Leben = Bewegung = Freude

Tourenbuch 2019

 

  

22.01.19: Kl. u. Gr. BW: Nachts ist mir eingefallen, dass bei dem Schnee heuer die "Halltalplatten" endlich mal wieder Schnee bedeckt und mit Ski begeh- und befahrbar sein müssten. Der Lawinenlagebericht ist auch innerhalb von ein paar Tagen von Stufe 5 auf 2 und jetzt sogar teils bis 1 runtergegangen, weil sich ja dicke Schneepakete durch ihr großes Eigengewicht schnell setzen. Hab mich jedenfalls nachts entschieden anstatt auf'n Kofel oder Glungezer mal ins Halltal zu schauen.

Im Halltal hat man bei sicheren Verhältnissen die Qual der Wahl. Bin um 7:05 Uhr von unten weg und war ganz allein unterwegs. Als die Halltalplatten kurz nach dem Bettelwurfeck auftauchten, sah ich, dass schon ein paar Felder abgerutscht sind, aber eigentlich, sollte man schon durchkommen. Habe dann gesehen, dass außer mir doch noch 2 Leute unterwegs waren und die gingen gerade die Platten hinauf. Das letzte mal beging ich diese 2012 und 2013 und meines Wissens war es seit dem nicht mehr möglich. Bin dann auch dort hinauf. Der Anstieg war dann schon recht harschig und die reinste Spitzkehrenaneinanderreihung - also kein Spaziergang. Auf einer Höhe von etwa 1950 m hab ich die beiden dann eingeholt. Sie waren aus dem Alpbachtal und wir gingen dann gemeinsam weiter. Es war bereits eine 2 Tage alte Spur von 2 Leuten vorhanden und diese führte Richtung Kl. Bettelwurf. Dieser Spur sind wir dann bis zu den Felsen auf Höhe ca. 2350 m gefolgt. 

Dort sind wir dann nicht direkt über die Felsen, weil man hier hinauf schon leicht abrutschen und runter fallen kann, sondern rechts rüber gequert und über die Schneerinnen und -felder hinauf zum oberen Gipfelbereich vom Kl. BW. Bis wir hier durchgefunden haben hat es etwas gedauert und außerdem war das Stapfen im tiefen Schnee eine mühsame Angelegenheit - aber wie so oft "irgendwann ist man dann doch oben" und die Freude war von uns Dreien entsprechend groß. Die 2 Bergsteiger vom Sonntag sind vom Kl. BW wieder abgefahren. Wir wollten aber zum Großen rüber, weil ja dort die Abfahrt schöner ist und weil's ja auch eine Runde ist. I hab ja schon 2 mal im Winter diese Runde gemacht, aber heute waren irgendwie die Bedinungen etwas schwieriger oder ich bin anscheinend inzwischen doch schon zum Pistengeher am Kofel und Glungezer geworden. War schon der Aufstieg zum Kl. Bettelwurf recht abenteuerlich, war nun der Klettersteig zum Großen auch schwerer als in Erinnerung. Im Sommer geht es hier doch recht locker und geschmeidig hinauf und jetzt im Winter muss man sich voll am Stahlseil raufziehen, auch weil man mit den Skischuhen im Fels nicht so feinfühlig ist und die Ski am Rucksack die Sache auch nicht leichter machen. Auch der weitere Übergang bis zum Gipfel vom Großen BW war eine mühsame Spurarbeit. Aber immerhin in einer knappen Stunden haben wir dann den Übergang vom Kleinen zum Großen geschafft.

Dann ging es an die Abfahrt und weil ich ja nie meine Ski wachsle und momentan bei mir der Fellkleber teilweise am Skibelag hängen bleibt und außerdem der Pulverschnee durch die starke Sonneneinstrahlung schon leicht feucht war, ist bei mir immer wieder der Schnee am Skibelag drangeklebt. Das hat die Abfahrt etwas erschwert und ich hab möglichst nicht stehen bleiben dürfen. Eigentlich waren es aber schon gute Bedingungen, weil alles schön glatt, also ohne Knollen und Rinnen war und bis auf Höhe der Bettelwurfhütte war es eine "leicht angefeuchtete" Pulverabfahrt. Um wieder zu den Platten auf der Westseite von der Bettelwurfhütte zu gelangen, mussten wir wieder anfellen und bei dem Anstieg hat uns die Mittagssonne ziemlich eingeheizt. Die Abfahrt die Platten hinunter ins Halltal war dann recht gut zu fahren - oben noch pulvrig, in der Mitte schon firnig und unten wieder pulvrig. Dort wo es firnig war, kommen die Platten schon öfters aus dem Schnee heraus. Im Großen und Ganzen haben wir heute alle Schneearten befahren.

Freue mich schon über die Bettelwurfrunde, weil ich die ja eigentlich gar nicht geplant hab und irgendwie ist die Tour doch was Besonderes, weil es hierfür schon besonders günstige Verhältnisse braucht, die es nicht jedes Jahr gibt. Wenn die Bedingungen dann mal so gut sind, darf man nicht lange zögern, weil's ja oft am nächsten Tag schon wieder ganz anders sein kann. Im Foto unten der Blick vom Kl. auf den Gr. BW.

21.01.19: Heute bei totaler Mondfinsternis unterwegs und zum Glück war es zu dieser Zeit auch wolkenlos. Eigentlich freue ich mich ja wenn der Mond scheint, aber wenn man bedenkt, dass die nächste totale Mondfinsternis bei uns erst wieder 2028 sein wird, war es doch etwas besonderes. Bin zuerst auf die Kofel-Bergstation und dann nochmal rauf und weiter bis zum Gipfel.

20.01.19: Sonnenspitze von KK: Hab heute schon überlegt, einmal woanders zu gehen. Aber weil der Schnee wahrscheinlich überall ziemlich vom Wind gepresst worden ist, bin i wieder auf`'n Glungi. Bin zwar wieder die Direttissi runter, weil sich hier ja manchmal noch guter Schnee versteckt - aber leider auch dort keinen schönen Pulver aufspüren können.

19.01.19: 2 x Kofelgipfel: Pulver ist hier nicht mehr viel vorhanden. Im unteren Drittel vom Gipfelhang hab ich noch einen gefunden.

18.01.19: Sonnenspitze von KK: Über Nacht hat's unten so 3 bis 5 cm geschneit. War mal wieder in der Früh ganz allein unterwegs und der Karlskirchen-Anstieg zieht sich schon ziemlich, weil man ja viel Strecke machen muss. Die Piste war gerade präpariert worden und ab der Schaferhütte musste i dann so 10 bis 12 cm spuren. Unter dem frischen Pulver hat der gestrige Föhn den Schnee zusammengepresst. Bin dann die Direttissi runter - bin zwar dabei auf die windgepresste Altschneedecke durchgekommen, war aber trotzdem ganz fein zu fahren.

17.01.19: Heute ganz früh unterwegs. Wegen dem Föhn, bin i bis zur neuen Kofel-Bergstation und dann zur Mittelstation und dann noch bis zum Ochsenschlag.

16.01.19: Zuerst zur ehem. Kofel-Bergstation. Dabei hab i gesehen, dass der Schnee doch nicht so schlecht und verblasen ist, wie ich gestern angenommen hab. Bin dann von unten nochmal rauf und hab dann weiter bis zum Gipfel gespurt. Die Gipfelkuppe ist zwar schon abgeblasen, aber der Gipfelhang war fein zu fahren

15.01.19: 2 x zur neuen Bergstation: Hm, das hat ja so kommen müssen, dass jetzt am Ende der Schneefallperiode der Wind den schönen Schnee kaputt macht. Oben am am Schutzhaus hab ich gesehen, wie abgeblasen jetzt der Kofel ist und dass überall hin der Schnee verfrachtet wurde. Ein trauriger Anblick - jetzt ist es momentan sicher gefährlich.             Gewundert hab ich mich, dass der Ratrac nicht gefahren ist - immerhin waren oben bestimmt 25 cm Pulver auf der Piste, der über Nacht noch gefallen ist. Hab dann mitbekommen, dass sie schon wieder "Vereisungsprobleme" bei der Bahn haben und sie deshalb nicht aufsperren. Weil ja eigentlich alle neue Bahnen bei uns in der Gegend ziemlich gleich und auch vom selben Herstellen sind, wundert's mich schon, dass anscheinend nur beim Kofel diese Probleme auftreten.

13. u. 14.01.19: Jeweils 2 x zur neuen Kofel-Bergstation bei leichtem Schneefall und oben schlechter Sicht

12.01.19: Pulvern am Kofel: Bin 2 x von unten auf den Kofel-Gipfel gegangen. Der Schnee hat sich gegenüber gestern am Glungezer weiterhin gesetzt. Beim Spuren zum Gipfel bin i nur ca. 20 cm eingesunken und auch sonst nirgends Spannungen gemerkt.  Weil's auch nicht mehr so kalt wie gestern war, hat's beim Abfahren nicht mehr gestaubt. Am Schluss bin i die Gipfelflanke dann noch mal rauf, weil man den Schnee ja doch ausnützen muss. 

11.01.19: Pulvern am Glungezer: Da heute kurz das Wetter etwas besser werden sollte, bin i zur Karlskirche runter. Von unten weg war dann eine schöne 5 bis 7 cm dicke Pulverauflage, das aber das gehen kaum gebremst hat. Auf der Piste von 1350 m bis Tulfein ging's dann ziemlich reibungslos dahin. Nach Tulfein ist dann kein Ratrac mehr gefahren, so dass i bis zur Schaferhütte auch schon so 12 cm Spuren müsste. Hm, das kann ja heiter werden - ob ich zur Sonnenspitze überhaupt rauf komme? Dort hinauf hab ich dann einen knietiefen Graben ziehen müssen Es ging zwar langsam voran, aber wie immer "irgendwann ist man ja dann doch oben". Bin wieder die Wächte links herum umgangen und hab dabei gleich ein gutes Gefühl für die Schneeverhältnisse bekommen. Traumpulver ohne Windbeeinflussung und der Schnee der vor einigen Tagen gefallen ist, hat sich schon recht gut gesetzt. Große Schneemengen setzen sich halt immer schon allein durch ihr Eigengewicht, vor allem wenn sie ohne Windeinfluss gefallen sind.                            Oben war's saukalt und auch ein bissl windig und neblig. Hm, wo fahr ich jetzt runter? Die Normalabfahrt von der Sonnenspitze ist bei dem Schnee ein bissl flach, so dass i viel die Aufstiegsspur entlang fahren müsste. Bin dann doch oben abgebogen und zur Direttissi raufgequert. Auch hier keine Setzungen und unten drunter schon kompakt. War mir dann ganz sicher, dass die Direttissi passt.                      Es war dann wirklich ein Traum. Schon allein die Einfahrt oben, wenn man in den Pulver "hineintaucht" und einen großen Teil das ca. 500 hm-Hanges im Blick hat. Schöner kann Skifahren nimmer sein. Direkt schade, dass ich die Freude mit niemanden teilen konnte.                       Unten bei der Schartenkogel-Talstation, hab i dann nicht anders können, als nochmal auf die Sonnenspitze zu gehen. Weil aber immer noch niemand unterwegs war, hab i nach der Schaferhütte viel nochmal spuren müssen, weil der leichte Wind meine Spur schon wieder zugeweht hat. Das Raufgehen, fiel mir aber mit der Vorfreude auf die Abfahrt recht leicht. Inzwischen ist auch teils die Sonne rausgekommen. Skifahren bei so einem Pulver, ist halt doch so ziemlich das schönste im Leben.                        Von der Schartenkogel-Talstation ging's dann nochmal die 150 hm rauf nach Tulfein, wo dann noch viele (gewöhnliche) Abfahrtshöhenmeter hinunter zur Karlskirche auf mich warteten.

09. u. 10.01.19: Jeweils 2 x zur neuen Kofel-Bergstation. Am 10. bin ich dann das kurze Stück bis zur ehem. Bergstation weiter, um die Schneeverhältnisse zu erkunden. Bin beim Spuren nur ca. 20 cm eingesunken - die Schneedecke hat sich also weiter gesetzt.

08.01.19: Zuerst zur ehem. Kofel-Bergstation und dann noch nochmal rauf und sogar weiter bis zum Gipfel. Gegenüber vor 2 Tagen (Sonntag), wo ja so viel Schnee gefallen ist, hat sich dieser schon recht gut gesetzt, so dass ich gut auf den Kofel über die Gipfelflanke raufspuren konnte. Hab auch beim Raufgehen keine Setzungen verursacht und die Schneedecke scheint ziemlich "spannungslos" zu sein. Die Sicht war oben so schlecht, dass ich ein bissl Probleme gehabt hab, die Einfahrt zur Gipfelflanke zu finden. In der Abfahrt wurde dann die Sicht wieder besser, so dass ich doch den Schnee genießen konnte.

07.01.19: 2 x zur neuen Kofel-Bergstation

06.01.19: 3 x zur neuen Kofel-Bergstation: Heute war erst mal daheim über eine halbe Stunde Schneeräumen angesagt. Weil ich nicht mehr weiß wohin damit, muss ich den Schnee immer höher und weiter mit der Schaufel hinauf bzw. durch die Gegend (in Nachbars Garten) werfen. Eigentlich wollte ich von daheim Richtung Aldranser Alm gehen, aber bei soviel Neuschnee ist ein Vorankommen kaum mehr möglich.                So bin ich mit dem Auto um ca. 6:50 Uhr zum Kofel-Parkplatz und der Winterdienst hat mal wieder eine gute Arbeit gemacht - sogar der Kofel-Parkplatz war schon geräumt. Die Piste haben sie am Morgen gewalzt und so ging es locker hinauf bis zur neuen Kofel-Bergstation. Habe dann mal geschaut, ob man noch weiter gehen kann. Bin gleich hüfttief im Schnee gesteckt - also eigentlich keine Chance außerhalb der Piste. Wenn es nicht sehr steil ist, ist Runterfahren im Tiefschnee da auch nicht mehr möglich. So bin i wieder die Piste runter. Inzwischen lag schon wieder so ca. 6 cm Neuschnee auf der Piste, was klasse zu fahren war - leider hat man vor lauter Schneefall und Nebel kaum was gesehen.                Unten hab i dann gehört, dass sie die Bahn nicht in Betrieb setzen, weil sie wegen dem vielen Schnee die Sicherheit nicht gewährleisten können, weil z. B. die Türen vereisen könnten. Naja, die neue Kofelbahn, ist schon etwas "eigenartig". Mir war es Recht, so konnte ich ohne "Gegenverkehr" nochmal rauf gehen und die wunderbare Winterlandschaft genießen. Weil es ja nicht so oft vorkommt, dass man bei so gewaltigen Neuschneemengen, wo im Gelände ein Fortkommen gar nicht mehr möglich ist und man schön in Ruhe auf einer Piste unterwegs sein kann, bin i dann nochmal rauf. Ein schöner Tiefwinter-Vormittag. Daheim musste i dann wieder die Schneeschaufel schwingen.

05.01.19: Wie vorgestern zuerst zur ehem. Kofel-Bergstation und nochmal rauf und weiter spurenderweise bis zum Gipfel. Es ist immer wieder "überraschend" um wieviel ungemütlicher es am Gipfel gegenüber der Bergstation ist.

04.01.19: Sonnenspitze von Karlskirche: Jetzt bin auch ich von der Karlskirche weg und von unten auch für die Abfahrt ausreichend Schnee. Obwohl i erst nach halb-sieben unten weg bin, bin i ganz allein unterwegs gewesen. Nach Tulfein war dann die Neuschneeauflage so 5 bis 7 cm, so dass man allmählich von Spuren reden kann. Oberhalb der Schaferhütte war dann wirkliches Spuren angesagt, weil ca. 10 cm Neuschnee mit vielen Windverwehungen. Kälte, Wind und kaum Sicht machte den Aufstieg auch nicht gerade leichter. Die Wächte oben bin ich links herum umgangen. Wem es daheim zu fad ist, braucht nur bei solchen Bedingungen auf den Glungezer gehen - es ist gar nicht notwendig weit durch die Welt zu reisen. Die lange Abfahrt bis zur Karlskirche war dann lässig.

Hier die Höhenmeterstatistik 2018.

 

03.01.19: Zuerst zur ehem. Kofel-Bergstation und dann nochmal rauf und weiter spurenderweise bis zum Gipfel. Es hat dann sogar leicht die Sonne durchgeschimmert, so dass i den Pulver-Gipfelhang bei Sicht fahren konnte.

02.01.19: 2 x zur ehem. Kofel-Bergstation bei leichtem Schneefall. Die Piste mit etwas Neuschneeauflage ist dann wunderbar zum Schwingen.

01.01.19: Glungezer und Sonnenspitze: Jetzt wo auch in Tulfes genügend Schnee liegt, dass man von unten weggehen kann, hab ich auch den Glungi probiert. Seit dem die Gemeinde den kleinen Parkplatz kurz unterhalb der Gufl, an die Hüttenbesitzer verpachtet hat und eine Kette davor hängt, fahr ich nicht mehr gerne rauf, weil ich nicht weiß wo ich sonst das Auto hinstellen soll. Oben dann bei der Schaferhütte hab ich gesehen, dass der Osthang gut fahrbar sein müsste. Bin dann auf Höhe ca. 2470 m links zum Glungezer abgezweigt. Der Osthang war oben zwar abgeblasen und windgepresst, aber die untere Hälfte war dann, ganz lässig zum Skifahren, obwohl ich die steileren Bereiche gemieden habe. So hab ich mir gedacht, wenn ich mich leicht mache, könnte ich auch die Direttissi probieren. Bin dann von der Schaferhütte auf's Sonnenspitzl und die Dire war dann richtig lässig zum pulvern. Heute überraschender Weise ein richtig schöner Pulver-Vormittag.