gesamten Jahresverlauf somit 900 h / 365 d = 2,5 h/Tag (damit ist auch eingerechnet, dass wenn Wolken die Sonne abdecken die Leistung nur mehr höchstens 30 % beträgt). Somit erzeugt eine PV-Anlage mit 10 kWp (das wären ca. 55 m²) pro Jahr 10 kWp * 900 h = 9.000 kWh oder 9 MWh oder 0,009 GWh. 

Somit wären 12.000 GWh / 0,009 GWh = 1.333.333 PV-Aufdachanlagen mit 55 m² Fläche erforderlich. Die Gesamtfläche beläuft sich dann auf 73,3 Mio m². Das wäre ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 8.563 m, also 8,56 km. Oder in Fußballplätzen mit 95 m Länge und 65 m Breite, also einer Fläche von 6175 m², ausgedrückt, wären das 11.876 Stück. Wahrscheinlich müssten nahezu sämtliche Dachflächen in Österreich mit PV-Anlagen abdeckt werden (wobei die die zur Nordseite hin ausgerichtet sind, so gut wie gar nichts bringen).

Wenn man Isar 2 durch Windkraftanlagen ersetzen möchte, dann sieht es folgendermaßen aus: Die neueren Windkraftanlagen haben eine Leistung von 2,5 MW. Die Volllaststunden auf dem Land bei günstigen Standorten liegen so im Mittel bei 1750 Stunden. Eine Windkraftanlage erzeugt dann jährlich 2,5 MW * 1750 h = 4375 MWh oder 4,375 GWh. Demnach müssten 12.000 GWh / 4,375 GWh = 2743 Windräder mit 2,5 MW Leistung errichtet werden. 

Hm, Wind und Sonne stehen aber nur zu bestimmten Zeiten zur Verfügung und oft halt nicht, wenn man dringend Strom braucht. PV-Anlagen produzieren den Hauptanteil im Sommer, wo aber viel weniger Strom gebraucht wird als zur kalten Jahreszeit. Wenn im Sommer die Überschussenergie ins Netz eingespeist wird, ist das einerseits eine sehr große Belastung für das Stromnetz und andererseits wird dieser Strom gar nicht benötigt - also wohin damit?

Kosten und Energieverbrauch für die Errichtung dieser Anlagen sind ebenfalls enorm. Für die 1,33 Mio PV-Aufdachanlagen bräuchte man eine riesige Menge an Silizium, das ja dazu dient die Sonnenenergie in elektrischen Strom umzuwandeln. Da die PV-Anlagen nicht ewig halten, wäre die Entsorgung ein weiterer großer Faktor.  

Länder wie China und Indien mit jeweils 1,4 Milliarden Menschen unternehmen alles, um den "Wohlstand" im Westen zu erreichen. Der Energieverbrauch nimmt weltweit unaufhörlich zu. Aber auch bei uns in Europa kann der Energiebedarf nicht gebremst werden - im Gegenteil.   

Wenn man sich dies alles vor Augen hält, sind wir von der "Energiewende" noch sehr weit entfernt und ob überhaupt der Energieverbrauch so abgebremst werden kann, dass wir wirklich hauptsächlich von erneuerbaren Energieträgern leben können, wage ich angesichts dieser Tatsachen zu bezweifeln. Hier eine Seite mit sehr aufschlussreichen Zusammenstellungen. Förderung, Handel, Verbrauch und Energieintensität werden für Gesamtenergie, Kohle, Rohöl, Ölprodukte, Erdgas, Elektrizität, erneuerbare Energien und CO2 in Balkendiagrammen (etwas weiter nach unten scrollen) immer jeweils ab 1990 dargestellt.


27.02.2022: Hm, wenn Putin diese Musik von Van Morrison hören und dabei die Bilder von unserer wundschönen Erde betrachten würde, dann würde er vielleicht zur Besinnung kommen. Hier Celtic Excavation, Scandinavia, Celtic New Year, Have I Told You Lately, Streets of Arklow. Van's Musik ist so schön, die kann eigentlich gar nicht von dieser Welt sein. Einfach nur hören (am besten mit Kopfhörer oder guter Anlage), entspannen und mit dem zufrieden sein, was wir haben - das täte uns allen gut.


26.02.2022: Nachdem der Eintrag von gestern etwas emotional war, hier ein guter und konstruktiver Artikel aus der Berliner Zeitung, auf den mich Manfred aufmerksam gemacht hat: "Die Ukraine-Krise ist Teil des Ringens um neue Weltordnung", von Rainer Braun. Die 5 Minuten Zeit für das Lesen lohnen sich auf jeden Fall, auch schon allein der Sprache wegen. Am Schluss zitiert er Willi Brandt "Frieden ist die Ultima Ratio und Krieg ist die Ultima Irratio", was sinngemäß heißt "Frieden ist der einzige Ausweg und Krieg ist der wahnsinnige Wahnsinn". Das alles bestätig wieder mal meine Meinung, wenn ein Mensch zu viel Macht hat, geht sein Gefühl für die Mitmenschen und auch sein soziales Verständnis verloren und diese Macht den anderen gegenüber spüren zu lassen, wird zum Lebenszweck. In der Geschichte gibt es leider unzählige Beispiele.  

25.02.2022: Der Putin hat sich wohl ins Abseits gedrängt gefühlt, weil sein Land zwar das größte aber seine Wirtschaftskraft mittelmäßig ist und sein Narzissmus hat ihn jetzt so handeln lassen. Jetzt ist er wieder im Mittelpunkt und das genießt er. Bei Männern ist dieses Herrschsüchtige und Selbstdarstellerische besonders ausgeprägt. Wenn man solche Männer mit den Frauen von meinem gestrigen Eintrag vergleicht, dann könnte der Unterschied größer nicht sein. Diese Frauen setzen für ihre Ideale ihre Berufskarriere aufs Spiel bzw. haben sich diese bereits verbaut und setzen sich für das Wichtigste überhaupt ein, nämlich der Zukunft für unsere Kinder. Dagegen gehen diese machtgeilen Männer über Leichen, um ihren grenzenlosen Egoismus zu stillen. Diese Frauen bewundere ich aufrichtig und sie bringen mich zum Weinen. 


24.02.2022, Klimaaktivistinnen: Habt ihr gestern die Münchner Runde im B3 (Bayerisches Fernsehen) über die Klimaproteste gesehen? 

https://www.br.de/mediathek/video/muenchner-runde-polit-talk-23022022-radikale-klimaproteste-gehen-die-aktivisten-zu-weit-av:61d57fab17e4f1000836656a 

Chapeau, das sind starke Frauen (Miriam Meyer, Eva Lettenbauer, Lisa Poettinger). Ich glaube inzwischen auch, dass man nur durch solche Aktionen die Leute wachrütteln kann. Weil, wenn man ehrlich ist, ist die Klimaerwärmung den meisten ziemlich egal, solange sie nicht selber irgendwie beeinträchtigt werden. Die Politik macht zwar irgendwelche Versprechungen, und gibt mal für 2030 oder 2050 diese und jene Ziele aus, aber wirklich gehandelt wird nicht. 

Klar, müssen wir in den hochindustrialisierten Ländern, deren Reichtum ja viel von der Ausbeutung von Rohstoffen, Arbeitskräften und Nahrungsmitteln aus den ärmeren Ländern beruht, mit gutem Beispiel voran gehen. Aber wenn man solche bevölkerungsreiche Länder wie z. B. China oder Indien mit jeweils rd. 1,4 Milliarden Menschen betrachtet, die erst mal dahin kommen wollen, wo wir sind und dabei noch einen viel größeren Teil zur Klimaerwärmung beitragen, dann schwindet bei mir der Glaube, dass wir in den nächsten 50 Jahren die CO2-Produktion und damit die Erderwärmung bremsen können. 

Der Kapitalismus, der ja vor allem den leistungsfähigeren Menschen nützt, hat bei uns in Europa gut funktioniert, weil wir ja viel auf Kosten von anderen Ländern und Menschen leben konnten. Aber wenn jetzt (verständlicherweise) alle Länder nach diesem Prinzip leben wollen, dann kann dieser eigentlich nicht mehr funktionieren. Zugeben muss man auch, dass der Kapitalismus vor allem den Egoisten und Selbstdarstellern zu Gute kommt. Jeder der in erste Linie auf sich schaut, der bringt es auch oftmals am weitesten. So haben wir uns entwickelt bzw. entwickeln müssen und jetzt wollen uns das z. B. die Chinesen und Inder nachmachen. Klarerweise muss irgendwer darunter leiden und so z. B. auch der Planet auf dem wir leben. 


21.02.2022: Mein ehemaliger Schul- und teils Studienfreund Manfred, der in Bayern lebt, hat ja den Beitrag vom 06.01.2022 (siehe unten) geschrieben. I hab ja glücklicherweise viele gescheite Leute kennen lernen dürfen und Manfred hat mich schon in der Jugendzeit beeindruckt, weil er die politischen Zusammenhänge so gut begriffen hat. Wir haben ja auch mit anderen Freunden nächtelang über das Leben, die Liebe, manchmal auch über das Studium und natürlich auch über Politik geredet (war eine lässige Zeit). 

Manfred meint, dass ich wegen der Trendwende bezüglich der Corona-Maßnahmen und der Impfpflicht zu euphorisch bin. Er glaubt nicht, dass es bald wieder so sein wird, wie vor Corona und wenn man z. B. den deutschen Gesundheitsminister Karl Lauterbach hört, der jahrelangen Coronakampf prophezeit, könnte Manfred schon Recht haben und da er oft Recht behalten hat, habe ich hier jetzt seine sehr genau recherchierte und neu aktualisierte Risiko-Nutzen-Analyse der Corona-Impfung raufgeladen. Beim Lesen merkt man sofort, dass diese nicht einfach so hingeschrieben, sondern jeder Punkt wohl und gewissenhaft überlegt ist.

 

18.02.2022: Gestern stand dieser Artikel in der TT. Interessant ist nicht nur der hohe Anteil der positiven Covidfälle, die aus anderen Gründen in die Klinik eingeliefert wurden und nur bei routinemäßigen Tests als positiv getestet wurden, aber völlig symptomfrei sind, sondern auch der recht hohe Anteil der bereits drei- und zweifach geimpften postiven Fälle. Wieder eine Bestätigung, dass man die puplizierten Daten der letzten Wochen sehr mit Vorsicht genießen muss. Informationen können immer so gebracht werden, dass es einer bestimmten "Lobby" nützlich ist. Auch scheint mir, dass sich die Ärzte, jetzt nachdem auch in Österreich die Stimmung umgeschwenkt ist bzw. der gesunde Menschenverstand wieder eingesetzt hat, wieder die Wahrheit sagen trauen. Ich bin sehr froh über diese Entwicklung und mein Glaube an das Gute im Menschen wächst wieder.


12.02.2022: Fast alle Länder, ob in Europa oder weltweit, haben bereits die Coronamaßnahmen stark gelockert bzw. diese sogar nahezu vollständig aufgelöst - Omikron macht's möglich. Mit großer Freude sehe ich, dass sich auch bei uns langsam die Vernunft durchsetzt. Hier der Pro-Kommentar für eine Aussetzung der Impfpflicht von Anita Heubacher von der TT am 09.02. und hier der heutige Leitartikel von einem der Chefredakteure der TT. 

Bezüglich Impfpflicht muss ich aber noch loswerden, dass ich wirklich nicht verstehe, dass so ein Gesetz überhaupt eine Chance hat verfassungskonform zu sein. Da ja der Geimpfte nie wissen kann, was wirklich in der Spritze ist, können an den Menschen z. B. Medikmantentests durchgeführt werden. Oder, wie immer öfters aufgedeckt wird, ist es durch die globale Vernetzung und Handynutzung möglich, dass wir unter Beoabachtung stehen und unsere Daten in falsche Hände geraten, die sich dann damit Vorteile verschaffen könnten. Was in der Politik in den letzten Jahren so aufgedeckt wurde, hat meinen guten Glauben an diese ziemlich erschüttert und das ist bestimmt nur die Spitze des Eisbergs, weil von den meisten Dingen, wissen wir wahrscheinlich nichts. Als nächster Schritt wäre nicht einmal so weit hergeholt, dass unbequeme Bürger im Zuge der Impfpflicht "ruhiggestellt" werden. 

Man muss bitte bedenken, dass es diese globale Vernetzung erst seit der Digitalisierung gibt und diese hat erst vor ca. 30 Jahren langsam begonnen und ist inzwischen rasend schnell ausgebaut worden. Deren positiven Möglichkeiten sind natürlich sehr erfreulich und erleichtern unser Leben enorm (z. B. Informationsquelle über Google oder Wikipedia). Aber leider gibt es auch nagative Auswirkungen, die eigentlich von niemanden überschaubar sind. Ich möchte gar nicht wissen, wer alles über mich Bescheid weiß und kann nur hoffen, dass uns diese rasend schnelle Weltveränderung nicht über den Kopf wächst. Dass es die meisten Reichen und Mächtigen mit der Moral und der Fairness nicht so genau nehmen ist naheliegend, weil sonst wären sie nicht in dieser Position. Sie tun alles um noch reicher zu werden oder zumindest ihre Position zu erhalten. Reichtum beruht fast immer auf Kosten von anderen und die Gier macht dann diese Menschen so gefährlich. Wir, die kleinen Leute, dürfen nicht manipulierbar sein und sollten immer alles hinterfragen, was uns "vorgesetzt" wird. Um so mehr wir manipulierbar sind, desto größer sind die Möglichkeiten der Reichen und Mächtigen ihre Position auszubauen. Eine Impfpflicht wäre jedenfalls ein Schritt weg von unserer Freiheit und könnte von den Reichen für die Erzielung ihrer Zwecke genutzt werden. In vielen anderen Ländern sehen wir wie die Mächtigen das Volk für ihre Zwecke ausnützen. Österreich ist da keine Insel der Seeligen und was sich bei uns vor rd. 90 Jahren ereignet hat, könnte (vielleicht nicht ganz so grauslig) wieder passieren, wenn wir nicht aufpassen. 

Sehr beunruhigend ist auch, wie schnell unsere Grundrechte aufgeweicht werden können. Mit der Parteidisziplin der Abgeordneten ist schnell eine Mehrheit im Parlament möglich und plötzlich ist das Gesetz eingeführt. Es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass durch die parteiinternen Absprachen bei der Postenvergabe u. a. auch in den öffentlich-rechtlichen Medien, die Informationen gesteuert werden können und so die Bevölkerung überwiegend nur das zu hören bekommt, was der mächtigen Schicht gerade Recht ist. Nachdem nun solche Schritte gesetzt werden konnten, stellt sich für mich die Frage, was als nächstes folgt, um uns (das gemeine Volk) zu maßregeln. Ein Beispiel, wie die Oberen über uns denken, ist im Zuge der ÖVP-Korruptionsaffäre rd. um Thomas Schmid dem ehem. Vorstand der staatlichen Beteiligungsagentur in dessen Chats sehr deutlich geworden. Weil, wenn wir als Pöbel bezeichnet werden, sieht man, dass wir nur ein Mittel zum Zweck sind und zwar, ihre Gier nach Macht und Geld zu befriedigen. Macht und Geld kann m. E. auch als Droge bezeichnet werden, wer einmal davon "schnuppert" will immer mehr. und bekommt nicht genug davon. In der Geschichte gibt es tausende von Beispielen von Ungerechtigkeiten, wo sich die Reichen und Mächtigen unter Zuhilfenahme aller möglichen "Tricks" auf Kosten der der Bürger bereichert haben. Viele Leute sind leider viel zu gutgläubig und so auch leicht manipulierbar. Wichtig wäre, dass wir uns viel Zeit nehmen, um uns möglichst tiefgehend und umfassend zu informieren.   


06.02.2022: Modellberechnungen Pandemieverlauf. So problematisch die Pandemie und die getroffenen (teils wirkungsvoll und teils weniger wirkungsvoll) Maßnahmen und die "Zweiteilung" der Gesellschaft für uns sind, so interessant sind Modellberechnungen vom Pandemieverlauf. Solche Modellberechnungen (genannt SIR- oder SIRD-Modell) wurden bereits 1927, noch vor der Computerzeit, von William Ogilvy Kermack und Anderson Gray McKendrick (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/SIR-Modell) entwickelt. Ich beschäftige mich ja beruflich einen Großteil der Zeit mit Berechnungen und Programmieren und so ist es im Laufe der Jahre auch zu meinem Hobby geworden. Bald nach dem Ausbruch der Pandemie im März 2020 habe ich mich mit solchen Corona-Modellberechnungen befasst und eine eigene aufgestellt. Hierbei sind einige gekoppelte, jedoch ganz einfache lineare, nach der Zeit abhängige Differentialgleichungen zu lösen und dies ist numerisch sogar in Excel möglich. Meine Berechnungen habe ich durch die Eingabe der sozialen Kontakte zwischen 0,01 (keine Kontakte) und 1,0 (keine Einschränkungen) gesteuert und grafisch aufbereitet. Wie bei Simulationsberechnungen üblich, habe ich im Frühjahr 2020 meine Berechnung mit den tatsächlichen Daten validiert, um so dann auch in die Zukunft schauen zu können. Zu meiner Freude hat das dann auch immer gut gepasst. Allerdings hab ich auch gesehen, dass immer wenn die Maßnahmen zur Einschränkung der sozialen Kontakte gelockert werden, sich eine neue Welle aufbaut und wenn man diese dann wieder schnell unterdrückt, diese sich wieder abschwächt, aber beim nächsten lockern sich eigentlich noch stärker wieder "aufschwingt". Die Modellberechnungen zeigen, umso stärker man dämpft, desto stärker wollen sie sich beim lockern wieder aufschwingen. Habe nicht nur Österreich, sondern auch andere Länder (mit deren Einschränkungsmaßnahmen) berechnet und dort war der gleiche Effekt erkennbar. Für mich war dann bald klar, dass man mit den ständigen Lockdowns die Pandemie nie in den Griff bekommen würde, sondern nur die Wirtschaft schädigt und die Menschen depremiert. 

In meinen Modellberechnungen kann die Pandemie nur überwunden werden, wenn eine Herdenimmunität eintritt bzw. die Leute durch ein gutes Immunsystem gut geschützt sind, so dass die Krankheit milde verläuft. Hoffnung hatte ich dann mit der Impfung, weil, wie uns ja immer versprochen wurde, dass die Wirkung für eine Verhinderung der Krankheit bei 95 % liegen soll. Da ja der Virus ziemlich schlau ist und ständig mutiert bzw. andere Varianten aus anderen Ländern und Erdteilen eingeschleppt wurden (weil ja die Leute trotz der Pandemie überhall hinfliegen müssen), hinkt der Impfstoff immer der momentanen Variante hinterher, so dass die Wirkung der Impfung offensichtlich eher bescheiden ist bzw. der Schutz nur sehr kurz anhält. Das die Impfung vor schweren Verläufen schützt könnte sein, ist aber eigentlich nicht bewiesen, weil man ja gar nicht weiß, wie der Verlauf gewesen wäre, wenn er nicht geimpft wäre. Aber bei Leuten mit einem schwachen Immunsystem oder mit Vorerkrankungen bin ich auch der Meinung, dass das Risiko der Impfnebenwirkungen geringer ist, als das Risiko eines schweren Verlaufs. 

Ein Jahr habe ich meine Modellberechnungen nicht mehr angeschaut und heute ist mir eingefallen, dass ich aufgrund der gegenwärtigen Vielzahl von Infizierten mal in meine Berechnungen schauen könnte, wie weit wir mit einer Herdenimmunität nun sind. In https://orf.at/corona/daten/oesterreich sind die wichtigsten Daten für Österreich zusammengestellt und es sind seit dem Ausbruch schon 2 Millionen Krankheitsfälle aufgedeckt worden. Klar sind einige auch schon 2 mal infiziert gewesen, aber mit der Dunkelziffer (die ich in meinem Modell auch berücksichtige) habe ich ca. 2,5 Mill. berechnet.

Was mir jetzt wirklich Hoffnung macht und das zeigt auch mein Modell, dass durch den milden Verlauf der Omikron-Variante und der zugleich hohen Infektiosität sich viele Leute relativ gefahrlos infizieren und so dann doch eine gewisse Herdenimmunität eintritt. Klar, kann bei einem mutierenden Virus wie bei der Grippe oder eben auch dem Covid, die Herdenummunität nie so sein, wie bei einem Virus, der sich kaum verändert (z. B. Masern). Aber immerhin werden dann bei Leuten, die sich zum 2. mal infizieren die Verläufe eher milde. Die Geschichte hat uns auch gezeigt, dass typischerweise die Virenmutanten zwar ansteckender werden, aber zugleich nicht mehr so aggresiv sind, was jetzt mit der Omikronvariante so zu sein scheint. Viren gibt es nun mal auf der Welt und wir müssen mit diesen Leben. So wird es auch mit dem Covidvirus sein müssen und ich bin mir sicher, dass wir das auch schaffen. Leider wird in vielen Ländern überreagiert (ganz vorne dabei sind hier Österreich und Deutschland) und sogar werden teilweise unsere Grundrechte außer Kraft gesetzt und die Bevölkerung durch eher einseitige Medienberichte in Angst und Schrecken versetzt. Auch dass Ungeimpfte, die überwiegend ein sehr gutes Immunsystem haben und sich so einschränken, dass sie eigentlich gar nicht angesteckt werden können, wie Verbrecher behandelt werden (wo noch dazu die Wirkung der Impfung sehr fraglich ist), ist absolut nicht in Ordnung und völlig über's Ziel hinausgeschossen. 

Hier 2 Diagramme aus meiner Berechnung. Im oberen Diagramm ist im Hintergrund der tatsächliche Verlauf in Österreich dargestellt und die gestrichelten Linien sind meine berechneten. Die Ordinate (y-Achse) geht bei diesem Diagramm bis 500.000 Menschen. Die sozialen Kontakte und sonstige Schutzmaßnahmen sind in einer violett-gepunktelte Linie dargestellt. Im Diagramm darunter ist in der Ordinate die Gesamtbevölkerung erfasst und die grüne Linie ist der Verlauf der Empfänglichen (Herdenimmunität). Man sieht in diesem Diagramm sehr gut, dass erst jetzt mit der hochinfektiösen Omikron-Variante und dem hohen Krankheitsaufkommen und Gott sei Dank milden Verlauf endlich die "Empfänglichen" stark nach unten gehen. Weil ja der Covidvirus mutiert, ist diese Herdenimmunität natülich so wie bei der Grippe eher labil, aber wie bei der Grippe sollten sich gefährdete Menschen vor allem in der Herbst- und Winterzeit durch Reduktion von Kontakten schützen oder impfen lassen, wobei zu hoffen ist, dass der Impfstoff an die gegenwärtigen Mutanten rasch angepasst und auch noch verbessert werden kann. Wer selber etwas mit dem Excel probieren möchte - hier das Excel in der gelb hinterlegten Tabelle können die Faktoren der Kontakte (blaue Zahlen) geändert werden und man sieht die Auswirkungen in den Diagrammen. 


01.02.2022: Hm, jetzt hat auch Dänemark fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben, obwohl dort die Inzidenz bei rd. 5.000, also doppelt so hoch wie in Österreich liegt. Die Durchimpfungsrate ist zwar etwas höher, aber gegen die Omikron-Variante wirkt die Impfung offenbar ohnehin nur wenig. Wie schön, in anderen europäischen Ländern gibt es wieder ein Gemeinsam und ich schaue mit Neid dorthin. Es gibt nun mal Leute die Angst vor der Impfung haben und dazu gerhöre auch ich und meine Angst ist nicht ganz unbegründet (vgl. mein Eintrag vom 16.01.). Leute zu etwas zwingen, wovor sie Angst haben, ist psychische Gewaltausübung. Ähnlich als wenn man jemanden zwingt nachts allein in den Wald zu gehen, wo derjenige aber Angst in der Dunkelheit hat. Ich verstehe nicht, warum sich zur Impfcausa nicht auch Psychologen zu Wort melden, was so ein Zwang mit einem Menschen machen kann. Immer mehr Fachleute stellen inzwischen die Impfpflicht angesichts der Omikron-Variante in Frage und heute war dieses Interview, geführt von Anita Heubacher, mit dem Gesundheitsminister Mückstein in der TT. Kluge Fragen von Frau Heubacher und eigentlich sollte man meinen, dass vor allem ein Gesundheitsminister ausgleichend und sozial sein müsste. Aber nein, seine Antworten sind voll auf Linie und "verbissen". Wer hätte vor 2 Jahren gedacht, dass bei uns eine solche Zwietracht einkehrt - einfach nur traurig. In den meisten europäischen Ländern geht es auch lockerer und verständnisvoller - warum nicht bei uns?


31.01.2022: Ökologischer Fußabdruck: Die Coronathematik überschattet zwar momentan die Klimaerwärmung und deren Auswirkungen, aber trotzdem möchte ich hier auf den CO2-Verbrauch jedes Einzelnen eingehen, weil die meisten Leute gar nicht wissen wieviel CO2 sie wirklich produzieren.

Es gibt ja im www sehr praktische sog. CO2-Rechner - einer ist hier. Mit ein paar einfachen Eingaben kann man hiermit die von sich selbst verursachten CO2-Emissionen ermitteln. Die Hauptverusacher sind Auto, Flugreisen, Wohnen und Ernährung. Beim Auto ist es besonders einfach, da mit einem Verbrennungsmotur bei ca. 9 Liter pro 100 km Spritverbrauch ca. 20 kg CO2 auf diesen 100 km ausgestoßen werden. D. h. jeder Liter verbrannter Sprit verusacht ca. 2 kg CO2. Wenn jemand 10.000 km im Jahr fährt, dann sind das ca. 2.000 kg CO2. 

Bei den Flugreisen ist das schon etwas schwieriger. Hier ermittelt der Online-Rechner m. E. etwas zu hohe Werte (aber es kommt natürlich auf die Auslastung vom Flieger an) . Habe selber mal gerechnet - hier die Berechnung mit Diagrammdarstellung und hier die dazugehörenden Erklärungen. Z. B. ein Flug nach China verusacht pro Passagier für Hin- und Rückflug bei einer Auslastung von 82 % ca. 2.500 kg CO2 - also genauso viel, als wenn jemand ca. 12.500 km im Jahr mit dem Auto fährt. 

Für Wohnen und Ernährung kann man sehr einfach selber ein paar Varianten in den Online-Rechner eingeben. Z. B. Fleischesser, die nicht auf regionale Produkte schauen, produzieren ca. 2.500 kg CO2 im Jahr und Vegetarier die auf regionale Produkte schauen ca. 1.000 kg. Beim Wohnen liegt man zwischen 3.000 und 1.000 kg pro Jahr.   

Also ein fleischessender AutofahrerIn mit jährlich 20.000 km, der/die nicht auf regionale Produkte schaut und z. B. eine Flugreise nach China unternimmt  und in einer Wohnung mit Ölheizung wohnt, produziert 4.000 + 2.500 + 2.500 + 3.000 = 12.000 kg, also sage und schreibe 12 Tonnen CO2 in einem Jahr. Dagegen jemand, der kaum mit dem Auto fährt, keine Flugreisen unternimmt, sich hauptsächlich fleischlos mit regionalen Produkten und in einer Wohnung mit z. B. Holzheizung wohnt, nur ca. 3.000 kg, also 3 Tonnen im Jahr. Mit so einem Vergleich erkennt man sehr gut, was wir selbst zur Eindämmung der Klimaerwärmung beitragen können. In der EU verursacht eine Person durchschnittlich ca. 8,5 t CO2 im Jahr. Um die Klimaziele zu erreichen, sollten es jedoch nur rd. 1 t/Jahr sein - was leider kaum realisierbar sein wird. Jedenfalls müssen wir bei uns selbst anfangen, bevor wir über andere reden, oder? 


29.01.2022: Gestern hat Servus-TV gemeldet, dass Spanien trotz hoher Inzidenzzahlen so gut wie alle Corona-Einschränkungen aufgelöst hat. Der Grund ist der milde Verlauf bei der Omikronvariante. Die Schweiz hat das auch vor, obwohl dort die Impfquote niedriger ist als in Österreich. Natürlich werden solche Nachrichten nur auf Nicht-ORF-Sendern gebracht. Und was passiert dagegen bei uns in Österreich? Es wird die Impfpflicht ab Februar eingeführt. Wann hat der Psychoterror der Politik und der Medien endlich ein Ende? Die Deutschen sind auch nicht recht viel besser - hier ein Artikel aus dem Berliner Kurier über die falschen Coronazahlen. Für mich gehört dieses Vorgehen schon zur psychischen Gewalt und das ist ja bekanntlich auch strafbar. Viele Leute haben richtig Panik vor der Impfung, weil sie von ganz schlimmen Nebenwirkungen der Impfung wissen (z. B. Blutgerinsel oder Herzmuskelentzündung vor allem bei jungen Männern). Der Politik ist offenbar gar nicht bewusst, was sie diesen Menschen antun. Wie bekannt, haben schwerwiegende Verläufe überwiegend die Adipösen und Menschen mit Vorerkrankungen (z. B. Diabetes). Ob jemand sich Impfen lassen will, ist immer eine Abwägung zwischen Risiko der Impfung und Risiko der Erkrankung. Für Menschen mit Fettleibigkeit (davon gibt es leider nicht wenig, vor allem in Ostösterreich) oder hohen Blutdruck ist es sicher besser, wenn sie sich Impfen lassen. Allerdings hat leider die Impfung nicht die Wirkung, die uns zuerst versprochen wurde bzw. die Wirkung lässt sehr schnell nach. Mir kommt vor der Placeboeffekt spielt hier eine Rolle, wer dran glaubt, bei dem wirkt sie vielleicht. Aber warum soll z. B. ich als absolut gesunder Mensch, der sich sehr viel bewegt, das Risiko der Impfnebenwirkungen (von Langzeit-Nebenwirkungen gibt es noch keine Erfahrungen) eingehen und wo ich noch dazu sehr darauf achte möglichst wenig ungeschützten Kontakt zu anderen Menschen zu haben. In meinem Bekanntenkreis, wo die Leute auch überwiegend auf ihre Gesundheit achten, sind alle die mir bekannten Covid-Infektionen (auch ungeimpfte) sehr milde verlaufen. Wann hat der Psychoterror der Politik und der Medien endlich ein Ende? Ich hoffe, dass in ein paar Monaten oder Jahren noch viel mehr Menschen merken, was ihnen momentan angetan wird und vielleicht werden dann doch Politiker, die das Spiel mit der Angst betrieben haben, zur Rechenschaft gezogen. 

 

16.01.2022: Die Stimmen gegen die Impfpflicht werden lauter. Auch Fachleute trauen sich inzwischen immer öfters gegen die Impfpflicht zu äußern - vgl. hier heute in der TT. Etwas auffällig ist jedoch, dass sich hauptsächlich nur Fachleute, die bereits außer Dienst sind, so etwas sagen trauen. Klar, Ärzte und Virologen, die noch berufstätig sind, sind bei ähnlichen Äußerungen schon entlassen worden.  

Mich wundert, dass die TT überhaupt etwas Negatives bezüglich Impfen bringt - in den letzten Monaten hat man ja fast nur lesen können, wie gut die Impfung wirkt. Ich habe einen Verwandten in Bayern der im Mai letzten Jahres 47-jährig an einem Blutgerinsel im Gehirn gestorben ist. Ein kerngesunder Mensch, der sich 2 Tage vor seinem Tod hat impfen lassen, weil er sein früheres Leben wieder zurückwollte - hier seine mich immer noch sehr traurig machende Todesanzeige. Ein 2. Bekannter aus Innsbruck, der ebenfalls vollkommen gesund war, ist ebenfalls kurz nach der Impfung an so einem Blutgerinsel im Gehirn gestorben. Von solchen Fällen wird nie in den Medien berichtet. 

Die Bundesregierung hält immer noch an der Impfpflicht fest, obwohl eine Impfpflicht an dem Pandemieverlauf überhaupt nichts ändern würde - man braucht nur diese Gegenüberstellung in der TT am 05.01.2022 anschauen. Die Experten sind sich ja einig, dass gegen die Omikron-Variante bzw. -Mutante, wenn überhaupt, nur der 3. Stich hilft und dann kann dieser nur vielleicht für einen milderen Verlauf sorgen. Bis der Erststich bzw. der 3. oder vielleicht schon 4. Stich wirkt, ist die Omikronvariante schon über uns hinweg.  Auch sind sich die Experten so ziemlich einig, dass die Impfung das Immunsystem beeinträchtigt, insbesondere, wenn die Impfung öfters durchgeführt wird. Das ist sicherlich der Hauptgrund, von den Leuten die sich nicht Impfen lassen wollen. Aus meinem Bekanntenkreis sind das nämlich Menschen, die sehr auf die Gesundheit achten und die gut über ihren Körper Bescheid wissen (darum will sich ja auch ein relativ großer Anteil vom Pflegepersonal nicht impfen lassen). Dazu passt gut dieses Schreiben von mir vom 19.11.2021 - es ist immer noch aktuell. Bitte, ich möchte einmal einen Apell von der Regierung hören "Leute achtet mehr auf eure Gesundheit, tut etwas für euer Immunsystem, lasst das Auto stehen und fahrt lieber mit dem Rad, dann tut ihr auch etwas gegen die Klimakrise"


06.01.2022: Überblick über (unkorrekte) einseitige Aussagen und Manipulationen in der Corona-Politik

1. Überhöhung der Gefährdung durch das Virus und dadurch Erzeugung einer Massenhysterie bzw. -panik (Strategie der Angst)

Mittel war die Festlegung, dass ein positiver PCR-Test als Nachweis einer Infektion, Erkrankung und sogar zur Festlegung der Todesursache genügt (mit Corona bzw.in Zusammenhang mit Corona gestorben). Dies hat zu den völlig überhöhten Todeszahlen geführt, welche die Grundlage für die Angst bildet.

Dieser Test weist lediglich bestimmte Teile/Bruchstücke des Virus nach. Das Virus kann zuvor also längst zerstört worden sein und somit keine Gefahr mehr darstellen. Deshalb ist der Test zur Diagnose eigentlich gar nicht zugelassen.

Noch einige statistische Zahlen aus Deutschland im Jahr 2017:

Tägliche Sterbefälle ca. 2600, davon betreffen alleine ca. 1800 (~ 70 %) die Altersgruppe > 75

Das Corona auch vorrangig Ältere/Hochbetagte betrifft ist also keine Virusbesonderheit, wie am Anfang angsteinflößend verbreitet wurde, sondern die "normale" Realität. Habe ich ganz zu Beginn der Pandemie 03/2020 recherchiert. Auch ist den Wenigsten die erschreckend hohe Zahl der (normalen) täglichen Todesfälle bewusst.

2. Überhöhung der Schutzwirkung der Impfung (zu Beginn 90 %)

Auch diese Aussage basierte ursprünglich ausschließlich auf dem PCR-Test. In den sogenannten Studien wurde lediglich ermittelt, dass es in der Gruppe der Geimpften zu weniger positiven Testergebnissen gekommen ist (~10 anstelle von ~100 bei den Ungeimpften). Ob die beiden Gruppen überhaupt vergleichbar waren (Stadtbewohner vs. Eremit) oder z. B. irgendwo ein Clusterereignis hineingespielt hat, wurde nie offengelegt. Durch die Zusammensetzung der beiden Vergleichsgruppen (Altersstruktur, Lebensumstände und Lebensgewohnheiten) wird aber das Ergebnis extrem beeinflusst. Deshalb ist es in der Statistik keineswegs trivial aus einer Gesamtmenge (Gesamtbevölkerung) eine statistisch aussagefähige (Teil-)Menge zu finden. Dies zeigt sich nun in den tatsächlichen Daten. Denn jetzt wird (den Laien) langsam klar, dass die Impfung weder eine Infektion, noch die Weitergabe an Dritte verhindert und auch bei weitem nicht die Schutzwirkung hat (auch schon völlig unabhängig von Mutationen).

Bei der Grippeschutzimpfung geht man aufgrund jahrelanger Erfahrung von einer Schutzwirkung von 10 -60 % aus, je nachdem wie gut der Impfstoff auf die aktuelle Variante passt. Dies erscheint deutlich realistischer als die versprochenen 90 % und zeigt auch die hohe Varianz (Ungenauigkeit) die letztlich bei den Aussagen zur Schutzwirkung besteht.

Bei meinen Recherchen bin ich auch auf Untersuchungen der Universität Zürich gestoßen, in denen ein Mangel an speziellen T-Killerzellen (Teil des angeborenen Immunsystems) als Marker für schwere Covid-19 Verläufe ermittelt wurde. In diesem Fall würde also auch ein hoher Antikörperspiegel (Impfung) wenig helfen. Dies gilt wohl auch für Alle, deren Immunsystem extrem geschwächt ist, also gerade auch die Hochrisikogruppen, wie etwa Patienten, die einer Immunsuppression unterliegen.

Grundsätzlich hinkt jede Impfstoffentwicklung dem Virus (Mutation) natürlich auch immer hinterher. Ein Vergleich mit Pocken oder Masern, bei denen es sich um ein stabiles DNA-Virus, das keine Mutationen bildet, und nicht wie im Falle von Sars-Covs-2 um ein RNA-Virus handelt, ist unzulässig. Nur bei Erstgenannten kann man überhaupt eine längerfristige Herdenimmunität oder gar lebenslangen Schutz erreichen. Die Suggestion, mit einer Impfung ("kleiner Pieks") könnte man dieses Pandemie-Problem lösen, war von Anfang an rein manipulativ und fachlich falsch.

Das Ausrotten eines Virus (No-Covid-Strategie) ist übrigens überhaupt nur einmal gelungen. Dabei hat es sich um einen DNA-Virus gehandelt, das humanspezifisch ist. Auch Letzteres ist bei Sars-Cov-2 nicht der Fall. Es wurde bereits bei über 60 Säugetierarten nachgewiesen und hat hier jederzeit eine Rückzugsmöglichkeit im Falle von temporären Impferfolgen.

3. Falschdarstellung, was Gefährdung (Ungeimpfter) anbelangt

Unser (angeborenes) Immunsystem ist ständig unter anderm auf und in den Schleimhäuten aktiv, um Pathogene zu bekämpfen. Gelingt dies, kommt es erst gar nicht zu einer Infektion bzw. Erkrankung. Es müssen dabei auch gar keine Antikörper gebildet werden bzw. vorhanden sein. Die Antikörper stellen eine weitere/zusätzliche Verteidigungsstrategie (erlerntes Immunsystem) des Körpers dar. Es ist also keineswegs so, dass man ohne diese Antikörper schutzlos wäre, wie es Medien und manche Mediziner suggerieren. Sonst gäbe es auch nicht die immens hohe Anzahl (80-90 %) sogenannter asymptomatischer Fälle. Sicher sind die durch Impfung gebildeten Antikörper ein zusätzlicher Schutz, da der Körper ohne Impfung bei einem Erstkontakt mit dem Virus, das die "Schleimhautbarriere" überwindet, ansonsten mehrere Tage zur selbständigen Produktion der Antikörper benötigt. Diesen Zeitvorteil bietet die Impfung. Das hat aber den Preis des Risikos von Nebenwirkungen, Kreuzreaktionen, etc.

Ich persönlich bin beispielsweise trotz Erkrankung meiner Frau überhaupt nicht erkrankt - offensichtlich hat mein Immunsystem die Viren bereits auf der Schleimhaut abgefangen.

Hier schließt sich der Kreis zu Deinen Ausführungen, denn natürlich ist eine gesunde Lebensweise einschließlich Bewegung das Beste zur Stärkung unseres Immunsystems und damit auch der beste Schutz gegen eine Corona-Erkrankung. Leider ist Stress (aller Art) Gift für das Immunsystem - und genau hier liegt das totale Versagen dieser Corona-Politik. Das Erzeugen von Angst (z.B. durch tägliche Horrorberichte), das Zerstören unseres normalen Alltags (z. B. Lockdown, Quarantäne nur aufgrund PCR-Tests) sind purer Stress und in den meisten Fällen ohne jeden Nutzen für den Pandemieverlauf. Sie führen letztlich allenfalls zu einer Streckung des Prozesses und sind dauerhaft nicht zuletzt auch aus ökonomischen Gründen überhaupt nicht durchzuhalten.

4. Falschdarstellung, was die (angebliche) Schuld der Ungeimpften anbelangt

Die Definition eines Impfdurchbruchs (bei Geimpften) wurde im Vergleich zu den Ungeimpften geändert. Es müssen dafür nämlich nun klinische Covid19-Symptome vorliegen, ein lediglich positives Testergebnis genügt nicht mehr! Dies trifft natürlich auf wesentlich weniger Fälle zu, denn 80 - 90 % der sogenannten Infektionen verlaufen symptomlos.

Daneben gab es v.a. mit 3G, aber auch durch die Testpflicht nur für Ungeimpfte bei Reiserückkehr natürlich wesentlich mehr Tests unter den Ungeimpften. Unter den Geimpften hat sich mangels Testpflicht dafür die Dunkelziffer (unentdeckte Infektionen) erhöht. Es gelten also völlig unterschiedliche Definitionen bezüglich der Zahlen für Ungeimpfte und Geimpfte. Die so ermittelten Zahlen sind deshalb nicht miteinander vergleichbar und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen unzulässig und falsch.

5. Generell (bis heute) weitgehend geleugneter Einfluss der Testanzahl und Teststrategie (wer wird wann getestet) z.B. auf die Inzidenz

Tatsächlich wurde der Anstieg der Inzidenzen, der parallel zur Erhöhung der Testanzahl erfolgt ist, im letzten Winter aber als exponentielles Wachstum bei uns in Deutschland dargestellt. Euer vormaliger Kanzler hatte damals noch auf den Einfluss der hohen Testquote und Bedeutung der Dunkelziffer hingewiesen, weshalb ich Ö hier als Vorbild gesehen haben.

6. (Falsch-)Behauptung, es gebe keine Langfrist-Risiken der Impfung

Grundsätzlich beinhalten die durch eine Impfung induzierten Antikörper immer das Risiko einer Kreuzreaktion, d.h. dass diese Antikörper sich an körpereigene Zellen binden und somit Entzündungsreaktionen auslösen. Normalerweise geschieht dies zeitnah zur Impfung und im Zuge des Zulassungsverfahrens kontrolliert

man normalerweise, ob nicht zu starke Nebenwirkungen auftreten. Aber diese Kreuzreaktion kann auch zeitlich stark versetzt auftreten, wenn es einer weiteren Voraussetzung (z.B. Überwindung der Blut-/Hirnschranke) bedarf.

Selbst ich als Laie, bin bei meinen Recherchen auf die Narkolepsie-Fälle gestoßen, die sich nach der Schweinegrippe-Impfung im Jahr 2009 ereignet haben und einem Grippeimpfstoff (Pandremix) zugeordnet werden konnten. Die Fälle sind z. T. noch Jahre nach der Impfung aufgetreten, man vermutet eine weitere Infektion als Spätauslöser der Kreuzreaktion. Davon abgesehen kann man natürlich auch nie ausschließen, dass die Bestandteile (Nanopartikel, Trägersubstanzen, Wirkstoffverstärker) eines Impfstoffs eine Krankheit induzieren (z.B. Krebs), die sich über einen längeren Zeitraum entwickelt und erst wesentlich später diagnostiziert wird. Und auch dann dauert es oft Jahre bis ein Zusammenhang rechtswirksam hergestellt werden kann. Im Falle der Narkolepsie wurden ca. 1000 Fälle bis 2015 entschädigt. Aufgedeckt wurden sie v.a. in Schweden, wo es eine entsprechende Meldepflicht und zentrale Erfassung gab - und das bei nur ca. 5 Mio. Impfungen.

Verschwiegen werden auch die möglichen ade (antibody dependent enhancement) Komplikationen. Dieser wissenschaftlich nicht exakt erklärbare Fall bedeutet, dass die Antikörper, bei einer Infektion mit einer anderen Virusvariante /-mutation sogar zu schwereren Krankheitsverläufen führen können. Dieser negative Effekt hat z.B. vor Jahren zum Abbruch der Impfaktion gegen Dengue-Fieber geführt, nachdem dies dort bei Kindern zu Todesfällen gekommen ist.

Aber einer unserer Chefimmunologen , Herr Dr. Watzl (Leiter der Gesellschaft für Immunologie) behauptet, es gebe keine Langfristrisiken bei einer Impfung. Die Sicherheit sei alleine durch die hohe Anzahl durchgeführter Impfungen sichergestellt.

Schlusssätze:  

Solange all diese (Statistik-)manipulationen nicht aufgearbeitet werden, können weiterhin beliebige Zahlen (z.B. Belegung der Intensivbetten mit Corona-Fällen oder hohe Inzidenzen unter den Ungeimpften generiert werden. Dazu genügen die Festlegung von Testanzahl und Teststrategie (vgl. Punkt 4) und Definition, was als Corona-Fall gezählt wird.

Mein Glaube an die Wisssenschaft(ler) ist jedenfalls angesichts dieser Tatsachen mehr als erschüttert.

Im Übrigen ist die Entscheidung über die körperliche Unversehrtheit (Impfung) ein absolutes Grundrecht jedes Menschen - das hat mit Freiheit nur am Rande zu tun!

Die Wahrheit, die seriöse Virologen seit Langem sagen, ist, dass wir (als Menschen) mit diesem Virus leben werden (müssen) und in Zukunft (Mutationen) sicher mehrmals in Kontakt kommen werden. Und zumindest Omikron gesteht man ja jetzt zu, dass es nicht ganz so gefährlich ist.

Tja leider müsste man nach zwei Jahren Manipulation, Falschdarstellungen und z.T. glatten Lügen eher ein Buch schreiben, als eine kurze Gegendarstellung - aber wer würde das schon lesen und wenn, dann ist es eh zu spät.

Ich bin jedenfalls fassungslos, welche Entwicklung unsere Gesellschaft in diesen nur zwei Jahren genommen hat.

Aber jeder Einzelne, den man zumindest einmal zum Nachdenken anregt, ist schon ein Erfolg. Sicher wird man nach fast zwei Jahren einseitiger Darstellung in den Medien kaum Jemanden auf Anhieb überzeugen. Aber vielleicht kann man auch mit kleinen Aktionen etwas bewirken – m. E. darf man die Hoffnung nicht aufgeben.



07.12.2017: Gehört die Politik zur Arbeits- oder zur Unterhaltungswelt? 

Was motiviert Menschen in die Politik zu gehen? Wenn man dies einen Politiker (oder Politikerin) frägt, bekommt man als Antwort, dass er sich für die Anliegen seiner Wähler einsetzen möchte und im Dienst der Menschen dazu beitragen will, dass die Welt etwas gerechter wird. 

Gerade zu Wahlkampfzeiten bekommt man leider den Eindruck, dass es in Wirklichkeit viel weniger ehrenhafte Gründe sind, warum Leute in die Politik gehen. Der Politiker und der Sportler sind wahrscheinlich die „Berufszweige“ bei denen man am einfachsten und schnellsten in der Öffentlichkeit präsent ist. So wichtig die Medien, als Informationsquelle und Kontrollorgan sind, soviel wollen diese auch möglichst viele interessante Ereignisse präsentieren. Dies erhöht die Verkaufszahlen und Einschaltquoten und bei den sozialen Medien die Likes. 

Dies alles bringt es mit sich, dass die Politik immer mehr Unterhaltungs- und Showcharakter aufweist und mit ehrenhafter Arbeit mit Dienst am Menschen oftmals nicht mehr viel zu tun hat. Offenbar gibt es recht viele Menschen, die sich gerne in der Zeitung sehen und es schaut fast so aus, dass es vielen einerlei ist, ob sie positiv oder negativ in den Medien vertreten sind – Hauptsache sie sind präsent und man spricht über sie. 

Auch gibt es heutzutage mit den sozialen Netzwerken immer mehr Möglichkeiten in die Öffentlichkeit zu gelangen und sich zu präsentieren. Jedoch ist es nicht selten der Fall, dass Menschen, die in der Politik, im Sport oder auch teils in der Berufswelt schnell weit oben waren, oft schnell wieder recht tief gefallen sind, weil sich herausgestellt hat, dass ihr Weg nicht besonders tugendhaft war. Dies ist selbstverständlich die positive Seite der Medien, da diese solche Dinge ans Tageslicht bringen. 

In dieser Show- und Unterhaltungswelt wird natürlich kaum über Menschen berichtet, die eine gute und ehrliche Arbeit, fernab von Show und Spektakel, verrichten. Aber zweifellos sind diese Menschen über die doch recht vielen Selbstdarsteller, die in die Öffentlichkeit drängen, zu stellen. In diesem Sinne, hoffentlich lassen wir uns nicht „anstecken“ und bleiben ehrlich und bescheiden und damit auch zufrieden.

 

13.11.2016: Donald Trump: Es ist schon viel über Trump geschrieben worden, aber leider findet kaum Erwähnung, welches schlechte Beispiel solch eine unmoralische Person wie Trump für unsere Gesellschaft im Allgemeinen und für die Jugend im Besonderen ist.

Trump, der damit prahlt, dass er als Prominenter so ziemlich alles tun und lassen kann, der das amerikanische Steuersystem zu seinen Gunsten auslegt, der Frauen als Lustobjekte betrachtet, der seine Präsidentschafts-Gegenkandidatin beleidigt, beschimpft und verleumdet, der nationalsozialistisches Gedankengut verbreitet, der Menschen mit anderen Glaubensüberzeugungen und Hautfarbe als nicht ihm ebenbürtig ansieht, der nur sich selbst liebt und sich ereifert bei seinen dreisten Reden und der seine Errungenschaften und seinen Reichtum hauptsächlich auf Kosten von Anderen aufgebaut hat.

Das solch eine unmoralische Person dann auch noch Präsident der Vereinigten Staaten wird, ist für mich eines der negativsten Ereignisse der letzten Jahrzehnte.

Staatsoberhäupter sollten ein Vorbild für die Gesellschaft sein. Vor allem die jungen Menschen brauchen öffentliche Personen, die zeigen, dass man mit Ehrlichkeit und Charakterstärke das Leben meistern und auch erfolgreich sein kann. Dieser Trump ist genau das Gegenteil von diesen Tugenden und ein Beispiel, wie man auf keinem Fall sein sollte. 

Ich versuche meinen Kindern hohe gesellschaftliche Werte beizubringen und diese ihnen vorzuleben und dann kommt ein Trump, der diese Werte mit Füßen tritt.

Klar, Trumps Wahlerfolgt beruht auch darauf, dass viele nur mehr aus Protest wählen, weil sie gegen etwas sind, denken aber nicht darüber nach, dass diese Alternative viel schlechter ist und weitreichende Konsequenzen haben kann. 

Es ist zum Weinen, wo wird das noch enden?

11.09.2016: Quo vadis Österreich: Für mich sollte das höchste Amt im Staate, eine Person inne haben, die sich bereits für unser Land Österreich verdient gemacht hat, einen seriösen Charakter besitzt, sehr gebildet und belesen ist und auch hohe soziale und humanistische Kompetenzen hat. Dies insbesondere im Hinblick, da der österreichische Bundespräsident hauptsächlich repräsentative Aufgaben zu erfüllen hat und unser Land im Ausland würdig zu vertreten hat.

Alexander Van der Bellen mag diesen Ansprüchen im Großen und Ganzen gerecht werden, allerdings begibt er sich im Rahmen des Wahlkampfes immer wieder auf das Niveau seines Gegenkandidaten herab. 

Die nicht Erste, eines Bundespräsidentschaftskandidaten absolut unwürdige Aussage von Norbert Hofer war jetzt unlängst, dass die (wahrscheinlich) abermalige Verschiebung der Bundespräsidentenwahl im Hinterzimmer von rot-schwarz-grün-pink beschlossen worden sei. 

Als Entschuldigung könnte man anführen, dass diese Aussage im Bierzelt, bei vielleicht leicht angetrunkenem Zustand, getätigt wurde. Aber zum einen dürfte ein Bundespräsident überhaupt keine Vermutungen, vor allem solche haarsträubenden, in den Raum stellen und zum anderen sind populistische Bierzeltreden eines Bundespräsidenten (bzw. eines Kandidaten) vollkommen unwürdig.

Aber leider passt bei dieser leidigen Bundespräsidentenwahl alles Negative zusammen. Zunächst ist einer der beiden Stichwahlkandidaten ein rechter Populist, der es ähnlich wie Donald Trump in den USA versteht, viele Bürger mit sehr fragwürdigen Aussagen und Standpunkten hinter sich zu bringen, dann wurde die Stichwahl aus politischem Kalkül vom knapp Unterlegenen angefochten, dann wurde diese Stichwahl tatsächlich vom Bundesverfassungsgericht aus formalen Gründen, obwohl dieses Wahlmanipulationen explizit ausschließen kann, aufgehoben und zu guter Letzt nun diese peinliche Misere mit den schlecht klebenden Wahlkarten.

Wenn wirklich diese Wahl in allen Belangen absolut gesetzeskonform zu sein hat, dann müsste diese auch den Wahlgrundsätzen frei, geheim, unmittelbar, gleich und allgemein entsprechen. Dann wäre allerdings die Briefwahl von vornherein fragwürdig, da sie mindestens den Grundsätzen geheim und frei nicht ganz gerecht wird, weil niemand sagen kann, wie zuhause der Briefwähler oder mit wessen Mithilfe er seine Wahlkarte ausgefüllt hat. 

Wenn jetzt diese Stichwahl wirklich doch einmal durchgeführt werden kann, sind Anfechtungen nicht ausgeschlossen bzw. sogar sehr naheliegend. Es wäre sogar denkbar, dass das Bundesverfassungsgericht einen Aufhebungsgrund darin sieht, weil die Briefwahl den Wahlgrundsätzen nicht voll gerecht wird, z. B. wenn ein Briefwähler eine Klage einreicht, weil er die Wahlkarte gar nicht selbst ausgefüllt hat.

Das Trauerspiel zur Belustigung des Auslandes geht weiter – quo vadis Österreich.

19.08.16: Usain Bolt: Keine Frage, Usain Bolt ist die Galionsfigur der Leichtathletik. Solche Typen braucht die Gesellschaft. Nicht nur die sportliche Leistung ist wichtig, sondern auch das Drumherum und die Show und von diesem Geschäft versteht Usain Bolt viel.

Mit seinem angekündigten Vorhaben die 200 m unter 19 sek. zu laufen, ist er heute Nacht allerdings ziemlich klar gescheitert. Wenn man bedenkt, dass diese Sprinter bei den 100, 200 und auch die 400 m Distanzen ca. 10 m/s, also sage und schreibe 10 Meter in der Sekunde zurücklegen (Geschwindigkeit 36 km/h), dann hat er mit seiner heute erzielen Zeit von 19,78 sek, bereits 7,8 m vor der Ziellinie die 19 sek. durchlaufen - er hätte also um ganze 7,8 m schneller sein müssen.

Da er schneller ist, als ehemaligen Dopingsünder, die jetzt nach der Dopingsperre teilweise noch schneller laufen also vorher, ist es selbstverständlich sehr unwahrscheinlich, dass er ohne "Hilfsmittel" unterwegs ist. Aber wenn alle die gleichen Mittel einsetzten, ist immerhin Usain Bolt doch wieder der Schnellste, also von daher würde es wieder "sportlich gerecht" sein.

Einen großen Vorteil hat Usain Bolt neben seinem außergewöhnlichen Lauftalent allerdings noch, dass er für die (Sport)Welt derart wichtig ist, dass eine positive Dopingprobe eigentlich gar nicht public gemacht werden kann - das würde die Welt "erschüttern". In diesem Sinne "The Show must go on".

10.08.16: Haben jetzt doch den Leserbrief in der TT gebracht - hier

23.07.2016: Olympische Spiele: Allmählich kommen die Machenschaften rund um den Sport ans Licht. Eigentlich ist es ja schon lange klar, dass internationale Sporterfolge vor allem im Kraft- und Ausdauersport ohne Doping nahezu unmöglich sind. Aber wie jetzt aufgedeckt wird, sind die Vergehen der Sportler im Vergleich zu den Machenschaften in den Verbänden und in der Politik direkt harmlos.
Leider wird man als ehrlicher Charakter mit normalem gesundem Ehrgeiz es in unserer Welt kaum bzw. nur in Ausnahmefällen in die höheren Positionen schaffen – das gilt im Sport, in der Politik und teils im Berufsleben gleichermaßen.
Der internationale Sport im Rahmen von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen ist eine hochpolitische Angelegenheit, bei der es hauptsächlich um Macht und Geld geht. Der einzelne Sportler ist nur ein Mittel zum Zweck. Das hat sich leider seit dem alten Rom kaum geändert.
Sportler und Funktionäre befinden sich im gleichen System. Die Sportler müssen ihre Leistung steigern, um an großen Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen und um Geld zu verdienen und die Funktionäre und Politiker müssen ihr Netzwerk und ihre Beziehungen ausbauen, um in der Funktionärsebene und in der Politik nach oben zu kommen.
Klar ist, wenn einige Sportler ihre Leistung mit unerlaubten Mitteln steigern, bleibt den anderen Sportlern nichts anderes übrig, als ebenfalls auf diese Mittel zurückzugreifen, insbesondere, da das Steigerungspotential dieser Mittel enorm ist und es mit Talent und noch mehr Training nicht kompensierbar ist.
Beim Funktionär und Politiker ist es ähnlich, ist einem Konkurrenten jedes Mittel recht, um nach oben zu kommen, wird meist der ehrliche Charakter den Kürzeren ziehen und in den unteren Ebenen tätig sein.
Die jüngsten Korruptionsskandale bei der FIFA oder das staatlich gesteuerte Doping in Russland haben sehr deutlich gezeigt, dass die großen internationalen Sportveranstaltungen mit ehrlichem Wettkampf und Fairness sowohl auf Seiten der Sportler, als auch auf Funktionärsebene, nur wenig zu tun haben.

Es war selbstverständlich zu DDR-Zeiten nicht anders und durch den großen politischen Stellenwert des Sports, liegt der Verdacht nahe, dass es in anderen Ländern auch nicht recht viel anders sein wird.
Als bei den Olympischen Spielen in London vor 4 Jahren Österreich ohne Medaillen nach Hause fuhr, gab es hierzulande einen großen Aufschrei. Dagegen war ich eigentlich stolz auf unser Land, weil wir offenbar ehrliche Sportler nach London geschickt haben.

03.07.2016: Wahl zum Bundespräsidenten: Jetzt geht das Wahlspektakel von vorne los. Obwohl es als gesichert gilt, dass keine Stimmenmanipulationen durchgeführt wurden, hat der Verfassungsgerichtshof die Stichwahl vom Mai lediglich aufgrund von Formalfehler aufgehoben.
Diese Formalfehler sind mit hoher Wahrscheinlichkeit bei vergangenen Wahlen ebenfalls vorgekommen und ganz ausschließen wird man diese auch in Zukunft nicht können. Mit dieser Entscheidung, der als Präzedenzfall angesehen werden kann, ist die Gefahr sehr groß, dass der VfGH auch zukünftige Wahlen bei Anfechtungen wegen vermeintlicher Formalfehler aufheben muss.
Die Wahlen verkommen immer mehr zum Theater und zur Medieninszenierung. Dies hat nicht nur unsere Bundespräsidentenwahl sondern auch der gegenwärtige Wahlkampf in den USA gezeigt. Das Auftreten der Parteien und deren Vertreter ist immer mehr vom Opportunismus und Populismus geprägt. Ideale sind kaum erkennbar.
Für mich ist es unverständlich, dass es den Kandidaten nicht zu blöd ist, sich hinzustellen und zu sagen, bitte wählt mich, weil ich der Beste für euch bin. Die vergangenen Wahlen haben immer mehr gezeigt, dass die Kandidaten populistischen Wahlkampf betreiben müssen, um die Gunst der Wähler zu gewinnen. Dieses „Anbiedern“ ist für mich grundsätzlich unsympathisch und vor allem eines Bundespräsidenten unwürdig. Deshalb sollte die Wahl des österreichischen Bundespräsidenten, der ja hauptsächlich repräsentative Aufgaben zu erfüllen hat, wie z. B. in Deutschland vom Parlament durchgeführt werden. Selbstverständlich würde man dabei auch viel Geld sparen.  
Mit dieser Wahlaufhebung verliert hauptsächlich das Land Österreich, das für Europa und die Welt unfähig erscheint, Wahlen ordnungsgemäß durchzuführen. Auch wird es im Ausland als sehr negativ wahrgenommen, dass es sich bei einem Kandidaten um einen Rechtspopulisten handelt, der nun abermals die Chance bekommt, das erste ziemlich rechts stehende Staatsoberhaupt Europas zu werden.
In anderen Ländern oder in der EU ist die Situation um die Politiker jedoch nicht besser und auch eine Karriere in der Wirtschaft oder bei den Behörden ist oft vom richtigen Parteibuch abhängig. Darum kann man jeden verstehen, der seinen Lebens- und Berufsweg außerhalb solchen Machtgefüges begehen möchte.

01.01.2016: Auch wenn ich mir wie Don Quijote vorkomme, kämpfe ich weiter gegen Windmühlen. Habe deshalb doch wieder am 28.12. einen Leserbrief zur TT geschickt und am 31.12. haben sie ihn in etwas gekürzter Fassung gebracht. Unten meine eingereichte Fassung und beim Klick aufs Bild die Fassung in der TT (der Leserbrief rechts daneben deckt sich ebenfalls mit meiner Meinung):

28.12.2015 Energiedurst 
Dass gegenwärtig der „Energiedurst“ mit 219,7 Millionen Fass-Öl-Äquivalenten pro Tag zu 82 % aus Öl, Kohle und Gas gestillt wird, überrascht eigentlich nicht. Dass aber bei diesen 3 fossilen Energieträgern im Jahre 2040 mit 310,4 Millionen Fass-Öl-Äquivalenten die Zunahme 41 % beträgt und auch noch 78 % des Gesamtenergieverbrauchs ausmacht, ist schon sehr ernüchternd. Trotz weltweiter Klimakonferenzen usw. – die Menschheit wird wohl nie klüger?
Inzwischen gibt es ca. 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Jeder einzelne wünscht sich ein schönes Leben mit genügend Nahrung und einer warmen Behausung und verbraucht dabei Energie und Wasser. Tierisches Leben auf unsere Erde gibt es seit ca. 500 Millionen Jahren und erst seit ca. 200 Jahren leben wir so stark von den Ressourcen unserer Erde – das ist nur der 2,5 Millionste Teil des Alters des Erdtierlebens.
Wir Menschen sind im Begriff innerhalb von ein paar Jahrhunderten unsere „Mutter“ Erde zu vernichten. Wir leben auf Kosten der nachfolgenden Generationen nach dem Motto: „Die müssen halt schauen wie sie zurecht kommen“.
Auch wenn es für manche sentimental klingen mag, aber mich belastet das. Wenn ich auch den weltweiten Energiedurst nicht beeinflussen kann, so kann ich wenigstens selbst möglichst energieverbrauchsschonend leben. Veränderungen im Kleinen sind aber möglich, wenn mehrere Einzelne versuchen an sich selbst etwas zu ändern. Wenn dann sogar 100.000 Einzelne etwas zum positiven geändert haben, hat das durchaus schon größere Auswirkungen.
Was für jeden Einzelnen gilt, gilt auch für die einzelnen Länder. Es gibt leider noch nicht viele Staaten, die inzwischen auf regenerative Energien setzen. Aber zumindest Deutschland geht mal wieder mit gutem Beispiel voran und hat seine Windkraftanlagen im großen Maßstab ausgebaut. Österreich und insbesondere Tirol, als Land in den Bergen, ist prädestiniert für die Wasserkraft und könnte auch mit gutem Beispiel voran gehen.
Grundsätzlich ist zwar der Wille da, jedoch scheitert dieses Vorhaben daran, dass die Vielzahl der Vorschriften und Gesetze für ein größeres Vorhaben nie in Einklang zu bringen sind.
Eigentlich ist es wunderbar, dass wir nur durch das Umleiten von Teilen unserer Bäche und Flüsse vollkommen emissionsfreie und sogar auch noch speicherfähige Energie gewinnen können. Mit dem Wasser geschieht nichts, es wird nur ein gesetzlich festgelegter Teil eines Baches weiter oben in einen Stollen eingeleitet, evtl. in einem See gespeichert und weiter unten beim Krafthaus wieder ausgeleitet.
An die regionalen Veränderungen im Bereich der Fließstrecken mit reduziertem Abfluss passen sich die Pflanzen und Tiere sehr schnell an.
Man sollte aber die Energieerzeugung immer global und vergleichend betrachten und bei der emissionsfreien und speicherfähigen Energiegewinnung aus Wasserkraft überwiegen die Vorteile bei weitem gegenüber den Nachteilen der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen und auch gegenüber der leider kaum speicherbaren Sonnen- und Windenergie.
Es gibt nicht viele Länder auf der Erde, die ihren Energieverbrauch durch eigene Erzeugung aus regenerativen Energieträgern decken können. Österreich und insbesondere Tirol könnte eines dieser Vorzeigeländer sein. Mich würde das sehr glücklich machen, wenn wir das schaffen könnten und mit gutem Beispiel voran gehen – eine bessere Werbung für ein Land gibt es nicht.

29.10:2015: Leserbrief in TT: Oha, mein Text über die Flüchtlingsbewegung vom 26.10.15 ist heute in der TT als Leserbrief drinnen. Zwar etwas gekürzt, aber Sinn und Inhalt sind eigentlich gleich - hier.          28.10.15: Hafelekarspitzl, wie üblich zuerst mit dem Radl zur Bodensteiner

26.10.2015: Flüchtlingsbewegung – unsere Welt verändert sich 
Unbestritten ist, dass wir in Mitteleuropa zu den Privilegierten dieser Welt gehören. Ein Grund für unseren Wohlstand wird sein, dass in Mitteleuropa nahezu optimale klimatische Verhältnisse vorherrschen. Im Laufe der Jahrhunderte, nach unzähligen Kriegen und Ungerechtigkeiten, haben wir doch dazugelernt und uns „zusammengerauft“. So haben wir uns eine relativ heile Welt mit Wohnmöglichkeiten, genügend Nahrung, medizinischer Versorgung, Schulbildung usw. geschaffen. Davon ist allerdings ein großer Teil der Welt noch weit entfernt.
Ehrlicherweise muss man aber darauf hinweisen, dass unser Wohlstand zum Teil darauf beruht, dass wir auf die Rohstoffe und (billige) Arbeit anderer Länder zurückgreifen und wir teilweise auf Kosten von anderen leben. Schon allein aus dieser Tatsache heraus, wird es auf unserer Erde immer Unterschiede im Wohlstand und in der Lebensqualität geben.
Unser, auf Leistung aufgebautes, Gesellschaftssystem ist zwar auch nicht überall „gerecht“, aber bei uns hat der Großteil der Bevölkerung eine reale Chance auf ein lebenswertes Leben.
In vielen Ländern ist dies leider nicht so. Bis ein Mensch seine Heimat, nur mit den paar Kleidern, die er am Leib trägt, verlässt, muss er schon viel Leid und Ungerechtigkeiten erfahren haben. Durch die Massenbewegung ist die Hemmschwelle seine Heimat zu verlassen, herabgesetzt worden und vielleicht haben die Äußerungen von Frau Merkel auch dazu beigetragen. Diese Menschen sehen in ihren Ländern keine Chance mehr und erhoffen sich woanders ein besseres Leben.
Verständlich ist aber, dass wir gewisse Bedenken vor diesen Menschen und deren völlig anderen Kulturen und Religionen haben; vor allem wenn sie in dieser Vielzahl zu uns kommen. Auch können wir den Flüchtlingen, die meist nicht einmal unsere Sprache sprechen, nicht sofort Arbeit bzw. einen sinnvollen Lebensinhalt bieten. Die Bedenken auf unserer Seite beruhen darauf, dass wir keine Abstriche im unseren teils mühsam errungenen Wohlstand machen wollen, darauf, dass wir nicht wissen, welche Menschen all die Flüchtlinge sind und darauf, dass wir nicht so viele Menschen gesellschaftlich integrieren können und dadurch viele unzufriedene Randgruppen, vor allem in den unteren sozialen Schichten entstehen.
Eine europaweite Lösung hinsichtlich Flüchtlingsverteilung wird es vermutlich nicht geben, da jedes einzelne EU-Land eigene Interessen und Probleme hat. Grenzzäune sind vom moralischen Standpunkt her fragwürdig und auch kaum wirksam, da, wie sich gezeigt hat, sich die Flüchtlinge Ausweichrouten über andere Länder suchen.
Sicher wäre es am wirkungsvollsten, wenn die Bürgerkriege z. B. in Syrien beendet werden könnten. Aber durch die großen weltweiten Ungerechtigkeiten und Wohlstandsunterschiede werden die Flüchtlingsbewegungen in unserer globalisierten Welt immer Realität bleiben – eigentlich ein Wunder, dass diese nicht schon früher in dem Maße eingesetzt haben.

17.10.2015: Der Sport, ein Spiegelbild der Gesellschaft
Jetzt haben anscheinend sogar die Deutschen “nachgeholfen” um die Mehrheit der Stimmen für die WM 2006 zu erhalten. Den Deutschen traut man eigentlich im Vergleich zu anderen Ländern Korruption am wenigsten zu. Aber wer weiß, wieviel der damalige Austragungskonkurrent Südafrika “investiert” hat.
Aber wie man mal wieder sieht, beschissen wird fast überall. Entschuldigend könnte angeführt werden, dass Sportler und Funktionäre auch nur Menschen sind.
Manche Schummeln aus Gier nach Geld, manche aus Geltungsbedürfnis, manche aus Narzissmus, manche aus Not, manche aus Angst, manche aus Spaß oder manche merken es nicht einmal. Es ist dabei manchmal gar nicht so einfach nicht mit hineingezogen zu werden und anständig und ehrlich zu bleiben.
Das Problem am Menschsein ist wahrscheinlich, dass sich jeder Einzelne viel zu wichtig nimmt. Wenn jeder nach dem Prinzip immer mehr, immer weiter, immer besser, lebt, wird es mit dem Zusammenleben schwierig, weil eben vieles auf Kosten und zu Lasten von Anderen geht.
Wenn man mehr die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen wüsste und sich weniger mit den Anderen vergleicht, lebt es sich sicher leichter und das Zusammenleben wäre auch einfacher und friedlicher.
Aber von der Erkenntnis bis zur Umsetzung liegt meist noch ein langer und beschwerlicher Weg und wie sollen das alle Menschen schaffen?

26.09.2015: Apropos Älterwerden - wie geht's weiter mit Joseph Blatter:
Mensch Sepp, jetzt mit fast 80 Jahren geht’s Dir doch noch an den Kragen. So schön hast Du Dich durchs Leben geschummelt. Hast viel Geld durch allerhand Geschäfte, quasi zum Wohle der FIFA und des Sports, in die eigene Tasche fließen lassen. Hast Dein Leben der FIFA und dem Fußball „geopfert“ und nun wollen sie Dich rauswerfen. Joseph, auch Du musst erkennen - die Welt ist hart und ungerecht.
Wärst vor ein paar Monaten (oder besser schon Jahren) abgetreten, dann wärst der große Held gewesen und die gesamte (FIFA-)Welt hätte sich vor Dir verneigt und die Zeitungen hätten geschrieben, dass durch Dich der Fußball zu etwas Großem in der Welt geworden ist.
Wäre echt nett von Dir gewesen, wenn‘st schon früher einem Jüngeren Deinen Posten überlassen hättest. Ein ebenso „geschäftstüchtiger“ Nachfolger in Deinem Format hätte sich sicher leicht finden lassen.
Wenn’st schon früher abgedankt hättest, könntest jetzt einen geruhsamen Lebensabend verbringen. Könntest Dir jeden Tag Deine Medaillen, Ehrungen und Orden in der Vitrine betrachten und könntest Dir Fernsehausschnitte mit Deinen Ansprachen reinziehen.
Oder könntest jetzt sogar wie ein normalsterblicher älterer Herr leben. Hättest vielleicht die Erfahrung gemacht, dass es auch andere Dinge im Leben gibt, als Macht und Geld.
Hättest z. B. jetzt Zeit, die alten Blues- und Rockplatten von früher genüsslich anzuhören. Wärst regelmäßig auf Dein, bei einem „Geschäftchen“ herausgesprungenen, Design-Rennrad gestiegen, und hättest mit einem alten Kumpel die schweizer Passstraßen unsicher gemacht. Hättest jetzt Zeit für die Enkel und vielleicht schon Urenkel und könntest Dich erfreuen, wie sie sich entwickeln und hoffentlich anständige Menschen werden.
Aber jetzt hast Du den Salat! Musst jetzt mit fast 80 Jahren Gerichtsverhandlungen als Angeschuldigter beiwohnen und die Welt schaut zu. Mensch Sepp, jetzt fliegt alles auf und Du sitzt vor einem Scherbenhaufen. Die Welt zeigt mit dem Finger auf Dich und einen geruhsamen Lebensabend wird es für Dich nicht geben. Joseph, die Welt ist halt doch manchmal auch gerecht.

26.09.2015: Das Älterwerden gehört zum Leben dazu und in erster Linie verbindet man natürlich mit Altern etwas Negatives. Altern hat aber auch etwas Positives, vor allem wenn man zufrieden auf sein Leben zurückblicken kann.
Das Leben ist nun mal in erster Linie mit viel Lernen und Arbeit verbunden. Wer in unserer Leistungsgesellschaft zurecht kommen will, muss nun mal viel Lernen und Arbeiten. Gleich nach der Geburt geht es schon los mit Essen, Krabeln, Gehen und Sprechen lernen. In Kindergarten und Schule geht es dann weiter, wobei hier auch schon ein gewisser Konkurrenzkampf einsetzt. Ständig müssen Entscheidungen getroffen werden, die den weiteren Verlauf des Lebens beeinflussen.
Als junger Mensch hat man es dabei nicht leicht, weil man oft nicht weiß, was man eigentlich will und welche Richtung, ob beruflich oder privat, man einschlagen soll. Hat man sich dann hoffentlich in der Gesellschaft einen Platz "erkämpft", der einen zufrieden macht und der einen ausfüllt, muss man sich schon bald auch mit dem Älterwerden auseinander setzen.
Wahrscheinlich ist es so, um so zurfriedener man auf sein bisheriges Leben zurückblicken kann, desto leichter akzeptiert man auch das Älterwerden. Ich selber würde gar nicht gerne mit einem jungen Menschen tauschen wollen, ersten hätte ich dann das gesamte "Lern- und Arbeitspensum" wieder vor mir und zweitens würde ich dies dann in einer anderen Zeit, also in der jetztigen, absolvieren müssen.
Ich sehe das Leben als den Zusammenbau von vielen kleinen Mosaiksteinchen. Jedes Steinchen bringt einen ein winziges kleines Stück weiter. Wenn man z. B. für jeden Tag ein Steinchen ansetzt, so hätte ich inzwischen mit fast 50 Jahren bereits 18.000 solcher Steinchen gesetzt und jedes kleine Steinchen trägt eigentlich ein winziges kleines Stück an Gesamt-Zufriedenheit auf seinem Lebensweg bei.
Zum zufriedenen Älterwerden gehört natürlich auch die Gesundheit dazu. Weil man mit zunehmendem Alter und Lebenserfahrung die Gesundheit immer mehr zu schätzen weiß, ist es für mich eigenlich ganz selbstverständlich, viel in gesunder Ernährung und Bewegung zu investieren.
Das es mit der sportlichen Leistung mit zunehmendem Alter “abwärts” geht, ist dabei völlig normal, da sich der “Verfall” der Zellen (Gott sei Dank) medizinisch noch nicht aufhalten lässt. Hier eine recht gute statistische Zusammenfassung über die sportliche Leistungsfähigkeit im Triathlon in Abhängigkeit vom Alter:
http://www.topsportaustria.at/article/leistungsentwicklung-von-triathleten-im-alter und nachfolgend das wichtigste Diagramm daraus. Vereinfacht kann gesagt werden, dass man ab dem ca. 35. Lebensjahr jährlich rd. 1% seiner körperlichen Leistungsfähigkeit verliert. Ab 50 geht es dann schneller "bergab".


11.08.2015: In was für einer Welt leben wir eigentlich? 
- In den letzten ca. 100 Jahren werden unsere weltweit vorhandenen Rohstoffe radikal verbraucht. Was hunderttausende von Jahren für die Entstehung gebraucht hat, wird von den Menschen innerhalb von etwa 200 Jahren „vernichtet“ – frei nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“.
- Unverdorbene Nahrung landet täglich tonnenweise im Müll.
- Die Arbeiter in den Entwicklungsländern werden heillos ausgebeutet. Dafür werden der Handel bzw. einige Wenige richtig reich.
- Sportler verschaffen sich durch unerlaubte Mittel Vorteile und lassen sich als große Sieger (und Helden) feiern. Der Sport als Spiegelbild der Gesellschaft zeigt somit, wie es auf unserer Welt zugeht.
- Korruption und Bestechung sind in der Wirtschaftswelt gang und gäbe.
- Ehrgefühl und Loyalität sind bei vielen Politikern nicht so wichtig, Hauptsache es geht die Karriereleiter weiter nach oben.
- Lügen, Beschummeln und sich irgendwie Vorteile auf Kosten anderer zu verschaffen, ist bei vielen eine ganz normale Vorgehensweise. 
- Auf den Straßen herrscht immer noch das Recht des Stärkeren. Autofahrer fahren oft sehr knapp an Radfahrern vorbei, weil es ja eh nur ein Radfahrer ist.
- Motorradfahrer fahren mit ohrenbetäubendem Lärm durch unsere schöne Landschaft spazieren, ohne sich Gedanken darüber zu machen, dass dies sehr auf Kosten der anderen geht. Von der Energieverschwendung ganz zu schweigen.
- Im heimatlichen Wald wird einem das versperrte (ideell kostbare) Fahrrad am Tag vor der Nase weggeklaut. Leider sind nicht nur in der Stadt viele „Verrückte“ unterwegs - jetzt breiten sich diese auch schon im Wald und auf den Almen aus. Wie jemand so etwas tun kann, ist für mich absolut nicht vorstellbar - mit so einem Handeln kann man doch keine Freude haben - was sind das nur für Menschen?
Als ehrlicher und rechtschaffener Bürger kommt man sich in solch einer Welt oft ziemlich „verarscht“ und ausgenutzt vor.

24., 25. u. 26.07.2015: Dieses WE wären gleich 4 Ultra-Läufe gewesen: Der Südtiroler Skyrace mit 121 km und 7550 hm, (hab ich letztes Jahr mitgemacht), der Glockner-Trial mit 110 km und rd. 7000 hm, der Pitztal-Ultra mit 90 km und rd. 6800 hm (war ich auch letztes Jahr dabei) und der Zugspitz-Trail mit 42 km und rd. 3500 hm.
Gestern, am Samstag, waren diese Ultra-Läufe in der TT das Thema des Tages “Die Lust, sich laufend zu quälen”.
Sicher ist es eine große Herausforderung bei sowas mitzumachen. Wie in dem TT-Beitrag angesprochen, war es früher der Marathon, so muss es jetzt schon mehr sein. Ich hab den Eindruck, dass sich viele anmelden, ohne zu wissen auf was sie sich tatsächlich einlassen. Z. B. beim Südtiroler Skyrace sind 161 Läufer gestartet und nur 46 Männer und 3 Frauen sind tatsächlich ins Ziel gekommen, der Letzte in 35:27 h (letztes Jahr war es ähnlich).
Es ist auch beachtlich, welcher Aufwand es ist, so einen Lauf zu organisieren. Z. B. in Südtirol sind ca. 450 Helfer involviert. Das Wichtigste ist die Streckenmarkierung, die so deutlich sein sollte, dass sie auch bei Nacht sichtbar ist. Schließlich ist es für alle Beteiligten nicht schön, wenn sich die Läufer verlaufen.
Dann ist selbstverständlich ein großer Unsicherheitsfaktor das Wetter. Für eine Sportveranstaltung im Gebirge mit 40 Std. Renndauer sind stabile Wetterverhältnisse im Hochsommer ein absoluter Glücksfall. Man muss nämlich auch sehen, dass zu der beträchtlichen Streckenlänge und den Höhenmetern, es erschwerend hinzu kommt, Teile davon bei Regen hinter sich zu bringen. Natürlich sind dann auch die Steine und die Wurzeln glatt und rutschig, so dass man sich dann noch mehr auf die Wege konzentrieren muss.
Zusätzlich muss man bei solchen Streckenlängen auch nachts unterwegs sein, was die Sache auch psychologisch nicht leichter macht.
Für den gewaltigen Organisationsaufwand sind die Startgebühren m. E. ziemlich preiswert – sie liegen so zwischen 100,- und 130,- Euro. Allein was jeder Läufer während dem Rennen vertilgt, ist schon fast diese Startgebühr wert.
Vom gesundheitlichen Aspekt her sehe ich eigentlich die größte Gefahr, dass man beim Bergablaufen stolpert und stürzt. Ich selber hab festgestellt, dass das “moderate” Bergablaufen als Leichtgewicht und bei gutem Trainingszustand für die Gelenke nicht so problematisch ist – schließlich ist der Mensch erst in den letzten 100 bis 200 Jahren zum Sitz-Lebewesen geworden. Früher als Jäger und Sammler war man den ganzen Tag unterwegs.
Das Problem bei solchen Wettkämpfen ist allerdings, dass man einfach zu schnell angeht und auch bergab zu schnell unterwegs ist. Brettert man auf Dauer richtig schnell bergab, werden die Muskeln müde und um so mehr müssen die Gelenke aushalten.
Für mich ist ja die Gesundheit sehr wichtig und bin auch eher ein vorsichtiger Zeitgenosse. Verletzungsfrei zu bleiben hat für mich den höchsten Stellenwert, schließlich ist ja Bewegung Leben und Freude. Ich bin jedenfalls ganz zufrieden, heuer bei keinem dieser Läufe dabei gewesen zu sein. Mir war auch das Gewitterwetter zu unsicher.
Die Gefahr ist auch, dass man sich "mitreissen" lässt, bei sowas mitzumachen und "verrückt" ist's ja schon mit der vorgeschriebenen Ausrüstung und dem Laufrucksack nachts durch die Gegend zu springen. Sowas allein, ohne Wettkampfcharakter zu machen, ist mir da schon viel sympathischer (dann kann man auch einen perfekten Tag abwarten).
Auch ich habe erkannt, dass man sich nicht unbedingt solchen Herausforderungen stellen muss. Man kann sich schließlich das Leben auch so schön machen.

08.07.2015: TT-Leserbrief "Griechenland" - hier: Eigentlich will ich ja kein "Gschafftler" sein, aber ich musste unbedingt einmal sagen, dass die EU eigentlich schon allein aus humanitären Gründen und aufgrund ihrer ethischen Grundsätze, nicht anders kann, als Griechenland weiter zu helfen.
Griechenland hat kein Geld und kann auch in den nächsten Jahren seine Schulden nicht zurückzahlen. Wenn die EZB und die EU Griechenland nicht weiter helfen würde, würden sich die Griechen bald nichts mehr kaufen können und ein Großteil vielleicht sogar hungern.
Die Hilfszahlungen der EU sind eigentlich dafür gedacht, die griechische Wirtschaft anzukurbeln. Was aber tatsächlich mit diesem Geld geschieht, kann aber die EU kaum beeinflussen. Der einzelne Bürger in Griechenland hat davon wahrscheinlich noch nicht viel gesehen.
Zum einen fehlen in den damaligen EU-Verträgen offenbar Vereinbarungen, in welchem Maße man wirtschaftlich sehr schwache EU-Länder unterstützen soll und zum anderen ist es wahrscheinlich aus moralischen Gründen schwierig solche Länder einfach auszuschließen.
Das hat Tsipras erkannt (und nützt es "schamlos" aus) und so auch leicht die griechische Bevölkerung hinter sich bringen können.
Richtig schwierig wird es für die EU aber dann, wenn noch weitere schwächere EU-Länder es den Griechen gleichtun. Das Ergebnis wird dann sein, dass sich alle EU-Staaten in etwas auf dem gleichen und demzufolge wirtschaftlich niedrigeren Niveau einpendeln werden – dies war aber sicher nicht Sinn und Zweck der EU.
Dies trifft selbstverständlich auch für den Euro zu – dieser wird ebenfalls gegenüber den starken Einzelwährungen verlieren.
Es bleibt also weiterhin sehr spannend, wie es mit der EU und dem Euro weitergeht.

04.04.2015: Arbeitslosigkeit in unserer Leistungsgesellschaft

Beinahe täglich ist zu lesen, dass die Arbeitslosigkeit steigt und sich dies auch in den nächsten Jahren nicht ändern wird.

Mich wundert das nicht, da sich unsere Arbeitswelt in einem großen Änderungsprozess befindet. Viele können oder wollen mit diesen Änderungen nicht Schritt halten und somit die geforderte Arbeitsleistung nicht mehr erbringen.

In der Vergangenheit gab es im Großen und Ganzen für jede Gesellschafts- und Bildungsschicht bzw. jedes Intelligenz- und Leistungsniveau die geeigneten Arbeitsplätze. Inzwischen nehmen jedoch die anspruchsvollen Stellen, sowohl was die geistigen Anforderungen als auch den geforderten Leistungswillen anbelangt, ständig zu und dies nicht nur bei den „Schreibtisch“- sondern auch bei vielen handwerklichen Berufen. Gerade in den technischen Handwerksberufen sind durch die „Computerisierung“ die Anforderungen beträchtlich gestiegen. Darüber hinaus ist es inzwischen ganz normal rund um die Uhr über Smartphone auch geschäftlich erreichbar zu sein.

Es hat viele unterschiedliche Gründe, dass ein nicht kleiner Teil der Bevölkerung diesem Leistungsanspruch nicht mehr gewachsen ist bzw. möchte sich dem nicht unterordnen. Darüber hinaus wird unsere Gesellschaft immer älter und einige der älteren Berufstätigen haben Schwierigkeiten mit der technischen Entwicklung in der (Arbeits-)Welt Schritt zu halten bzw. sie wollen das gar nicht und lehnen es ab.

Es hilft auch wenig, wenn immer mehr Schüler die Matura machen, wenn sie dann in unserer Leistungsgesellschaft trotzdem den Anforderungen nicht gewachsen sind bzw. (verständlicherweise) nicht bereit sind, dem Beruf alles unterzuordnen.

In den einfachen Berufen, bei denen man auch nicht viel verdient, z. B. im Tourismus sind viele Gastarbeiter oder Migranten angestellt. Die vielen tüchtigen und oft auch überqualifizierten Migranten heben unser Bildungs- und Leistungsniveau, aber leider bleiben dann immer mehr Österreicher auf der Strecke, die das nicht leisten wollen oder können.

Dazu kommt noch, dass ein nicht kleiner Teil in unserer Gesellschaft krankheitsbedingt nicht voll leistungsfähig ist. Darunter zählen auch die immer öfters auftretenden psychischen Erkrankungen (angeblich sind ja schon 5 bis 10% der Bevölkerung davon betroffen) oder auch Suchtprobleme. Die ganze Entwicklung, hin zum Social Media und weg vom Lesen eines Buches hebt auch nicht gerade unser Bildungsniveau.

Wenn man dies alles in Betracht zieht, dann erscheint eine Arbeitslosigkeit von 8 bis 10 % heutzutage nicht all zu hoch – eher im Gegenteil.

Hier das pdf: paar Zeilen 

03.02.15: Neues zum Thema Doping: Jetzt ist es ganz offiziell - Nösig wurde auf die ÖRV-Liste der sanktionierten Fahrer gesetzt: http://www.radsportverband.at/index.php/aktuelles/wichtige-meldungen/allgemein-meldungen/2183-liste-sanktionierter-fahrerinnen und im Tour-Magizin steht auch ein Bericht: http://www.tour-magazin.de/hobbysport/news/gedopt-aufs-oetztaler-podium/a35233.html (hier auch als pdf). Hier der TT-Bericht vom 04.02.15.
Erwischt wurden ja noch andere Fahrer - diese sind aber gerade dabei sich mit ärztlichen Attesten bzw. mittels Anfechtungen (Ablauf der Dopingkontrolle etc.) heraus zu mogeln.
Wir "Naivlinge" bekommen da nur die Spitze des Eisberges mit - es ist wahrscheinlich eh besser, wenn wir gar nicht wissen, was alles hinten herum so läuft. Was sagt man zu so einer "Steinheberfigur" (eigentlich tut's ja richtig weh, dieses Foto hier reinzustellen, aber ich finde es dient zur Aufklärung, wie ein Radfahrer eigentlich nicht ausschaut): Foto siehe unter "Rennen".
Eigentlich ist's schon beängstigend, welche Leistungssteigerungen durch die medizinischen „Hilfmittel“ noch möglich sind, nachdem man nach jahrelangem Training eigentlich seinen Plafond erreicht hat. Auch solche Leute wie Nösig, die ja eigentlich vom Gewicht her benachteiligt sind, können so zu den besten in Österreich werden. Immerhin haben auch die besten Profiradsportler Schwierigkeiten gehabt Nösig auch am Berg zu folgen und bei den Profis weiß man ja auch nicht, ob sie vielleicht auch etwas nachgeholfen haben.
Viele Sportärzte sagen nicht umsonst, dass man heutzutage mit den leistungssteigernden Mittel aus jedem einigermaßen talentierten Sportler einen Spitzensportler machen kann. Naja, umso mehr man über solche Dinge erfährt, desto absurder erscheint der Wettkampf-Ausdauersport. Außerdem wird ja in der Medizin weiter geforscht und wer weiß was in einigen Jahren hier noch möglich ist.
Die Jungen haben schon Recht, dass sie sich mehr solchen Sportarten wie (Sport-)Klettern, MTB-Downhill und Freeriden etc. widmen.
Habe jetzt gehört, dass man bei Nösig nur im Urin insgesamt 12 verbotene Substanzen festgestellt hat, obwohl er ein Verschleierungsmittel genommen hat - da sieht man mal wieder, welche Wahnsinnigen es in unserem Sport gibt.

24.01.15: Interessant: Endlich scheint es Beweise für unsere Mutmaßungen bezüglich Doping im Amateur- und Hobbysport zu geben. Dieser Artikel war gestern in der TT. Leider wird darin kein Name genannt. Um die Mutmaßungen etwas konkreter werden zu lassen, hab ich mal nach der Ergebnisliste von diesen Österreichischen Berg-Meisterschaften der Radamateure recherchiert (http://www.radsportverband.at/images/Ergebnisse/2014/0914_OEM_Berg_Amateure.pdf). Angeblich soll es sich nicht nur um eine Person handeln. Vor fast 6 Jahren hat die TT diesen Leserbrief vonmir gedruckt und er ist eigentlich immer noch aktuell. Jetzt bin ich gespannt, ob der Name veröffentlicht wird - hoffentlich, denn das ist die TT den weit überwiegenden fairen Sportlern schuldig, sonst gibt's nur falsche Verdächtigungen. Da es eh bereits allgemein bekannt ist und ich für klare Aussagen bin - es ist der Sieger auf der verlinkten Ergebnisliste. Wie in meinem Leserbrief eh gesagt, kann ich eigentlich dopende Profisportler eher "verzeihen", da diese sich oft mit Ihresgleichen messen müssen. Dopende Hobby- und Amateursportler, die sich aufs oberste Podest neben ehrlichen Sportlern stellen und sich als große Sieger feiern lassen, sind für mich charakterlich gesehen, ganz weit unten angesiedelt. Ich kann wirklich nicht verstehen, wie sich so jemand über einen solchen Sieg freuen kann. M. E. gehört sich er aus allen Ergebnislisten herausgestrichen. Z. B. über Zeiten von rd. 7 h beim Ötztaler soll sich jeder selber seine Gedanken machen. Das Interesse am Wettkampfsport, sei es bei dem ich selber mitmache oder sei es an Profiveranstaltungen im Fernsehen hat sich bei mir ohnehin schon ziemlich reduziert. Leider gibt es auch im Hobby-Wettkampfsport, wo es nicht um's Geld geht, Spielverderber. Alles was mit Wettkampf, Sieg oder Geld zu tun hat, hat eine negative Seite, weil der Egoismus des Menschen dabei eine Rolle spielt. Das Schönste ist wohl, sich in unserer herrlichen Natur zu bewegen, seinen Körper zu spüren und die Verhältnisse entsprechend der Jahreszeit und dem Wetter auszunutzen und das ohne auf Kosten von den Mitmenschen.

24.10.14: Heute ist der Leserbrief tatsächlich in der Zeitung. Hab eigentlich nicht mehr damit gerechnet, weil ich den schon am 01.10.2014 kurz nach dem Berlin-Marathon an die TT geschickt habe. Etwas schade, dass sie ihn so spät bringen, weil ja jetzt irgendwie der Bezug fehlt. Hier die leicht gekürzte Fassung von der TT.

Marathon Weltrekorde - Wo soll das noch enden?

Wenn der Veranstalter des Berlin-Marathons eine Prämie auf einen neuen Weltrekord ausschreibt, möchte er hiermit die besten Läufer anlocken und damit wünscht er sich ein möglichst schnelles Rennen. Konsequente Dopingkontrollen wären dann natürlich kontraproduktiv, weil ja bekanntlich gedopte Sportler schneller laufen können als "saubere" Sportler. Auf der einen Seite bekennen sich meist die Veranstalter zu einem sauberen Sport, auf der anderen Seite setzten sie Prämien für Streckenrekorde aus. Dies ist ein Widerspruch.
Für den Veranstalter des Berlin-Marathons ist es natürlich die beste Werbung, wenn auf seiner Strecke so schnelle Zeiten gelaufen werden können, da dadurch auch alle Hobbyläufer hoffen, ihre persönlichen Bestleistungen leichter unterbieten zu können. Dadurch kann sich der Veranstalter sicher sein, viele Teilnehmer anzulocken und er kann auch hohe Startgebühren verlangen.
Momentan wird gerätselt, ob jemals eine Zeit unter 2 h gelaufen werden kann. Wenn die bisherigen Weltrekorde alle "sauber" gelaufen worden wären, frage ich mich schon, warum nicht ein Topläufer sich einen guten Arzt nimmt, der ihn "präperiert", so dass dieser dann bei einer medizinischinduzierten 3%igen Leistungssteigerung eine Zeit unter 2 h läuft.
Die Antwort ist ganz einfach: Die bisherigen Weltrekorde wurden eben bereits mit Zuhilfenahme der medizinischen Hilfsmittel gelaufen. Erst eine Weiterentwicklung der leistungssteigernden Mittel bringt wieder eine Verbesserung des Weltrekords.
Solange die Veranstalter und die Zuschauer so gierig auf Sensationen sind und dafür Sportler bezahlt werden, wird das Thema Doping im Sport eine Rolle spielen. Dies ist bei sog. Hobby-Sportveranstaltungen nicht anders, auch deren Veranstalter sind "heiß" auf neue Rekordzeiten und setzen dafür Prämien aus. Da es hier ohnehin keine Dopingkontrollen gibt, ist für manche dann die Versuchung nachzuhelfen sehr naheliegend. Man kann Günther Weidlinger gut verstehen, wenn er davon spricht, dass wir Sportler nur mehr "Hofclowns" sind. Die großen Sportveranstaltungen sind inzwischen hauptsächlich ein Geschäft. Die Zuschauer müssen wie bei einer Showveranstaltung unterhalten werden und der Profit muss stimmen.

19.08.14: Da in den gegenwärtigen Diskussionen wegen der Kuhangriffe, eigentlich nie die Hörner erwähnt werden, die meist die schweren Verletzungen verusachen, hab ich an die TT einen Leserbrief geschickt - allerdings haben die ihn nicht gebracht. Weiß auch nicht warum! 22.08.14: Aha, heute nach fast 10 Tagen haben sie ihn, etwas gekürzt, doch gebracht - hier.

06.04.09: Heute stand mein Leserbrief in der TT. Leider etwas gekürzt - hier meine Einreichung: Leserbrief