Leben = Bewegung = Freude

Gedanken

 

13.11.16: Donald Trump: Es ist schon viel über Trump geschrieben worden, aber leider findet kaum Erwähnung, welches schlechte Beispiel solch eine unmoralische Person wie Trump für unsere Gesellschaft im Allgemeinen und für die Jugend im Besonderen ist.

Trump, der damit prahlt, dass er als Prominenter so ziemlich alles tun und lassen kann, der das amerikanische Steuersystem zu seinen Gunsten auslegt, der Frauen als Lustobjekte betrachtet, der seine Präsidentschafts-Gegenkandidatin beleidigt, beschimpft und verleumdet, der nationalsozialistisches Gedankengut verbreitet, der Menschen mit anderen Glaubensüberzeugungen und Hautfarbe als nicht ihm ebenbürtig ansieht, der nur sich selbst liebt und sich ereifert bei seinen dreisten Reden und der seine Errungenschaften und seinen Reichtum hauptsächlich auf Kosten von Anderen aufgebaut hat.

Das solch eine unmoralische Person dann auch noch Präsident der Vereinigten Staaten wird, ist für mich eines der negativsten Ereignisse der letzten Jahrzehnte.

Staatsoberhäupter sollten ein Vorbild für die Gesellschaft sein. Vor allem die jungen Menschen brauchen öffentliche Personen, die zeigen, dass man mit Ehrlichkeit und Charakterstärke das Leben meistern und auch erfolgreich sein kann. Dieser Trump ist genau das Gegenteil von diesen Tugenden und ein Beispiel, wie man auf keinem Fall sein sollte.

Ich versuche meinen Kindern hohe gesellschaftliche Werte beizubringen und diese ihnen vorzuleben und dann kommt ein Trump, der diese Werte mit Füßen tritt.

Klar, Trumps Wahlerfolgt beruht auch darauf, dass viele nur mehr aus Protest wählen, weil sie gegen etwas sind, denken aber nicht darüber nach, dass diese Alternative viel schlechter ist und weitreichende Konsequenzen haben kann.

Es ist zum Weinen, wo wird das noch enden?

11.09.16: Quo vadis Österreich: Für mich sollte das höchste Amt im Staate, eine Person inne haben, die sich bereits für unser Land Österreich verdient gemacht hat, einen seriösen Charakter besitzt, sehr gebildet und belesen ist und auch hohe soziale und humanistische Kompetenzen hat. Dies insbesondere im Hinblick, da der österreichische Bundespräsident hauptsächlich repräsentative Aufgaben zu erfüllen hat und unser Land im Ausland würdig zu vertreten hat.

Alexander Van der Bellen mag diesen Ansprüchen im Großen und Ganzen gerecht werden, allerdings begibt er sich im Rahmen des Wahlkampfes immer wieder auf das Niveau seines Gegenkandidaten herab.

Die nicht Erste, eines Bundespräsidentschaftskandidaten absolut unwürdige Aussage von Norbert Hofer war jetzt unlängst, dass die (wahrscheinlich) abermalige Verschiebung der Bundespräsidentenwahl im Hinterzimmer von rot-schwarz-grün-pink beschlossen worden sei.

Als Entschuldigung könnte man anführen, dass diese Aussage im Bierzelt, bei vielleicht leicht angetrunkenem Zustand, getätigt wurde. Aber zum einen dürfte ein Bundespräsident überhaupt keine Vermutungen, vor allem solche haarsträubenden, in den Raum stellen und zum anderen sind populistische Bierzeltreden eines Bundespräsidenten (bzw. eines Kandidaten) vollkommen unwürdig.

Aber leider passt bei dieser leidigen Bundespräsidentenwahl alles Negative zusammen. Zunächst ist einer der beiden Stichwahlkandidaten ein rechter Populist, der es ähnlich wie Donald Trump in den USA versteht, viele Bürger mit sehr fragwürdigen Aussagen und Standpunkten hinter sich zu bringen, dann wurde die Stichwahl aus politischem Kalkül vom knapp Unterlegenen angefochten, dann wurde diese Stichwahl tatsächlich vom Bundesverfassungsgericht aus formalen Gründen, obwohl dieses Wahlmanipulationen explizit ausschließen kann, aufgehoben und zu guter Letzt nun diese peinliche Misere mit den schlecht klebenden Wahlkarten.

Wenn wirklich diese Wahl in allen Belangen absolut gesetzeskonform zu sein hat, dann müsste diese auch den Wahlgrundsätzen frei, geheim, unmittelbar, gleich und allgemein entsprechen. Dann wäre allerdings die Briefwahl von vornherein fragwürdig, da sie mindestens den Grundsätzen geheim und frei nicht ganz gerecht wird, weil niemand sagen kann, wie zuhause der Briefwähler oder mit wessen Mithilfe er seine Wahlkarte ausgefüllt hat.

Wenn jetzt diese Stichwahl wirklich doch einmal durchgeführt werden kann, sind Anfechtungen nicht ausgeschlossen bzw. sogar sehr naheliegend. Es wäre sogar denkbar, dass das Bundesverfassungsgericht einen Aufhebungsgrund darin sieht, weil die Briefwahl den Wahlgrundsätzen nicht voll gerecht wird, z. B. wenn ein Briefwähler eine Klage einreicht, weil er die Wahlkarte gar nicht selbst ausgefüllt hat.

Das Trauerspiel zur Belustigung des Auslandes geht weiter – quo vadis Österreich.

19.08.16: Usain Bolt: Keine Frage, Usain Bolt ist die Galionsfigur der Leichtathletik. Solche Typen braucht die Gesellschaft. Nicht nur die sportliche Leistung ist wichtig, sondern auch das Drumherum und die Show und von diesem Geschäft versteht Usain Bolt viel.

Mit seinem angekündigten Vorhaben die 200 m unter 19 sek. zu laufen, ist er heute Nacht allerdings ziemlich klar gescheitert. Wenn man bedenkt, dass diese Sprinter bei den 100, 200 und auch die 400 m Distanzen ca. 10 m/s, also sage und schreibe 10 Meter in der Sekunde zurücklegen (Geschwindigkeit 36 km/h), dann hat er mit seiner heute erzielen Zeit von 19,78 sek, bereits 7,8 m vor der Ziellinie die 19 sek. durchlaufen - er hätte also um ganze 7,8 m schneller sein müssen.

Da er schneller ist, als ehemaligen Dopingsünder, die jetzt nach der Dopingsperre teilweise noch schneller laufen also vorher, ist es selbstverständlich sehr unwahrscheinlich, dass er ohne "Hilfsmittel" unterwegs ist. Aber wenn alle die gleichen Mittel einsetzten, ist immerhin Usain Bolt doch wieder der Schnellste, also von daher würde es wieder "sportlich gerecht" sein.

Einen großen Vorteil hat Usain Bolt neben seinem außergewöhnlichen Lauftalent allerdings noch, dass er für die (Sport)Welt derart wichtig ist, dass eine positive Dopingprobe eigentlich gar nicht public gemacht werden kann - das würde die Welt "erschüttern". In diesem Sinne "The Show must go on".

10.08.16: Haben jetzt doch den Leserbrief in der TT gebracht - hier

23.07.16: Olympische Spiele: Allmählich kommen die Machenschaften rund um den Sport ans Licht. Eigentlich ist es ja schon lange klar, dass internationale Sporterfolge vor allem im Kraft- und Ausdauersport ohne Doping nahezu unmöglich sind. Aber wie jetzt aufgedeckt wird, sind die Vergehen der Sportler im Vergleich zu den Machenschaften in den Verbänden und in der Politik direkt harmlos.
Leider wird man als ehrlicher Charakter mit normalem gesundem Ehrgeiz es in unserer Welt kaum bzw. nur in Ausnahmefällen in die höheren Positionen schaffen – das gilt im Sport, in der Politik und teils im Berufsleben gleichermaßen.
Der internationale Sport im Rahmen von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen ist eine hochpolitische Angelegenheit, bei der es hauptsächlich um Macht und Geld geht. Der einzelne Sportler ist nur ein Mittel zum Zweck. Das hat sich leider seit dem alten Rom kaum geändert.
Sportler und Funktionäre befinden sich im gleichen System. Die Sportler müssen ihre Leistung steigern, um an großen Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen und um Geld zu verdienen und die Funktionäre und Politiker müssen ihr Netzwerk und ihre Beziehungen ausbauen, um in der Funktionärsebene und in der Politik nach oben zu kommen.
Klar ist, wenn einige Sportler ihre Leistung mit unerlaubten Mitteln steigern, bleibt den anderen Sportlern nichts anderes übrig, als ebenfalls auf diese Mittel zurückzugreifen, insbesondere, da das Steigerungspotential dieser Mittel enorm ist und es mit Talent und noch mehr Training nicht kompensierbar ist.
Beim Funktionär und Politiker ist es ähnlich, ist einem Konkurrenten jedes Mittel recht, um nach oben zu kommen, wird meist der ehrliche Charakter den Kürzeren ziehen und in den unteren Ebenen tätig sein.
Die jüngsten Korruptionsskandale bei der FIFA oder das staatlich gesteuerte Doping in Russland haben sehr deutlich gezeigt, dass die großen internationalen Sportveranstaltungen mit ehrlichem Wettkampf und Fairness sowohl auf Seiten der Sportler, als auch auf Funktionärsebene, nur wenig zu tun haben.
Es war selbstverständlich zu DDR-Zeiten nicht anders und durch den großen politischen Stellenwert des Sports, liegt der Verdacht nahe, dass es in anderen Ländern auch nicht recht viel anders sein wird.
Als bei den Olympischen Spielen in London vor 4 Jahren Österreich ohne Medaillen nach Hause fuhr, gab es hierzulande einen großen Aufschrei. Dagegen war ich eigentlich stolz auf unser Land, weil wir offenbar ehrliche Sportler nach London geschickt haben.

03.07.16: Wahl zum Bundespräsidenten: Jetzt geht das Wahlspektakel von vorne los. Obwohl es als gesichert gilt, dass keine Stimmenmanipulationen durchgeführt wurden, hat der Verfassungsgerichtshof die Stichwahl vom Mai lediglich aufgrund von Formalfehler aufgehoben.
Diese Formalfehler sind mit hoher Wahrscheinlichkeit bei vergangenen Wahlen ebenfalls vorgekommen und ganz ausschließen wird man diese auch in Zukunft nicht können. Mit dieser Entscheidung, der als Präzedenzfall angesehen werden kann, ist die Gefahr sehr groß, dass der VfGH auch zukünftige Wahlen bei Anfechtungen wegen vermeintlicher Formalfehler aufheben muss.
Die Wahlen verkommen immer mehr zum Theater und zur Medieninszenierung. Dies hat nicht nur unsere Bundespräsidentenwahl sondern auch der gegenwärtige Wahlkampf in den USA gezeigt. Das Auftreten der Parteien und deren Vertreter ist immer mehr vom Opportunismus und Populismus geprägt. Ideale sind kaum erkennbar.
Für mich ist es unverständlich, dass es den Kandidaten nicht zu blöd ist, sich hinzustellen und zu sagen, bitte wählt mich, weil ich der Beste für euch bin. Die vergangenen Wahlen haben immer mehr gezeigt, dass die Kandidaten populistischen Wahlkampf betreiben müssen, um die Gunst der Wähler zu gewinnen. Dieses „Anbiedern“ ist für mich grundsätzlich unsympathisch und vor allem eines Bundespräsidenten unwürdig. Deshalb sollte die Wahl des österreichischen Bundespräsidenten, der ja hauptsächlich repräsentative Aufgaben zu erfüllen hat, wie z. B. in Deutschland vom Parlament durchgeführt werden. Selbstverständlich würde man dabei auch viel Geld sparen.
Mit dieser Wahlaufhebung verliert hauptsächlich das Land Österreich, das für Europa und die Welt unfähig erscheint, Wahlen ordnungsgemäß durchzuführen. Auch wird es im Ausland als sehr negativ wahrgenommen, dass es sich bei einem Kandidaten um einen Rechtspopulisten handelt, der nun abermals die Chance bekommt, das erste ziemlich rechts stehende Staatsoberhaupt Europas zu werden.
In anderen Ländern oder in der EU ist die Situation um die Politiker jedoch nicht besser und auch eine Karriere in der Wirtschaft oder bei den Behörden ist oft vom richtigen Parteibuch abhängig. Darum kann man jeden verstehen, der seinen Lebens- und Berufsweg außerhalb solchen Machtgefüges begehen möchte.

01.01.16: Auch wenn ich mir wie Don Quijote vorkomme, kämpfe ich weiter gegen Windmühlen. Habe deshalb doch wieder am 28.12. einen Leserbrief zur TT geschickt und am 31.12. haben sie ihn in etwas gekürzter Fassung gebracht. Unten meine eingereichte Fassung und beim Klick aufs Bild die Fassung in der TT (der Leserbrief rechts daneben deckt sich ebenfalls mit meiner Meinung):

28.12.15 Energiedurst
Dass gegenwärtig der „Energiedurst“ mit 219,7 Millionen Fass-Öl-Äquivalenten pro Tag zu 82 % aus Öl, Kohle und Gas gestillt wird, überrascht eigentlich nicht. Dass aber bei diesen 3 fossilen Energieträgern im Jahre 2040 mit 310,4 Millionen Fass-Öl-Äquivalenten die Zunahme 41 % beträgt und auch noch 78 % des Gesamtenergieverbrauchs ausmacht, ist schon sehr ernüchternd. Trotz weltweiter Klimakonferenzen usw. – die Menschheit wird wohl nie klüger?
Inzwischen gibt es ca. 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Jeder einzelne wünscht sich ein schönes Leben mit genügend Nahrung und einer warmen Behausung und verbraucht dabei Energie und Wasser. Tierisches Leben auf unsere Erde gibt es seit ca. 500 Millionen Jahren und erst seit ca. 200 Jahren leben wir so stark von den Ressourcen unserer Erde – das ist nur der 2,5 Millionste Teil des Alters des Erdtierlebens.
Wir Menschen sind im Begriff innerhalb von ein paar Jahrhunderten unsere „Mutter“ Erde zu vernichten. Wir leben auf Kosten der nachfolgenden Generationen nach dem Motto: „Die müssen halt schauen wie sie zurecht kommen“.
Auch wenn es für manche sentimental klingen mag, aber mich belastet das. Wenn ich auch den weltweiten Energiedurst nicht beeinflussen kann, so kann ich wenigstens selbst möglichst energieverbrauchsschonend leben. Veränderungen im Kleinen sind aber möglich, wenn mehrere Einzelne versuchen an sich selbst etwas zu ändern. Wenn dann sogar 100.000 Einzelne etwas zum positiven geändert haben, hat das durchaus schon größere Auswirkungen.
Was für jeden Einzelnen gilt, gilt auch für die einzelnen Länder. Es gibt leider noch nicht viele Staaten, die inzwischen auf regenerative Energien setzen. Aber zumindest Deutschland geht mal wieder mit gutem Beispiel voran und hat seine Windkraftanlagen im großen Maßstab ausgebaut. Österreich und insbesondere Tirol, als Land in den Bergen, ist prädestiniert für die Wasserkraft und könnte auch mit gutem Beispiel voran gehen.
Grundsätzlich ist zwar der Wille da, jedoch scheitert dieses Vorhaben daran, dass die Vielzahl der Vorschriften und Gesetze für ein größeres Vorhaben nie in Einklang zu bringen sind.
Eigentlich ist es wunderbar, dass wir nur durch das Umleiten von Teilen unserer Bäche und Flüsse vollkommen emissionsfreie und sogar auch noch speicherfähige Energie gewinnen können. Mit dem Wasser geschieht nichts, es wird nur ein gesetzlich festgelegter Teil eines Baches weiter oben in einen Stollen eingeleitet, evtl. in einem See gespeichert und weiter unten beim Krafthaus wieder ausgeleitet.
An die regionalen Veränderungen im Bereich der Fließstrecken mit reduziertem Abfluss passen sich die Pflanzen und Tiere sehr schnell an.
Man sollte aber die Energieerzeugung immer global und vergleichend betrachten und bei der emissionsfreien und speicherfähigen Energiegewinnung aus Wasserkraft überwiegen die Vorteile bei weitem gegenüber den Nachteilen der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen und auch gegenüber der leider kaum speicherbaren Sonnen- und Windenergie.
Es gibt nicht viele Länder auf der Erde, die ihren Energieverbrauch durch eigene Erzeugung aus regenerativen Energieträgern decken können. Österreich und insbesondere Tirol könnte eines dieser Vorzeigeländer sein. Mich würde das sehr glücklich machen, wenn wir das schaffen könnten und mit gutem Beispiel voran gehen – eine bessere Werbung für ein Land gibt es nicht.

29.10:15: Leserbrief in TT: Oha, mein Text über die Flüchtlingsbewegung vom 26.10.15 ist heute in der TT als Leserbrief drinnen. Zwar etwas gekürzt, aber Sinn und Inhalt sind eigentlich gleich - hier. 28.10.15: Hafelekarspitzl, wie üblich zuerst mit dem Radl zur Bodensteiner

26.10.15: Flüchtlingsbewegung – unsere Welt verändert sich
Unbestritten ist, dass wir in Mitteleuropa zu den Privilegierten dieser Welt gehören. Ein Grund für unseren Wohlstand wird sein, dass in Mitteleuropa nahezu optimale klimatische Verhältnisse vorherrschen. Im Laufe der Jahrhunderte, nach unzähligen Kriegen und Ungerechtigkeiten, haben wir doch dazugelernt und uns „zusammengerauft“. So haben wir uns eine relativ heile Welt mit Wohnmöglichkeiten, genügend Nahrung, medizinischer Versorgung, Schulbildung usw. geschaffen. Davon ist allerdings ein großer Teil der Welt noch weit entfernt.
Ehrlicherweise muss man aber darauf hinweisen, dass unser Wohlstand zum Teil darauf beruht, dass wir auf die Rohstoffe und (billige) Arbeit anderer Länder zurückgreifen und wir teilweise auf Kosten von anderen leben. Schon allein aus dieser Tatsache heraus, wird es auf unserer Erde immer Unterschiede im Wohlstand und in der Lebensqualität geben.
Unser, auf Leistung aufgebautes, Gesellschaftssystem ist zwar auch nicht überall „gerecht“, aber bei uns hat der Großteil der Bevölkerung eine reale Chance auf ein lebenswertes Leben.
In vielen Ländern ist dies leider nicht so. Bis ein Mensch seine Heimat, nur mit den paar Kleidern, die er am Leib trägt, verlässt, muss er schon viel Leid und Ungerechtigkeiten erfahren haben. Durch die Massenbewegung ist die Hemmschwelle seine Heimat zu verlassen, herabgesetzt worden und vielleicht haben die Äußerungen von Frau Merkel auch dazu beigetragen. Diese Menschen sehen in ihren Ländern keine Chance mehr und erhoffen sich woanders ein besseres Leben.
Verständlich ist aber, dass wir gewisse Bedenken vor diesen Menschen und deren völlig anderen Kulturen und Religionen haben; vor allem wenn sie in dieser Vielzahl zu uns kommen. Auch können wir den Flüchtlingen, die meist nicht einmal unsere Sprache sprechen, nicht sofort Arbeit bzw. einen sinnvollen Lebensinhalt bieten. Die Bedenken auf unserer Seite beruhen darauf, dass wir keine Abstriche im unseren teils mühsam errungenen Wohlstand machen wollen, darauf, dass wir nicht wissen, welche Menschen all die Flüchtlinge sind und darauf, dass wir nicht so viele Menschen gesellschaftlich integrieren können und dadurch viele unzufriedene Randgruppen, vor allem in den unteren sozialen Schichten entstehen.
Eine europaweite Lösung hinsichtlich Flüchtlingsverteilung wird es vermutlich nicht geben, da jedes einzelne EU-Land eigene Interessen und Probleme hat. Grenzzäune sind vom moralischen Standpunkt her fragwürdig und auch kaum wirksam, da, wie sich gezeigt hat, sich die Flüchtlinge Ausweichrouten über andere Länder suchen.
Sicher wäre es am wirkungsvollsten, wenn die Bürgerkriege z. B. in Syrien beendet werden könnten. Aber durch die großen weltweiten Ungerechtigkeiten und Wohlstandsunterschiede werden die Flüchtlingsbewegungen in unserer globalisierten Welt immer Realität bleiben – eigentlich ein Wunder, dass diese nicht schon früher in dem Maße eingesetzt haben.

17.10.15: Der Sport, ein Spiegelbild der Gesellschaft
Jetzt haben anscheinend sogar die Deutschen “nachgeholfen” um die Mehrheit der Stimmen für die WM 2006 zu erhalten. Den Deutschen traut man eigentlich im Vergleich zu anderen Ländern Korruption am wenigsten zu. Aber wer weiß, wieviel der damalige Austragungskonkurrent Südafrika “investiert” hat.
Aber wie man mal wieder sieht, beschissen wird fast überall. Entschuldigend könnte angeführt werden, dass Sportler und Funktionäre auch nur Menschen sind.
Manche Schummeln aus Gier nach Geld, manche aus Geltungsbedürfnis, manche aus Narzissmus, manche aus Not, manche aus Angst, manche aus Spaß oder manche merken es nicht einmal. Es ist dabei manchmal gar nicht so einfach nicht mit hineingezogen zu werden und anständig und ehrlich zu bleiben.
Das Problem am Menschsein ist wahrscheinlich, dass sich jeder Einzelne viel zu wichtig nimmt. Wenn jeder nach dem Prinzip immer mehr, immer weiter, immer besser, lebt, wird es mit dem Zusammenleben schwierig, weil eben vieles auf Kosten und zu Lasten von Anderen geht.
Wenn man mehr die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen wüsste und sich weniger mit den Anderen vergleicht, lebt es sich sicher leichter und das Zusammenleben wäre auch einfacher und friedlicher.
Aber von der Erkenntnis bis zur Umsetzung liegt meist noch ein langer und beschwerlicher Weg und wie sollen das alle Menschen schaffen?

26.09.10: Apropos Älterwerden - wie geht's weiter mit Joseph Blatter:
Mensch Sepp, jetzt mit fast 80 Jahren geht’s Dir doch noch an den Kragen. So schön hast Du Dich durchs Leben geschummelt. Hast viel Geld durch allerhand Geschäfte, quasi zum Wohle der FIFA und des Sports, in die eigene Tasche fließen lassen. Hast Dein Leben der FIFA und dem Fußball „geopfert“ und nun wollen sie Dich rauswerfen. Joseph, auch Du musst erkennen - die Welt ist hart und ungerecht.
Wärst vor ein paar Monaten (oder besser schon Jahren) abgetreten, dann wärst der große Held gewesen und die gesamte (FIFA-)Welt hätte sich vor Dir verneigt und die Zeitungen hätten geschrieben, dass durch Dich der Fußball zu etwas Großem in der Welt geworden ist.
Wäre echt nett von Dir gewesen, wenn‘st schon früher einem Jüngeren Deinen Posten überlassen hättest. Ein ebenso „geschäftstüchtiger“ Nachfolger in Deinem Format hätte sich sicher leicht finden lassen.
Wenn’st schon früher abgedankt hättest, könntest jetzt einen geruhsamen Lebensabend verbringen. Könntest Dir jeden Tag Deine Medaillen, Ehrungen und Orden in der Vitrine betrachten und könntest Dir Fernsehausschnitte mit Deinen Ansprachen reinziehen.
Oder könntest jetzt sogar wie ein normalsterblicher älterer Herr leben. Hättest vielleicht die Erfahrung gemacht, dass es auch andere Dinge im Leben gibt, als Macht und Geld.
Hättest z. B. jetzt Zeit, die alten Blues- und Rockplatten von früher genüsslich anzuhören. Wärst regelmäßig auf Dein, bei einem „Geschäftchen“ herausgesprungenen, Design-Rennrad gestiegen, und hättest mit einem alten Kumpel die schweizer Passstraßen unsicher gemacht. Hättest jetzt Zeit für die Enkel und vielleicht schon Urenkel und könntest Dich erfreuen, wie sie sich entwickeln und hoffentlich anständige Menschen werden.
Aber jetzt hast Du den Salat! Musst jetzt mit fast 80 Jahren Gerichtsverhandlungen als Angeschuldigter beiwohnen und die Welt schaut zu. Mensch Sepp, jetzt fliegt alles auf und Du sitzt vor einem Scherbenhaufen. Die Welt zeigt mit dem Finger auf Dich und einen geruhsamen Lebensabend wird es für Dich nicht geben. Joseph, die Welt ist halt doch manchmal auch gerecht.

26.09.10: Das Älterwerden gehört zum Leben dazu und in erster Linie verbindet man natürlich mit Altern etwas Negatives. Altern hat aber auch etwas Positives, vor allem wenn man zufrieden auf sein Leben zurückblicken kann.
Das Leben ist nun mal in erster Linie mit viel Lernen und Arbeit verbunden. Wer in unserer Leistungsgesellschaft zurecht kommen will, muss nun mal viel Lernen und Arbeiten. Gleich nach der Geburt geht es schon los mit Essen, Krabeln, Gehen und Sprechen lernen. In Kindergarten und Schule geht es dann weiter, wobei hier auch schon ein gewisser Konkurrenzkampf einsetzt. Ständig müssen Entscheidungen getroffen werden, die den weiteren Verlauf des Lebens beeinflussen.
Als junger Mensch hat man es dabei nicht leicht, weil man oft nicht weiß, was man eigentlich will und welche Richtung, ob beruflich oder privat, man einschlagen soll. Hat man sich dann hoffentlich in der Gesellschaft einen Platz "erkämpft", der einen zufrieden macht und der einen ausfüllt, muss man sich schon bald auch mit dem Älterwerden auseinander setzen.
Wahrscheinlich ist es so, um so zurfriedener man auf sein bisheriges Leben zurückblicken kann, desto leichter akzeptiert man auch das Älterwerden. Ich selber würde gar nicht gerne mit einem jungen Menschen tauschen wollen, ersten hätte ich dann das gesamte "Lern- und Arbeitspensum" wieder vor mir und zweitens würde ich dies dann in einer anderen Zeit, also in der jetztigen, absolvieren müssen.
Ich sehe das Leben als den Zusammenbau von vielen kleinen Mosaiksteinchen. Jedes Steinchen bringt einen ein winziges kleines Stück weiter. Wenn man z. B. für jeden Tag ein Steinchen ansetzt, so hätte ich inzwischen mit fast 50 Jahren bereits 18.000 solcher Steinchen gesetzt und jedes kleine Steinchen trägt eigentlich ein winziges kleines Stück an Gesamt-Zufriedenheit auf seinem Lebensweg bei.
Zum zufriedenen Älterwerden gehört natürlich auch die Gesundheit dazu. Weil man mit zunehmendem Alter und Lebenserfahrung die Gesundheit immer mehr zu schätzen weiß, ist es für mich eigenlich ganz selbstverständlich, viel in gesunder Ernährung und Bewegung zu investieren.
Das es mit der sportlichen Leistung mit zunehmendem Alter “abwärts” geht, ist dabei völlig normal, da sich der “Verfall” der Zellen (Gott sei Dank) medizinisch noch nicht aufhalten lässt. Hier eine recht gute statistische Zusammenfassung über die sportliche Leistungsfähigkeit im Triathlon in Abhängigkeit vom Alter:
http://www.topsportaustria.at/article/leistungsentwicklung-von-triathleten-im-alter und nachfolgend das wichtigste Diagramm daraus. Vereinfacht kann gesagt werden, dass man ab dem ca. 35. Lebensjahr jährlich rd. 1% seiner körperlichen Leistungsfähigkeit verliert. Ab 50 geht es dann schneller "bergab".


11.08.15: In was für einer Welt leben wir eigentlich?
- In den letzten ca. 100 Jahren werden unsere weltweit vorhandenen Rohstoffe radikal verbraucht. Was hunderttausende von Jahren für die Entstehung gebraucht hat, wird von den Menschen innerhalb von etwa 200 Jahren „vernichtet“ – frei nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“.
- Unverdorbene Nahrung landet täglich tonnenweise im Müll.
- Die Arbeiter in den Entwicklungsländern werden heillos ausgebeutet. Dafür werden der Handel bzw. einige Wenige richtig reich.
- Sportler verschaffen sich durch unerlaubte Mittel Vorteile und lassen sich als große Sieger (und Helden) feiern. Der Sport als Spiegelbild der Gesellschaft zeigt somit, wie es auf unserer Welt zugeht.
- Korruption und Bestechung sind in der Wirtschaftswelt gang und gäbe.
- Ehrgefühl und Loyalität sind bei vielen Politikern nicht so wichtig, Hauptsache es geht die Karriereleiter weiter nach oben.
- Lügen, Beschummeln und sich irgendwie Vorteile auf Kosten anderer zu verschaffen, ist bei vielen eine ganz normale Vorgehensweise. 
- Auf den Straßen herrscht immer noch das Recht des Stärkeren. Autofahrer fahren oft sehr knapp an Radfahrern vorbei, weil es ja eh nur ein Radfahrer ist.
- Motorradfahrer fahren mit ohrenbetäubendem Lärm durch unsere schöne Landschaft spazieren, ohne sich Gedanken darüber zu machen, dass dies sehr auf Kosten der anderen geht. Von der Energieverschwendung ganz zu schweigen.
- Im heimatlichen Wald wird einem das versperrte (ideell kostbare) Fahrrad am Tag vor der Nase weggeklaut. Leider sind nicht nur in der Stadt viele „Verrückte“ unterwegs - jetzt breiten sich diese auch schon im Wald und auf den Almen aus. Wie jemand so etwas tun kann, ist für mich absolut nicht vorstellbar - mit so einem Handeln kann man doch keine Freude haben - was sind das nur für Menschen?
Als ehrlicher und rechtschaffener Bürger kommt man sich in solch einer Welt oft ziemlich „verarscht“ und ausgenutzt vor.

24., 25. u. 26.07.15: Dieses WE wären gleich 4 Ultra-Läufe gewesen: Der Südtiroler Skyrace mit 121 km und 7550 hm, (hab ich letztes Jahr mitgemacht), der Glockner-Trial mit 110 km und rd. 7000 hm, der Pitztal-Ultra mit 90 km und rd. 6800 hm (war ich auch letztes Jahr dabei) und der Zugspitz-Trail mit 42 km und rd. 3500 hm.
Gestern, am Samstag, waren diese Ultra-Läufe in der TT das Thema des Tages “Die Lust, sich laufend zu quälen”.
Sicher ist es eine große Herausforderung bei sowas mitzumachen. Wie in dem TT-Beitrag angesprochen, war es früher der Marathon, so muss es jetzt schon mehr sein. Ich hab den Eindruck, dass sich viele anmelden, ohne zu wissen auf was sie sich tatsächlich einlassen. Z. B. beim Südtiroler Skyrace sind 161 Läufer gestartet und nur 46 Männer und 3 Frauen sind tatsächlich ins Ziel gekommen, der Letzte in 35:27 h (letztes Jahr war es ähnlich).
Es ist auch beachtlich, welcher Aufwand es ist, so einen Lauf zu organisieren. Z. B. in Südtirol sind ca. 450 Helfer involviert. Das Wichtigste ist die Streckenmarkierung, die so deutlich sein sollte, dass sie auch bei Nacht sichtbar ist. Schließlich ist es für alle Beteiligten nicht schön, wenn sich die Läufer verlaufen.
Dann ist selbstverständlich ein großer Unsicherheitsfaktor das Wetter. Für eine Sportveranstaltung im Gebirge mit 40 Std. Renndauer sind stabile Wetterverhältnisse im Hochsommer ein absoluter Glücksfall. Man muss nämlich auch sehen, dass zu der beträchtlichen Streckenlänge und den Höhenmetern, es erschwerend hinzu kommt, Teile davon bei Regen hinter sich zu bringen. Natürlich sind dann auch die Steine und die Wurzeln glatt und rutschig, so dass man sich dann noch mehr auf die Wege konzentrieren muss.
Zusätzlich muss man bei solchen Streckenlängen auch nachts unterwegs sein, was die Sache auch psychologisch nicht leichter macht.
Für den gewaltigen Organisationsaufwand sind die Startgebühren m. E. ziemlich preiswert – sie liegen so zwischen 100,- und 130,- Euro. Allein was jeder Läufer während dem Rennen vertilgt, ist schon fast diese Startgebühr wert.
Vom gesundheitlichen Aspekt her sehe ich eigentlich die größte Gefahr, dass man beim Bergablaufen stolpert und stürzt. Ich selber hab festgestellt, dass das “moderate” Bergablaufen als Leichtgewicht und bei gutem Trainingszustand für die Gelenke nicht so problematisch ist – schließlich ist der Mensch erst in den letzten 100 bis 200 Jahren zum Sitz-Lebewesen geworden. Früher als Jäger und Sammler war man den ganzen Tag unterwegs.
Das Problem bei solchen Wettkämpfen ist allerdings, dass man einfach zu schnell angeht und auch bergab zu schnell unterwegs ist. Brettert man auf Dauer richtig schnell bergab, werden die Muskeln müde und um so mehr müssen die Gelenke aushalten.
Für mich ist ja die Gesundheit sehr wichtig und bin auch eher ein vorsichtiger Zeitgenosse. Verletzungsfrei zu bleiben hat für mich den höchsten Stellenwert, schließlich ist ja Bewegung Leben und Freude. Ich bin jedenfalls ganz zufrieden, heuer bei keinem dieser Läufe dabei gewesen zu sein. Mir war auch das Gewitterwetter zu unsicher.
Die Gefahr ist auch, dass man sich "mitreissen" lässt, bei sowas mitzumachen und "verrückt" ist's ja schon mit der vorgeschriebenen Ausrüstung und dem Laufrucksack nachts durch die Gegend zu springen. Sowas allein, ohne Wettkampfcharakter zu machen, ist mir da schon viel sympathischer (dann kann man auch einen perfekten Tag abwarten).
Auch ich habe erkannt, dass man sich nicht unbedingt solchen Herausforderungen stellen muss. Man kann sich schließlich das Leben auch so schön machen.

08.07.15: TT-Leserbrief "Griechenland" - hier: Eigentlich will ich ja kein "Gschafftler" sein, aber ich musste unbedingt einmal sagen, dass die EU eigentlich schon allein aus humanitären Gründen und aufgrund ihrer ethischen Grundsätze, nicht anders kann, als Griechenland weiter zu helfen.
Griechenland hat kein Geld und kann auch in den nächsten Jahren seine Schulden nicht zurückzahlen. Wenn die EZB und die EU Griechenland nicht weiter helfen würde, würden sich die Griechen bald nichts mehr kaufen können und ein Großteil vielleicht sogar hungern.
Die Hilfszahlungen der EU sind eigentlich dafür gedacht, die griechische Wirtschaft anzukurbeln. Was aber tatsächlich mit diesem Geld geschieht, kann aber die EU kaum beeinflussen. Der einzelne Bürger in Griechenland hat davon wahrscheinlich noch nicht viel gesehen.
Zum einen fehlen in den damaligen EU-Verträgen offenbar Vereinbarungen, in welchem Maße man wirtschaftlich sehr schwache EU-Länder unterstützen soll und zum anderen ist es wahrscheinlich aus moralischen Gründen schwierig solche Länder einfach auszuschließen.
Das hat Tsipras erkannt (und nützt es "schamlos" aus) und so auch leicht die griechische Bevölkerung hinter sich bringen können.
Richtig schwierig wird es für die EU aber dann, wenn noch weitere schwächere EU-Länder es den Griechen gleichtun. Das Ergebnis wird dann sein, dass sich alle EU-Staaten in etwas auf dem gleichen und demzufolge wirtschaftlich niedrigeren Niveau einpendeln werden – dies war aber sicher nicht Sinn und Zweck der EU.
Dies trifft selbstverständlich auch für den Euro zu – dieser wird ebenfalls gegenüber den starken Einzelwährungen verlieren.
Es bleibt also weiterhin sehr spannend, wie es mit der EU und dem Euro weitergeht.

04.04.15: Arbeitslosigkeit in unserer Leistungsgesellschaft

Beinahe täglich ist zu lesen, dass die Arbeitslosigkeit steigt und sich dies auch in den nächsten Jahren nicht ändern wird.

Mich wundert das nicht, da sich unsere Arbeitswelt in einem großen Änderungsprozess befindet. Viele können oder wollen mit diesen Änderungen nicht Schritt halten und somit die geforderte Arbeitsleistung nicht mehr erbringen.

In der Vergangenheit gab es im Großen und Ganzen für jede Gesellschafts- und Bildungsschicht bzw. jedes Intelligenz- und Leistungsniveau die geeigneten Arbeitsplätze. Inzwischen nehmen jedoch die anspruchsvollen Stellen, sowohl was die geistigen Anforderungen als auch den geforderten Leistungswillen anbelangt, ständig zu und dies nicht nur bei den „Schreibtisch“- sondern auch bei vielen handwerklichen Berufen. Gerade in den technischen Handwerksberufen sind durch die „Computerisierung“ die Anforderungen beträchtlich gestiegen. Darüber hinaus ist es inzwischen ganz normal rund um die Uhr über Smartphone auch geschäftlich erreichbar zu sein.

Es hat viele unterschiedliche Gründe, dass ein nicht kleiner Teil der Bevölkerung diesem Leistungsanspruch nicht mehr gewachsen ist bzw. möchte sich dem nicht unterordnen. Darüber hinaus wird unsere Gesellschaft immer älter und einige der älteren Berufstätigen haben Schwierigkeiten mit der technischen Entwicklung in der (Arbeits-)Welt Schritt zu halten bzw. sie wollen das gar nicht und lehnen es ab.

Es hilft auch wenig, wenn immer mehr Schüler die Matura machen, wenn sie dann in unserer Leistungsgesellschaft trotzdem den Anforderungen nicht gewachsen sind bzw. (verständlicherweise) nicht bereit sind, dem Beruf alles unterzuordnen.

In den einfachen Berufen, bei denen man auch nicht viel verdient, z. B. im Tourismus sind viele Gastarbeiter oder Migranten angestellt. Die vielen tüchtigen und oft auch überqualifizierten Migranten heben unser Bildungs- und Leistungsniveau, aber leider bleiben dann immer mehr Österreicher auf der Strecke, die das nicht leisten wollen oder können.

Dazu kommt noch, dass ein nicht kleiner Teil in unserer Gesellschaft krankheitsbedingt nicht voll leistungsfähig ist. Darunter zählen auch die immer öfters auftretenden psychischen Erkrankungen (angeblich sind ja schon 5 bis 10% der Bevölkerung davon betroffen) oder auch Suchtprobleme. Die ganze Entwicklung, hin zum Social Media und weg vom Lesen eines Buches hebt auch nicht gerade unser Bildungsniveau.

Wenn man dies alles in Betracht zieht, dann erscheint eine Arbeitslosigkeit von 8 bis 10 % heutzutage nicht all zu hoch – eher im Gegenteil.

Hier das pdf: paar Zeilen

03.02.15: Neues zum Thema Doping: Jetzt ist es ganz offiziell - Nösig wurde auf die ÖRV-Liste der sanktionierten Fahrer gesetzt: http://www.radsportverband.at/index.php/aktuelles/wichtige-meldungen/allgemein-meldungen/2183-liste-sanktionierter-fahrerinnen und im Tour-Magizin steht auch ein Bericht: http://www.tour-magazin.de/hobbysport/news/gedopt-aufs-oetztaler-podium/a35233.html (hier auch als pdf). Hier der TT-Bericht vom 04.02.15.
Erwischt wurden ja noch andere Fahrer - diese sind aber gerade dabei sich mit ärztlichen Attesten bzw. mittels Anfechtungen (Ablauf der Dopingkontrolle etc.) heraus zu mogeln.
Wir "Naivlinge" bekommen da nur die Spitze des Eisberges mit - es ist wahrscheinlich eh besser, wenn wir gar nicht wissen, was alles hinten herum so läuft. Was sagt man zu so einer "Steinheberfigur" (eigentlich tut's ja richtig weh, dieses Foto hier reinzustellen, aber ich finde es dient zur Aufklärung, wie ein Radfahrer eigentlich nicht ausschaut): Foto siehe unter "Rennen".
Eigentlich ist's schon beängstigend, welche Leistungssteigerungen durch die medizinischen „Hilfmittel“ noch möglich sind, nachdem man nach jahrelangem Training eigentlich seinen Plafond erreicht hat. Auch solche Leute wie Nösig, die ja eigentlich vom Gewicht her benachteiligt sind, können so zu den besten in Österreich werden. Immerhin haben auch die besten Profiradsportler Schwierigkeiten gehabt Nösig auch am Berg zu folgen und bei den Profis weiß man ja auch nicht, ob sie vielleicht auch etwas nachgeholfen haben.
Viele Sportärzte sagen nicht umsonst, dass man heutzutage mit den leistungssteigernden Mittel aus jedem einigermaßen talentierten Sportler einen Spitzensportler machen kann. Naja, umso mehr man über solche Dinge erfährt, desto absurder erscheint der Wettkampf-Ausdauersport. Außerdem wird ja in der Medizin weiter geforscht und wer weiß was in einigen Jahren hier noch möglich ist.
Die Jungen haben schon Recht, dass sie sich mehr solchen Sportarten wie (Sport-)Klettern, MTB-Downhill und Freeriden etc. widmen.
Habe jetzt gehört, dass man bei Nösig nur im Urin insgesamt 12 verbotene Substanzen festgestellt hat, obwohl er ein Verschleierungsmittel genommen hat - da sieht man mal wieder, welche Wahnsinnigen es in unserem Sport gibt.

24.01.15: Interessant: Endlich scheint es Beweise für unsere Mutmaßungen bezüglich Doping im Amateur- und Hobbysport zu geben. Dieser Artikel war gestern in der TT. Leider wird darin kein Name genannt. Um die Mutmaßungen etwas konkreter werden zu lassen, hab ich mal nach der Ergebnisliste von diesen Österreichischen Berg-Meisterschaften der Radamateure recherchiert (http://www.radsportverband.at/images/Ergebnisse/2014/0914_OEM_Berg_Amateure.pdf). Angeblich soll es sich nicht nur um eine Person handeln. Vor fast 6 Jahren hat die TT diesen Leserbrief vonmir gedruckt und er ist eigentlich immer noch aktuell. Jetzt bin ich gespannt, ob der Name veröffentlicht wird - hoffentlich, denn das ist die TT den weit überwiegenden fairen Sportlern schuldig, sonst gibt's nur falsche Verdächtigungen. Da es eh bereits allgemein bekannt ist und ich für klare Aussagen bin - es ist der Sieger auf der verlinkten Ergebnisliste. Wie in meinem Leserbrief eh gesagt, kann ich eigentlich dopende Profisportler eher "verzeihen", da diese sich oft mit Ihresgleichen messen müssen. Dopende Hobby- und Amateursportler, die sich aufs oberste Podest neben ehrlichen Sportlern stellen und sich als große Sieger feiern lassen, sind für mich charakterlich gesehen, ganz weit unten angesiedelt. Ich kann wirklich nicht verstehen, wie sich so jemand über einen solchen Sieg freuen kann. M. E. gehört sich er aus allen Ergebnislisten herausgestrichen. Z. B. über Zeiten von rd. 7 h beim Ötztaler soll sich jeder selber seine Gedanken machen. Das Interesse am Wettkampfsport, sei es bei dem ich selber mitmache oder sei es an Profiveranstaltungen im Fernsehen hat sich bei mir ohnehin schon ziemlich reduziert. Leider gibt es auch im Hobby-Wettkampfsport, wo es nicht um's Geld geht, Spielverderber. Alles was mit Wettkampf, Sieg oder Geld zu tun hat, hat eine negative Seite, weil der Egoismus des Menschen dabei eine Rolle spielt. Das Schönste ist wohl, sich in unserer herrlichen Natur zu bewegen, seinen Körper zu spüren und die Verhältnisse entsprechend der Jahreszeit und dem Wetter auszunutzen und das ohne auf Kosten von den Mitmenschen.

24.10.14: Heute ist der Leserbrief tatsächlich in der Zeitung. Hab eigentlich nicht mehr damit gerechnet, weil ich den schon am 01.10.2014 kurz nach dem Berlin-Marathon an die TT geschickt habe. Etwas schade, dass sie ihn so spät bringen, weil ja jetzt irgendwie der Bezug fehlt. Hier die leicht gekürzte Fassung von der TT.

Marathon Weltrekorde - Wo soll das noch enden?

Wenn der Veranstalter des Berlin-Marathons eine Prämie auf einen neuen Weltrekord ausschreibt, möchte er hiermit die besten Läufer anlocken und damit wünscht er sich ein möglichst schnelles Rennen. Konsequente Dopingkontrollen wären dann natürlich kontraproduktiv, weil ja bekanntlich gedopte Sportler schneller laufen können als "saubere" Sportler. Auf der einen Seite bekennen sich meist die Veranstalter zu einem sauberen Sport, auf der anderen Seite setzten sie Prämien für Streckenrekorde aus. Dies ist ein Widerspruch.
Für den Veranstalter des Berlin-Marathons ist es natürlich die beste Werbung, wenn auf seiner Strecke so schnelle Zeiten gelaufen werden können, da dadurch auch alle Hobbyläufer hoffen, ihre persönlichen Bestleistungen leichter unterbieten zu können. Dadurch kann sich der Veranstalter sicher sein, viele Teilnehmer anzulocken und er kann auch hohe Startgebühren verlangen.
Momentan wird gerätselt, ob jemals eine Zeit unter 2 h gelaufen werden kann. Wenn die bisherigen Weltrekorde alle "sauber" gelaufen worden wären, frage ich mich schon, warum nicht ein Topläufer sich einen guten Arzt nimmt, der ihn "präperiert", so dass dieser dann bei einer medizinischinduzierten 3%igen Leistungssteigerung eine Zeit unter 2 h läuft.
Die Antwort ist ganz einfach: Die bisherigen Weltrekorde wurden eben bereits mit Zuhilfenahme der medizinischen Hilfsmittel gelaufen. Erst eine Weiterentwicklung der leistungssteigernden Mittel bringt wieder eine Verbesserung des Weltrekords.
Solange die Veranstalter und die Zuschauer so gierig auf Sensationen sind und dafür Sportler bezahlt werden, wird das Thema Doping im Sport eine Rolle spielen. Dies ist bei sog. Hobby-Sportveranstaltungen nicht anders, auch deren Veranstalter sind "heiß" auf neue Rekordzeiten und setzen dafür Prämien aus. Da es hier ohnehin keine Dopingkontrollen gibt, ist für manche dann die Versuchung nachzuhelfen sehr naheliegend. Man kann Günther Weidlinger gut verstehen, wenn er davon spricht, dass wir Sportler nur mehr "Hofclowns" sind. Die großen Sportveranstaltungen sind inzwischen hauptsächlich ein Geschäft. Die Zuschauer müssen wie bei einer Showveranstaltung unterhalten werden und der Profit muss stimmen.

19.08.14: Da in den gegenwärtigen Diskussionen wegen der Kuhangriffe, eigentlich nie die Hörner erwähnt werden, die meist die schweren Verletzungen verusachen, hab ich an die TT einen Leserbrief geschickt - allerdings haben die ihn nicht gebracht. Weiß auch nicht warum! 22.08.14: Aha, heute nach fast 10 Tagen haben sie ihn, etwas gekürzt, doch gebracht - hier.

06.04.09: Heute stand mein Leserbrief in der TT. Leider etwas gekürzt - hier meine Einreichung: Leserbrief